Konzept

 

Konzept des Integrationskindergartens und der Integrationskrippe Gänseblümchen

 

 neuROpäd 21

 

Stand: März 2022

Urheberrechtlich geschütztes Dokument. Die gewerbliche Verwendung des Konzeptes oder von Textausschnitten ist nicht gestattet.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Struktur und Rahmenbedingungen unserer Einrichtung

1.1 Information zu Träger und Einrichtungen

1.2 Situation der Kinder und Familien in der Einrichtung und im Einzugsgebiet

1.3 Unsere rechtlichen Aufträge: Bildung, Erziehung, Betreuung und Kinderschutz

1.4 Unsere curricularen Bezugs- und Orientierungsrahmen

2 Orientierungen und Prinzipien unseres Handelns

2.1 Unser Menschenbild: Bild von Kind, Eltern und Familie

2.2 Unser Verständnis von Bildung

            Bildung als sozialer Prozess

            Stärkung von Basiskompetenzen

            Inklusion: Vielfalt als Chance

2.3 Unsere pädagogische Haltung, Rolle und Ausrichtung

3 Übergänge des Kindes im Bildungsverlauf – kooperative Gestaltung und Begleitung

3.1 Der Übergang in unsere Einrichtung – Eingewöhnung und Beziehungsaufbau

3.2 Interne Übergänge in unserer Einrichtung

3.3 Der Übergang in den Kindergarten/ die Schule – Vorbereitung und Abschied

4 Pädagogik der Vielfalt – Organisation und Moderation von Bildungsprozessen

4.1 Differenzierte Lernumgebung

4.1.1 In unserem Kindergarten

            Arbeits- und Gruppenorganisation

            Raumkonzept und Materialvielfalt

            Klare und flexible Tages- und Wochenstruktur

4.1.2 In unserer Krippe

Arbeits- und Gruppenorganisation

Raumkonzept und Materialvielfalt

Klare und flexible Tages- und Wochenstruktur

4.2 Interaktionsqualität mit Kindern

            Kinderrecht Partizipation – Selbst- und Mitbestimmung der Kinder

            Ko-Konstruktion – Von- und Miteinanderlernen im Dialog

4.3 Bildungs- und Entwicklungsdokumentation für jedes Kind – transparente Bildungspraxis

5 Kompetenzstärkung der Kinder im Rahmen der Bildungs- und Erziehungsbereiche

5.1 Angebotsvielfalt – vernetztes Lernen in Alltagssituationen und Projekten im Fokus

5.2 Vernetzte Umsetzung der Bildungs- und Erziehungsbereiche

Werteorientierung und Religiosität

            Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte

            Sprache und Literacy

            Digitale Medien

            Mathematik, Informatik Naturwissenschaften und Technik (MINT)

            Umwelt – Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

            Musik, Ästhetik, Kunst und Kultur

            Gesundheit, Bewegung, Ernährung, Entspannung und Sexualität

            Lebenspraxis

6 Kooperation und Vernetzung – Anschlussfähigkeit und Bildungspartner unserer Einrichtung

6.1 Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern

Eltern als Mitgestalter

6.2 Partnerschaften mit außerfamiliären Bildungsorten

            Multiprofessionelles Zusammenwirken mit psychosozialen Fachdiensten

            Kooperationen mit Kindertagespflege, anderen Kitas und Schulen

            Öffnung nach außen – unsere weiteren Netzwerkpartner im Gemeinwesen

6.3 Soziale Netzwerkarbeit bei Kindeswohlgefährdungen

7 Unser Selbstverständnis als lernende Organisation

7.1 Unsere Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung

7.2 Weiterentwicklung unserer Einrichtung – geplante Veränderungen

8 Anhang

8.1 Familienorientierte Unterstützungsangebote

8.2 Literaturverzeichnis

 

 

Vorwort

Das Gänseblümchen ist unscheinbar und anspruchslos, wächst fast überall und erfreut den Betrachter mit seinem einfachen Liebreiz. Kinder mögen es. Im Jahreslauf gehört es zu den Ersten und zu den Letzten. Obschon klein, ist es stark, ausdauernd und lebenstüchtig. Das kleinste Stück Wiese reicht ihm zum Wachsen. Es will etwas von der Welt wissen. Immer und immer wieder.

Mit dem Gänseblümchen verbinden wir die Vorstellung von klar, einfach und gut. Aus „wenig“ etwas Bedeutsames machen. Es hat für uns mit Achten und Beachten zu tun, mit Bodenständigkeit und ausdauernder Kraft. Es steht bildhaft für eine Qualität, die wir mit den Kindern leben.

 

Im Jahr 2001 haben Anneliese und Peter Arnold ihre erste integrative Spielgruppe als gemeinnützigen Verein in Wasserburg am Inn gegründet. In den folgenden Jahren wurden die Angebote immer weiter ausgebaut. Heute gibt es „Das Gänseblümchen“ als Integrationskindergarten mit Integrationskrippe. In dieser Einrichtung vertreten wir einen neuropädagogisch definierten Bildungs- und Erziehungsansatz, der im Landkreis Rosenheim einmalig ist. Auch strukturell unterscheiden wir uns deutlich von einem Regelkindergarten.

