Kindergartenleben im Erdgeschoss

Lernen durch Bewegung, Leben mit Bewegung

Eine gut ausgebildete Großmotorik ist die Grundlage für die Feinmotorik. Eine gute Körperwahrnehmung und ein ausgebildetes Gefühl für die eigene Balance, die eigene Mitte, ist die Grundlage für Leistungsbereitschaft. Eine gute Lage-Raum-Wahrnehmung ist auch die Grundlage für die Einordnung in den sozialen Raum, die Gruppe.

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Geschicklichkeit ausprobieren

Mit der original chinesischen Handnähmaschine lässt es sich nicht nur in den Entwicklungsländern gut nähen. Bei unseren Kindern ist es auch sehr beliebt, Linien auf ein Papier zu malen und dann entlang der Linien zu nähen. Das perforierte Gebilde lässt sich dann ausreißen.

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Freude an Buchstaben und Zahlen

Spielerisch die Freude am Umgang mit Buchstaben und Zahlen zu erfahren, ist eine solide Basis für den Schulalltag.

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Miteinander

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Eine gelenkte Form des Miteinanders ist unser Morgenkreis. Dabei geht es unter anderem um Wissensvermittlung. Lernen ist ein individueller Vorgang. Der Morgenkreis hat die Funktion für die Kinder, sich in Zurückhaltung zu üben. Sie müssen sich für kurze Zeit dem „Gleichklang“ einer gezielten Gruppensituation anpassen und eigene Bedürfnisse kontrollieren.

 

Für jedes Kind den passenden Platz

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Die beiden Mädchen haben sich mit den Möbeln eine kleine Werkstatt in der Raumecke gebaut. Dort arbeiten sie mit dem Eisenbaukasten wie echte Handwerkerinnen.

 

 

Basteln mit Sinn

Die beiden Jungen wollten mit Kasperle-Figuren spielen. Mit unserer Handnähmaschine haben sie Taschen aus Stoff genäht und danach ihre Figuren darauf gemalt. Von der eigenen Idee bis zum Vorspiel war das ein langer konzentrierter Weg für die Kinder. Solche Kräfte setzt selbstbestimmtes Lernen bei Kindern frei.

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Brotzeit, Kochen und Backen

Jeden Sommer fahren wir zum Hofladen nach Reitmehring und besuchen Norbert auf seinem Getreidefeld. Unter dem Jahr fahren wir mit unserem Bus in die Draxmühle nach Haag Dinkel und Roggenkörner kaufen. Wir malen die Körner zu Mehl und setzen Sauerteig an. Wir formen den Teig zu Brot. Nach einer Ruhezeit backen wir die Brotleibe im eigenen Manz-Brotbackofen. In dicken Scheiben mit Butter und Honig essen wir das Brot beim Picknick in der Natur.

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Selber Apfelsaft herstellen

Mittlerweile bringen unsere 10 Apfelbäume mit alten Apfelsorten im Inngarten reichliche Erträge an Fallobst. Wir sammeln das Obst mit den Kindern. Einen Teil schenken wir den Spaziergängern am Inn. Den Großteil verarbeiten wir dann zusammen mit interessierten Kindern im Kindergarten zu kalt gepresstem Apfelsaft ohne Zucker. Den gibt es dann als Nachtisch zum Mittagessen.

Nach dem Waschen werden die Äpfel klein geschnitten und in der Obstmühle gequetscht. Dann wird die Presse befüllt. Mit viel Kraft wird der Saft aus dem Apfelbrei gepresst.

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Naturwissenschaft im Experiment

Naturwissenschaft versteckt sich in einfachsten Kinderspielen. Der Turmbau hat mit Statik und Schwerkraft zu tun. Die Biologie ist mit dem Thema Wachstum und Größe vertreten.

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Manchmal bietet sich auch Montessorimaterial an. Hier sind es die geometrischen Körper. Begriffe wie Kugel, Zylinder, Pyramide, Würfel, Quader usw. lassen sich so begreifen und benennen.

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Der Erzieher / die Erzieherin braucht Zeit und Muße, um die Kinder in ihrem Spiel beobachtend zu begleiten. Daraus ergibt sich die Gelegenheit zum Gespräch. Das Gespräch befördert die naturwissenschaftlichen Erfahrungen, die in fast allen Spielen stecken, in das kognitive Bewusstsein der Kinder. Das ist lebendiges Lernen. Ein spannendes Gespräch ist auch die beste Form der Sprachförderung!