Ausweitung der Notgruppen, wer soll die Kinder betreuen?

Denkt an die Beschäftigten: Ausweitung des Kita-Angebots
Ausweitung der Notgruppen stellt Mitarbeiterschutz in Frage!
Die stufenweise Ausweitung der Kindernotbetreuung hat begonnen. Den Rahmen dafür bietet der Beschluss der Jugend- und Familienkonferenz. In den nächsten Wochen und Monaten soll der Übergang von der aktuellen erweiterten Notbetreuung (Stufe 2) in einen eingeschränkten Regelbetrieb (Stufe 3) erfolgen.

Dabei ist der Schutz der Beschäftigten für die Rückkehr zu einem Kita-Besuch für alle Kinder von zentraler Bedeutung. Das haben mittlerweile fast alle Länder erkannt. Manche Bundesländer aber scheinen bei ihren schnellen Schritten zur Ausweitung des Kita-Besuchs zu vergessen, dass viele Kolleg*innen zur Corona-Risikogruppe gehören. Für die geplanten Kapazitäten von 30 bis zu 100 Prozent fehlen diese Kolleg*innen. Doch diese Tatsache wird in einigen Bundesländern ebenso wenig berücksichtigt, wie die Stimme der Beschäftigten. Christine Behle, die 2. Vorsitzende des ver.di Bundesvorstandes, wird in der Presseerklärung vom 19. Mai 2020 deutlich: „Momentan erleben wir Beispiele, wie durch unverantwortliches Handeln Kinder, Eltern und die Beschäftigten gefährdet werden. Statt in kleinen Gruppen wird in den Kitas teilweise mit Gruppengrößen bis hin zum Normalumfang gearbeitet“, kritisiert Behle. „Damit werden alle Empfehlungen, die einer Reduzierung des Infektionsrisikos Rechnung tragen, ignoriert.“

Umso wichtiger ist es, den Forderungen von ver.di nach Sicherheit für Kinder, Eltern und Beschäftigte noch mehr Ausdruck zu verleihen. Denn Arbeits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten müssen bei der Ausweitung des Kita-Angebots gewährleistet werden!