Für den Zugang zur Gesellschaft, zur „Welt“, bedarf es vor allem einer Eigenschaft: Neugierde. Neugierde und Offenheit gegenüber Neuem ist nicht ein Gut, das es zu erwerben, sondern das es zu erhalten gilt. Jedes gesunde Kleinkind verfügt darüber. Ziel unserer Einrichtung ist es daher, für die Kinder Bedingungen zu schaffen, die es ihnen ermöglichen, ihre gesamte Kindergartenzeit hindurch ihre Neugierde auszuleben und zu behalten. Es ist unsere Auffassung, dass Interesse, Eigeninitiative, Neugierde und ein wacher Geist nicht eine Frage des Alters, sondern ein Ausdruck von Lebensbejahung, Lebensfreude, Zuversicht und Selbstvertrauen und somit von psychischer Gesundheit sind. Diese Offenheit und Neugierde sind schlichtweg die Basis für jegliches Lernen.

Die Kinder in unsrer Einrichtung bewegen sich frei und bestimmen den Alltag selbst mit. Dabei eignen sie sich ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Entscheidungsfähigkeit an. Sie lernen, mit anderen Menschen verschiedenen Alters angemessen zu kommunizieren, d.h. sich selber mit ihren Bedürfnissen und Gedanken einzubringen, anderen Menschen zuzuhören, sich in sie einzufühlen und auf sie eingehen zu können. Die Kinder lernen, für ihr Handeln Verantwortung zu übernehmen und die Konsequenzen zu tragen. Sie lernen, alleine oder im Team zu arbeiten. Sie erarbeiten sich eigene Arbeitstechniken. Die Kinder lernen, Wege zu finden und Fertigkeiten zu erlangen, um eigene Ideen selbständig mit den vorhandenen Mitteln umzusetzen.

 

Kinder sind unsere Zukunft, unsere Erwachsenen von morgen und dennoch heute noch Kinder. Wir wollen sie hegen und pflegen wie die allerempfindlichsten Pflanzen als einen Teil der Natur. Sie brauchen unsere Liebe und unseren Schutz. Gleichzeitig brauchen sie unser Vertrauen in ihre eigenen Kräfte – und Freiheit, sich selbst entfalten und verwirklichen zu können. Und sie brauchen unsere Stärke, mit der wir den Weg zeigen und begrenzen müssen – mit Achtsamkeit, Wertschätzung und Respekt.

Wie wir das umsetzen – an welchen pädagogischen Grundsätzen wir uns orientieren und welche Erziehungs- und Bildungsziele wir umsetzen, ist in unserem Konzept neuropäd 21 festgehalten. Es wird regelmäßig aktualisiert.

1. Struktur und Rahmenbedingungen unserer Einrichtung

1.1 Informationen zu Träger und Einrichtung

Name der Einrichtung: Integrationskindergarten und Integrationskrippe Gänseblümchen

 

Anschrift und Kontakt der Einrichtung:

Integrationskindergarten und Integrationskrippe Gänseblümchen

Köbingerbergstraße 10

83512 Wasserburg am Inn

Telefon: 08071 2198

E-Mail: mail@gb-wsb.de

Geschäftsführung:

Mobil 0176 61 88 3605

Pädagogische Leitung:

Telefon: 08071 2198

Trägerschaft:

Gänseblümchen e.V. Gars Bahnhof, vertreten durch den Vorstand

Bahnhofstraße 36a

83555 Gars-Bahnhof

Telefon: 08073 399 08 51

E-Mail: s.schuessler@gb-wsb.de

 

Kooperationspartner:

Gänseblümchen e.V. Wasserburg mit seiner Abteilung Gänseblümchen Inndustrees

Peter-Scher-Weg 2

83512 Wasserburg am Inn

Telefon: 08071 2198

 

Einrichtungsart und Zielgruppen/Altersspanne der Kinder

Unsere Zielgruppen sind

  • Kleinkinder im Alter von einigen Monaten bis 3 Jahren sowie
  • Kinder von 3 Jahren bis Schuleintritt

mit oder ohne (drohender) seelischer, körperlicher und geistiger Beeinträchtigung bzw. mit Behinderung, mit Migrationshintergrund und aus nicht deutschsprachigem Elternhaus.

Standort und Lage:

Der Integrationskindergarten Gänseblümchen liegt im Stadtteil alte Burgau in Wasserburg am Inn in einer Wohnsiedlung. Dieser Stadtteil befindet sich nahe der Altstadt und ist zugleich von schöner Natur umgeben: Es gibt einen Wald in der Nähe, Wiesen, Bäche, und den Inn. Es gibt vier verschiedene Spielplätze in der näheren Umgebung, die überwiegend zu Fuß erreichbar sind.Einrichtungsgröße – Anzahl der Plätze

Anzahl der Plätze im Kindergarten: 24

Anzahl der Plätze in der Krippe: 10

 

Öffnungs-, Kern- und Schließzeiten; Ferienregelung

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 07.15 Uhr bis 13.30 Uhr

Schließzeiten: 31 Schließtage pro Jahr

Keine Ferienregelung.

 

Personal – Multiprofessionalität und Vielfalt im Team (pädagogische Arbeit und Hauswirtschaft)

Die Mitarbeiterstruktur mi­t weiblichen und männlichen pädagogischen Fachkräften gestaltet sich auf der Basis eines hohen Personalschlüssels. Jedes Kind hat täglich mehrere Bezugspersonen zur Verfügung.

