Bub am Steuer von Bus , Zeitungsartikel OVB, Regionalteil RO vom 03.08.2019

“Bub am Steuer von Bus”

Kommentar von Peter Arnold, Kindergartenleiter

 

Ein Angebot der Staatsanwaltschaft im Frühling, gegen Auflage das Verfahren gegen mich ohne Verhandlung einzustellen, habe ich abgelehnt. Wegen der Sensibilität des Themas war mir eine öffentliche Verhandlung wichtig.

Diese Gerichtsverhandlung fand am 01.08.2019 in Rosenheim im Amtsgericht statt. Mit dem Ergebnis:

Das Verfahren wurde eingestellt. Es kam zu keinem Urteil und demzufolge auch zu keiner Strafe. Das Gericht folgte meiner Darstellung, dass bei meinem unmittelbaren Eingreifen, um zwei wartende Kinder vor Schaden zu bewahren, ein Kind von der Beifahrertür touchiert wurde. Die Staatsanwaltschaft sah auf Nachfrage des Richters keine Veranlassung, der Behauptung eines Zeugen ” das Kind wurde vom Bus überrollt” nach zu gehen.

Das bedeutet: Die Darstellung, im Zeitungsartikel, “das Kind wurde vom Bus überrollt” ist eine unbewiesene Behauptung.

 

Die vom Bayerischen Staat im Bildungsplan geforderte Erziehung und Bildung von Kindern im Kindergarten ist für das pädagogische Personal immer eine Herausforderung. Erziehung zur Selbständigkeit und Teilhabe verlangt immer ein Abwägen von Nähe und Abstand zum jeweiligen Kind. Die Inklusion im Kindergarten macht diese Abwägung noch vielfältiger und schwieriger.

Bei diesem staatlichen Erziehungs- und Bildungsauftrag werden alle Kindergärten eng begleitet von der kompetenten Rechts- und Fachaufsicht des Kreisjugendamtes Rosenheim. Auch wir. Das bedeutet Beratung und Aufsicht ist gegeben. Gänseblümchen wird außerdem zusätzlich von einem externen Betriebssicherheit Ingenieur, mit Fachgebiet Kindergärten, beraten und betreut.

Die Professionalität im Kindergarten ist ein vielschichtiger und sensibler Gestaltungsprozess.