Unsere Einrichtung bietet ein flexibles Arbeitszeitmodell mit Teilzeit- sowie Vollzeitarbeitsplätzen.

Bei der Zusammensetzung des Teams folgen wir dem Grundsatz der Diversität und achten auf Geschlechtervielfalt, kulturelle Vielfalt und Inklusion. Wir beschäftigen und bilden weibliche, männliche und diverse pädagogische Mitarbeiter und Praktikanten mit und ohne körperliche oder geistige Beeinträchtigung aus. So ist in der Regel jede Altersgruppe von etwa 16 bis etwa 60 Jahren vertreten. Dabei verfolgen wir das Ziel, dass die Zusammensetzung des Teams die Vielfalt unserer Alltagswirklichkeit außerhalb der Einrichtung widerspiegelt, die für Kinder wie Erwachsene ebenso vielfältige Beziehungsmöglichkeiten bietet.

Unser Mitarbeiterteam ist multiprofessionell aufgestellt und besteht aus qualifizierten pädagogischen Fachkräften zum Teil mit Montessori-Zusatzausbildung, Kinderpflegerinnen, einer Sozialpädagogin, einer Heilpädagogin, einer Ergotherapeutin sowie einer in der Arbeit mit Kindern erfahrenen freischaffenden Künstlerin. Mehrere pädagogische Fachkräfte in der Kinderkrippe haben eine modulare Fortbildung mit dem Thema „Pikler/Montessori für 0-3 Jahre“ absolviert.

Als weiterer Betreuer ist ein körperlich und geistig leicht beeinträchtigter Mitarbeiter (wohnhaft in der Stiftung Attl) beschäftigt. Dadurch findet sich der Inklusionsgedanke auch in der Mitarbeiterstruktur wieder. Unser pädagogisches Personal qualifiziert sich regelmäßig weiter und berücksichtigt dabei Angebote verschiedenster Träger, Fachliteratur sowie Online-Angebote von anerkannten Bildungsträgern. Jede neue Fach- und Ergänzungskraft erhält zur Vorbereitung auf die Arbeit mit den Kindern Verfügungszeit. Die Verfügungszeit ist großteils nicht zeitlich und räumlich gebunden. Das ermöglicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Beruf und eigene Familie in Balance zu halten. Regelmäßige Mitarbeiterbesprechungen auf Gruppen- und Einrichtungsebene dienen der Organisation der pädagogischen Arbeit und ebenso der Verwaltung.

Wir bilden regelmäßig Praktikantinnen und Praktikanten verschiedener Ausbildungsrichtungen aus.

 

Kooperationen:

Bei der Erfüllung unserer Aufgaben arbeiten wir mit Einrichtungen, Diensten und Ämtern zusammen, deren Tätigkeit in einem sachlichen und ideellen Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Einrichtung steht. Wir kooperieren insbesondere mit

  • Gänseblümchen Wasserburg e.V./Inndustrees stellt im Rahmen eines Kooperationsvertrags zur Verfügung: Pädagogisches Angebot und spezielle Förderangebote (etwa nach Montessori), zusätzliches Fachkraftpersonal sowie Infrastruktur für den Kindergartenbetrieb:
  • Abenteuergarten
  • Bauwagenplatz am Wald auf asphaltierter Fläche mit ausgestattetem Bauwagen
  • Ein mit Musikinstrumenten ausgestatteter Musikraum
  • Fahrzeuge für Mobilität: Ein Kleinbus mit neun Sitzplätzen, ein Bauwagen mit Zugmaschinen für spezielle Angebote („Musikmobil“ oder „Brachlandmobil“)
  • Frühförderstellen
  • Erziehungs- und Familienberatungsstellen
  • Schulvorbereitende Einrichtungen
  • Heilpädagogische Tagesstätten
  • Grund- und Förderschule Wasserburg
  • Therapeutische Dienste aus Wasserburg, in den benachbarten Landkreisen und darüber hinaus.

 

Weitere Kooperationen:

  • Mit dem Kneipp-Verein Wasserburg am Inn: Besuch der Kneipp-Anlage auf dem Gelände der Stiftung Attl
  • Baierwein-Gesellschaft e.V.: Erhalt und Förderung des historischen Weinanbaus: Abenteuerspielplatz mit Weinbau und Streuobstwiese,
  • Therapeutisches Reiten „Pferde stärken“
  • Stadt Grafing: Fahrrad-Geländeparcours an der Förderschule
  • Im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit der Stiftung Attl wird ein berufliches Eingliederungsprojekt für einen beeinträchtigten Mann umgesetzt.
  • Kooperation mit dem benachbarten Bauernhof: Praktische Unterstützung bei verschiedenen Projekten
  • Kooperation mit der Draxmühle: Ausflug und Rundgang durch die Mühle
  • Alpaka-Projekt Altenhohenau: Alpakawanderungen
  • Innerstädtische Kooperationen mit Polizeirevier, Wertstoffhof, Bücherei: Regelmäßige Besuche
  • Mit dem Elternbeirat (Aktionen des Elternbeirats: Tombola in der Innenstadt, Vorlesetag, Besuch des Nikolaus‘, Plätzchenverkauf u.v.m.)
  • Privat: Besuch von Eltern z.B. zur Apfelernte und Saftherstellung im Inngarten oder Geburtstagsfeier

Raumangebot (Anzahl, Fläche) und Außenanlagen

Unsere Einrichtung ist in einem Zweifamilienhaus mit Erd- und Obergeschoss untergebracht mit einer Gesamtfläche von 160qm:

  • Das Erdgeschoss ist barrierefrei und verfügt über ein variables Raumkonzept durch einen beweglichen Raumteiler. Die innenarchitektonische Gestaltung ist auf Beweglichkeit und Veränderbarkeit ausgerichtet.Auch eine Küche für pädagogisches Kochen ist vorhanden.
  • Das Obergeschoss ist über eine Außentreppe erreichbar mit Rückzugs- und Schlafraum, Turnraum, Sanitärraum mit Wickeltisch, Spielraum sowie Essbereich mit Küche.

Weitere Räume:

  • Werk-, Mal- und Tonatelier, 20 qm: Dieses befindet sich in einem kleinen Nebengebäude (früher Garage) und ist mit Heizung und Wasseranschluss ausgestattet.
  • Tanz- und Musikraum, 24 qm: Dieser befindet sich in der Nachbarschaft (ca. 300 Meter entfernt).

Insgesamt stehen den Kindern neun verschieden große Spielräume zur Verfügung.

Außenanlagen:

  • Außenspielfläche, 600 qm: Sie umfasst einen Spielgarten, einen Kräuter- und Beerengarten sowie einen abgezäunten Vorplatz.
  • Abenteuergarten, 2.800 qm: Dieser befindet sich in Fußnähe (15 Minuten) auf einem Hangplateau am Inn.
  • Bauwagenplatz am Waldrand, 200 qm: Dieser befindet sich in Fußnähe zur Einrichtung und wird für waldpädagogische Angebote genutzt.
  • Diverse Kurzzeit-Stellplätze für mobile Angebote in der Umgebung.

 

Verpflegung

Ausgewogene Ernährung ist uns ein konzeptionelles Anliegen. Wir kochen oft selbst und sprechen mit den Kindern darüber. Das beginnt schon bei der Auswahl der Speisen und einzelner Zutaten wie Kräuter oder Gewürze. Wir gehen mit den Kindern gezielt einkaufen und bauen auch Zutaten in unserem eigenen Kräuter- und Beerengarten an.

Wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit unserer eigenen Brotzeit ein Vorbild für die Kinder.

Auch die Kinder bringen ihre Brotzeit von zu Hause mit. Wir bitten die Eltern darum, auf Ausgewogenheit der Brotzeit zu achten (keine Süßigkeiten und Limonade!) und diese in geeigneten Brotzeitboxen und Wasserflaschen und in einem kleinen Rucksack oder Ähnlichem mitzugeben. Wir sind gerne mit den Eltern in einem Dialog über gesunde Ernährung, insbesondere für die Entwicklung des Gehirns.

Dank der Selbstversorgung bleiben wir flexibel in der Gestaltung des Alltags und können die Brotzeit auch zu einem Ausflug mitnehmen.

In unserer Einrichtung gibt es einen Schrank mit Vorräten, falls ein Kind einmal seine Brotzeit vergessen hat oder einfach nicht satt geworden ist. Wir freuen uns über die Essensspenden der Eltern wie Knäckebrot, Zwieback oder einfache Reiswaffeln sowie Obst- und Gemüse.

 

1.2 Situation der Kinder und Familien in der Einrichtung und im Einzugsgebiet

Bevölkerungsstruktur und Lebensbedingungen von Familien in unserem Einzugsgebiet

Unser Angebot orientiert sich pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien in unserem Einzugsgebiet[1] und Umgebung. Unsere Einrichtung steht jedem Kind, mit oder ohne Beeinträchtigung, offen.

Rahmenbedingungen unseres sozialen Umfeldes

Die Zielgruppen unserer Einrichtung sind Familien aus der Stadt Wasserburg und Umgebung. Die Zusammensetzung der Eltern im sozialen Umfeld des Inklusionskindergartens Gänseblümchen spiegelt die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Heterogenität unserer Gesellschaft (insbesondere in Wasserburg) wider. Unsere Eltern entscheiden sich bewusst für kurze Betreuungszeiten und übernehmen eigene Erziehungsaufgaben. Eine Elternschaft, die Selbstbestimmtheit für ihre Kinder will und die Möglichkeit zur freien Entfaltung. Vertreten sind

  • Vollerwerbstätigkeit eines Elternteils (Klassische Kernfamilie)
  • Teilzeiterwerbstätigkeit eines oder beider Eltern
  • Alleinerziehende
  • Eltern von beeinträchtigten Kindern
  • Eltern mit Migrationshintergrund
  • Eltern mit Migrations- und Fluchthintergrund
  • Eltern in Patchworkfamilien

Unser Buchungssystem wird den unterschiedlichen Bedürfnissen der Eltern gerecht.

Bei Kindern mit Migrationshintergrund und ohne Deutsch als Muttersprache achten wir besonders auf die sprachliche Integration und Entwicklung. Dabei kooperieren wir mit einer Wasserburger Logopädin, um frühzeitig logopädischen Problemen entgegenwirken zu können.

Eltern ohne/mit geringen Deutschkenntnissen finden bei uns einen Ansprechpartner/ eine Ansprechpartnerin mit Englisch- oder Russischkenntnissen, der oder die die Eingewöhnungsphase in unserer Einrichtung begleitet. Alternativ nutzen wir Online-Übersetzungsprogramme aus dem Internet.

Wir legen Wert auf den persönlichen Kontakt mit den Eltern und pflegen den Dialog. So erlangen wir u.a. Kenntnisse über die jeweilige Lebenssituation und Veränderungen wie Trennung der Eltern oder Umzug. Dies hilft uns bei unserer pädagogischen Arbeit, Kinder bei der Bewältigung familiärer Herausforderungen zu stärken und zu unterstützen.

Wir berücksichtigen den Lebenshintergrund der Kinder sowie Buchungszeiten bei Planung und Umsetzung unserer Angebote, so dass möglichst alle Kinder an Ausflügen und besonderen Angeboten teilnehmen können.

Situationsanalyse

Die Stadt Wasserburg am Inn (Landkreis Rosenheim) zählt 12.733 Einwohner.[2] Unsere Einrichtung liegt in einer Wohnsiedlung nahe der Altstadt und ist zugleich von schöner Natur umgeben. Zu Fuß erreichbar sind vier verschiedene Spielplätze, unser Abenteuerspielgarten nahe des Inns sowie freie Natur mit Wiesenflächen, Wald und Bachläufen, die es zu erkunden gilt. Die Einrichtung ist gut mit dem privaten PKW, mit dem Fahrrad, den öffentlichen Verkehrsmitteln (Stadtbus) oder aus der Altstadt kommend, zu Fuß erreichbar.

Einzugsgebiet

Unsere Einrichtung steht allen Kindern aus der Stadt Wasserburg und den Nachbargemeinden offen: Eltern aus Nachbargemeinden können ihr Wahlrecht wahrnehmen und im Rahmen der Gastkinderregelung in unserer Einrichtung einen Platz für ihr Kind buchen.

Familienorientierte Unterstützungsangebote

Im Zusammenhang mit unserem Beratungs- und Unterstützungsangebot für Eltern vermitteln wir auf Nachfrage familienorientierte Unterstützungsangebote in der Stadt Wasserburg am Inn wie Beratung für werdende oder junge Eltern, Anlaufstellen nach der Geburt, Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche (Vollständiger Überblick mit Kontaktdaten siehe Anhang).

1.3 Unsere rechtlichen Aufträge: Bildung, Erziehung, Betreuung und Kinderschutz

Für unsere Einrichtung gelten die Kinderrechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskonvention verankert sind. Sie sieht sich insbesondere dem Recht der Kinder auf Bildung verpflichtet (Art. 28) – auf bestmögliche Bildung und zwar von Anfang.[3]

Unsere Einrichtung arbeitet auf Basis

  • der rechtlichen Grundlagen des Sozialgesetzbuches, Buch Acht

(SGB VIII, §22 Grundsätze der Förderung, Abs. 2 und Abs. 3 sowie §8 a Schutzauftrag      bei Kindeswohlgefährdung)[4]

  • des Bayerischen Gesetzes zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Kindergärten, anderen Kindertageseinrichtungen und in Tagespflege
    (Bayerisches Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz – BayKiBiG),[5]
  • 10 Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung in Kindertageseinrichtungen
  • 9b Kinderschutz

1.4 Unsere curricularen Orientierungsrahmen

Wir orientieren uns zur Erfüllung der Bildungs- und Erziehungsaufgaben an den für uns geltenden Grundlagen:

Rechtsgrundlagen:

  • Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (Kinderbildungsverordnung – AVBayKiBiG §14, Abs. 2 Aufgaben des pädagogischen Personals und des Trägers)[6]

Curriculare Grundlagen:

  • des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans (BayBEP)[7], 3.2 Der Plan als Orientierungsrahmen – Handlungsanleitung zur AVBayKiBiG
  • Bayerische Bildungsleitlinien (BayBL)[8]: 1 Notwendigkeit und Geltungsbereich gemeinsamer Leitlinien für Bildung
  • der Handreichung Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren (U3-Handreichung)[9]

 

2. Orientierungen und Prinzipien unseres Handelns2.1 Unser Menschenbild: Bild von Kind, Eltern und Familie

Unser Bild vom Kind

Für unser Bild vom Kind ist der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan (BayBEP) grundlegend: „Der neugeborene Mensch kommt als „kompetenter Säugling“ zur Welt (…). Bereits unmittelbar nach der Geburt beginnt der Säugling, seine Umwelt zu erkunden und mit ihr in Austausch zu treten. Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv mit und übernehmen dabei entwicklungsangemessen Verantwortung, denn der Mensch ist auf Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit hin angelegt. Bereits sehr kleine Kinder sind eher aktive Mitgestalter ihres Verstehens als passive Teilhaber an Umweltereignissen und können ihre Bedürfnisse äußern. Sie wollen von sich aus lernen, ihre Neugierde und ihr Erkundungs- und Forscherdrang sind der Beweis. Sie lernen mit Begeisterung und mit bemerkenswerter Leichtigkeit und Geschwindigkeit. Ihr Lerneifer, ihr Wissensdurst und ihre Lernfähigkeit sind groß. Sie haben viele intelligente Fragen und sind reich an Ideen und Einfällen.

Mit zunehmendem Alter und Wissenserwerb werden die Kinder „zu ‚Experten‘, deren Weltverständnis in Einzelbereichen dem der Erwachsenen ähnelt. In ihrem Tun und Fragenstellen sind Kinder höchst kreative Erfinder, Künstler, Physiker, Mathematiker, Historiker und Philosophen. Sie wollen im Dialog mit anderen an allen Weltvorgängen teilnehmen, um ihr Weltverständnis kontinuierlich zu erweitern. Im Bildungsgeschehen nehmen Kinder eine aktive Gestalterrolle bei ihren Lernprozessen ein, sie sind Akteure mit eigenen Gestaltungsmöglichkeiten. Jedes Kind unterscheidet sich durch seine Persönlichkeit und Individualität von anderen Kindern. Es bietet ein Spektrum einzigartiger Besonderheiten durch sein Temperament, seine Anlagen, Stärken, Bedingungen des Aufwachsens, seine Eigenaktivitäten und sein Entwicklungstempo. Die Entwicklung des Kindes erweist sich als ein komplexes, individuell verlaufendes Geschehen.“[10]

Sichtbar wird unser Bild vom Kind im persönlichen Umgang mit den Kindern, die auf unserer inneren Haltung basiert, in der Atmosphäre unserer Einrichtung, in der flexiblen Gestaltung der Räumlichkeiten und des Tagesablaufs, in der Zusammensetzung des Teams und in der Art der Organisation von Spielgruppen und Spielangeboten. Vom Baby bis zum Vorschulkind, ob mit oder ohne Beeinträchtigung oder Verhaltensauffälligkeit, ob Junge oder Mädchen – jedes Kind entfaltet bei uns seine Potentiale.

Die Kinder dürfen:

  • frei tasten, versuchen, ausprobieren und experimentieren, sowohl mit Material und Werkzeugen als auch mit sozialen Regelungen
  • sich frei ausdrücken. Kinder sollen das Wort haben und deutlich spüren, dass ihre eigene subjektive Welt von Erwachsenen respektiert, statt von außen verändert wird
  • Entscheidungen treffen und Verantwortung für sich selbst und andere tragen
  • sich mit Dingen, Gegenständen, Themen und Fragen beschäftigen, die aus ihrem eigenen Leben stammen und sollen dabei ihrem individuellen Rhythmus folgen dürfen
  • die Möglichkeit besitzen, sich produktiv an der Gestaltung ihres Alltags zu beteiligen und arbeiten
  • spüren, dass ihnen vertraut und ihnen auch etwas zugetraut wird.

Unser Bild von Eltern

Auch für unser Bild von Eltern ist der Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BayBEP) grundlegend: „Eltern als die ‚natürlichen‘ Erzieher. Pflege und Erziehung des Kindes sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht (Art. 6 Abs. 2 GG). Eltern sind vorrangige Bezugspersonen, wobei die damit verbundenen Gefühle das Modell-Lernen bzw. die Nachahmung fördern.“[11]

Wir haben es uns, entsprechend der Bayerischen Bildungsleitlinien (BayBL), zur Aufgabe gemacht, „ … Eltern in ihrer Unersetzlichkeit, ihrer Wichtigkeit und in ihrer Verantwortung wertzuschätzen und in ihren Aufgaben zu unterstützen … “[12]

Wir respektieren und achten nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG, Art.4) erzieherische Entscheidungen der Eltern.[13]

Wir begegnen gemäß Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BayBEP) Eltern als gleichberechtigten Partnern in gemeinsamer Verantwortung für das Kind. Wir wertschätzen Eltern in ihrer Elternkompetenz, nehmen sie ernst und bieten auf Nachfrage Unterstützung an.[14]

Als freier Träger ist für uns der Dialog mit den Eltern besonders wichtig: Wir pflegen ihn bewusst, um im persönlichen Kontakt die Lebenswelt und Werte der Eltern kennenzulernen und in Austausch zu treten. Diese Gelegenheit ergibt sich beim ersten Kontakt und Kennenlernen im Rahmen eines Besuchs in unserer Einrichtung, während der Eingewöhnungsphase, beim Bringen und Abholen oder im Rahmen von Festen und Aktionstagen.

Eltern und unsere pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten bei uns partnerschaftlich bei der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder zusammen. Wir informieren die Eltern regelmäßig über den Stand der Lern- und Entwicklungsprozesse ihres Kindes etwa bei Elterngesprächen. Wir erörtern wichtige Fragen der Bildung, Erziehung und Betreuung des Kindes und bieten Beratung an.

Unser Bild von Familie

Für unser Bild von Familie sind die Bayerischen Bildungsleitlinien (BayBL) grundlegend: „In der Familie als primären Ort der sozial-emotionalen Entwicklung legen die Eltern den Grundstein für ein lebenslanges Lernen, aber auch für die emotionale, soziale und physische Kompetenz“.[15]

Weiterhin entspricht unser Bild von Familie dem Leitgedanken, wie im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BayBEP) beschrieben: „Bildung und Erziehung fangen in der Familie an. Die Familie ist der erste, umfassendste, am längsten und stärksten wirkende, einzig private Bildungsort von Kindern und in den ersten Lebensjahren der wichtigste. Die Familie steuert und beeinflusst alle Bildungsprozesse direkt durch das, was Kinder in ihr lernen (z. B. Sprachfertigkeiten, Lernmotivation, Neugier, Leistungsbereitschaft, Interessen, Werte, Selbstkontrolle, Selbstbewusstsein, soziale Fertigkeiten) und indirekt dadurch, dass sie auf die Nutzung einer Kindertageseinrichtung (…) entscheidenden Einfluss hat.“[16]

 

2.2. Unser Verständnis von Bildung

Für unser Verständnis von Bildung sind u.a. die Bayerischen Bildungsleitlinien
(BayBL)[17] zentral: Unsere Einrichtung sieht sich als Bildungsort, in der Kindern und ihren Eltern eine zentrale Bedeutung zukommt. Sie bietet Kindern ein vielfältiges Bildungsangebot und stärkt die Ressourcen und Kompetenzen der Eltern, indem sie Austausch, auf Wunsch pädagogische Beratung und die Nutzung des einrichtungseigenen Netzwerks anbietet.

Wir verfolgen aktuelle entwicklungspsychologische, erziehungswissenschaftliche und neurophysiologische Erkenntnisse durch Weiterbildung, Teilnahme an Fachtagungen, Lektüre und fachlichen Austausch innerhalb und außerhalb der eigenen Einrichtung.

Die pädagogische Rahmenkonzeption für unsere Einrichtung: neuROpäd21

Unser Konzept neuROpäd21 gibt es seit 2002 und verweist auf unsere besondere pädagogische Arbeit, die im Rosenheimer Landkreis einmalig ist: Denn unser Verständnis von Bildung und Entwicklung basiert auf den neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen der Neuropädagogik und der Neurobiologie. Sie finden in unserer Einrichtung ihre praktische Umsetzung.

Neuropädagogik kann als eine Form der Pädagogik bezeichnet werden, die in ihre Überlegungen für sie relevante Ergebnisse aus der Neurophysiologie, Neurobiologie und Neuropsychologie einbezieht. Im interdisziplinären Austausch der Pädagogik, der Psychologie und der Neuropsychologie berühren einige Beiträge im Besonderen das pädagogische Handeln in unserer Einrichtung. Zum Beispiel belegen die neuesten Ergebnisse der Kognitionswissenschaften und Neurobiologie, dass Denken und Fühlen, Rationalität und Emotionalität mit den Funktionen des gesamten Organismus in einer einheitlichen Synthese verschmelzen.[18]

Neurodidaktik ist ein Sammelbegriff für verschiedene praxisorientierte Ansätze, die für sich in Anspruch nehmen, didaktische bzw. pädagogische Konzepte unter wesentlicher Berücksichtigung der Erkenntnisse der Neurowissenschaften und insbesondere der neueren Hirnforschung zu entwickeln.[19]

Grundlage der meisten neurodidaktischen Arbeiten ist die (naturwissenschaftlich fundierte) Annahme, dass die materielle Voraussetzung aller psychischen bzw. geistigen Leistungen (also auch des Lernens) nur das Gehirn bzw. das Zentralnervensystem ist. Weiter geht sie (im Gegensatz zur traditionellen Didaktik und pädagogischen Lehr-Lern-Forschung) davon aus, dass es einer umfassenden Kenntnis über die im Gehirn ablaufenden materiellen Prozesse bedarf, um Lernumgebungen effizient und effektiv gestalten zu können.

Darauf aufbauend sind manche Neurowissenschaftler (z.B. Spitzer 2019, Hüther 2016), aber auch Pädagogen (z.B. Friedrich 2005, Herrmann 2006) der Ansicht, dass die heute zur Verfügung stehenden Kenntnisse über neuronale Hirnprozesse bereits ausreichende Hinweise zur Entwicklung solcher neuer effizienterer didaktischer Methoden liefern und haben entsprechende Empfehlungen und Konzepte vorgeschlagen.[20] Diese haben wir in unser pädagogisches Konzept integriert.

  • Freies Spiel: Kinder lernen anders! Spielend! Gerwald Wallnöfer, Professor für Pädagogik an der Freien Universität Bozen, weist darauf hin: Die Qualität des Lernens und Spielens wird durch die Interaktion mit Erwachsenen bestimmt. Er warnt vor einer Interpretation des Spielens als Lernen im schulischen Sinn, denn damit “werde dem Spiel das Spielerische ausgetrieben”.[21]
    Die Einheit von Spielen und Lernen ist die glücklichste Verbindung, die es gibt. Sie wird bei der Geburt eines Kindes geschlossen, sie gedeiht besonders in einem harmonischen Umfeld und stabilisiert sich durch unermüdlichen Forschergeist. Die Spuren ihres Gelingens prägen sich molekularbiologisch nachweisbar im menschlichen Gehirn ein. Gefühlvoll und lustvoll Erforschtes bereichert kreatives Wissen. Computer und Internet sind genau so wenig gefährlich für die Kinder von heute, wie es Bücher für die Kinder von gestern waren, auch wenn heute wie damals die Erwachsenen es befürchten.

Spielende Kinder machen sich jedwedes Medium zu Nutzen, solange die Einheit von Spielen und Lernen besteht. Bedroht wird diese erfüllende Verbindung allerdings von außen: Lehren scheidet diese glückliche Einheit, macht aus den Partnern Lernen und Spielen die Konkurrenten Ernst und Spaß, deren lähmende Auseinandersetzung dann von denjenigen, die zuerst die Trennung bewirkten, durch Lernspiele kunstreich und künstlich zu schlichten versucht wird.[22]„Der zukünftige Erfolg (für den Einzelnen, für Gemeinschaften, für Unternehmen, für Nationen als Ganzes) wird nicht darauf beruhen, wie viel wir wissen, sondern auf unserer Fähigkeit zu denken und kreativ zu handeln.[23]

Der US-Erziehungswissenschaftler Joseph Chilton Pierce meint: „Alle und jede Form des Spiels ist Übung und gibt das Fundament für das symbolisch-metaphorische Denken ab, sowohl für Konkretes und Formaloperationales, wie auch für höhere Mathematik, Wissenschaften, Philosophie, also für alles, was wir als höhere Gedankengänge oder Bildung ansehen. Spiel ist das Fundament schöpferischer Intelligenz, der Raum und Zeit zur Entwicklung gegeben werden muss. Spiel bereitet uns auf eine Teilnahme an der Gesellschaft und deren Entfaltung vor.” [24]

Ab einem gewissen Alter (laut Anthroposophie Rudolph Steiners etwa sieben Jahre) öffnet sich das Kind auch für andere Lernstrukturen, um Schreiben, Lesen, Rechnen, Fremdsprachen, etc. einzuüben.

  • Naturpädagogik: Studien belegen, dass Gärten den Blutdruck senken, den Herzschlag normalisieren und Stress reduzieren. Die Pflege der Pflanzen und der Aufenthalt in der Natur nehmen dadurch eine ganz neue Dimension ein. Die Forschung beweist, dass Blumen und Pflanzen, sowie andere Aspekte der Natur, einen positiven Einfluss auf den Zustand des Geistes und Emotionen haben.
    Grün fördert das Wohlbefinden. Schon das kleinste Fleckchen Natur steigert nicht nur das Wohlbefinden, sondern wirkt sich auch nachweisbar positiv auf die Gesundheit aus.[25]
  • Ernährungswissenschaft: Die Grundstruktur des Gehirns des Kindes wird von genetischen Informationen festgelegt. Was aber das Kind zu Essen bekommt, trägt zusammen mit seinem Lernen dazu bei, diese Struktur weiterzuentwickeln und damit auch die Intelligenz und die Fähigkeiten, zu lernen, sich anzupassen und ein glückliches und erfülltes Leben führen zu können. Während sich Gene nicht verändern lassen, kann die Ernährung des Kindes sehr wohl seine Lernressourcen verändern.

Die Empfehlungen spiegeln sich auch in unserem pädagogischen Einrichtungsprofil wider: So haben wir dezentrale, heterogene und mobile Strukturen, die es uns ermöglichen, eine große Vielfalt an Lernanreizen und eine gehirngerechte Lernumgebung zu schaffen.

Bildung als sozialer Prozess

Wir begreifen Bildung entsprechend der Bayerischen Bildungsleitlinien als individuellen und sozialen Prozess (vgl. BayBL 3.C). Aktuelle entwicklungspsychologische, erziehungswissenschaftliche und neurophysiologische Erkenntnisse beschreiben das Kind in diesem Prozess als aktives Individuum, das von Geburt an mit grundlegenden Kompetenzen und einem reichhaltigen Lern- und Entwicklungspotential ausgestattet ist. Bereits Säuglinge verfügen demnach über beachtliche soziale und kognitive Fähigkeiten.[26] Diese Kompetenzen beobachten wir und fördern wir, indem wir freiwillige Angebote schaffen und Kinder in ihrem eigenen, individuellen Tempo reifen und lernen lassen.

Wir bieten den Kindern unter 3 Jahren und unseren Kindergartenkindern eine geeignete Lernumgebung, damit das Kind die Möglichkeit hat, in aktiver Auseinandersetzung mit seiner Umwelt zu lernen und sein Wissen „aktiv zu konstruieren“. Also die Welt eigenständig zu entdecken und sich „selbst zu bilden“. Bei Kleinkindern ist es besonders offensichtlich: Sie lernen von sich aus, normalerweise ohne Aufforderung oder Anleitung, zu greifen, krabbeln laufen, sprechen und aufzustehen. Dieser Ansatz des Schweizer Psychologen Jean Piaget[27] ist Basis unserer pädagogischen Haltung.

 

 

Bildungsprozesse gestalten wir

  • immer auf Basis der Freiwilligkeit des Kindes. Unsere pädagogische Arbeit besteht darin, Impulse zu setzten, um zu beobachten. Das Kind soll und darf selbständig Verantwortung für sich und seine Umwelt übernehmen. Es entscheidet selbst, was es aus dem, was es vorfindet, macht. Wir bieten den Kindern Hilfestellen nach dem Grundsatz „so viel wie nötig so wenig wie möglich“. Je weniger uns das Kind braucht, desto besser haben wir unsere Arbeit gemacht.
  • partizipativ: Wir beteiligen die Kinder entwicklungsangemessen an Entscheidungen zum Einrichtungsalltag und zur Gestaltung der Einrichtung. Soziale Interaktion und Dialog werden hier geschult. Wir arbeiten überwiegend „situationsorientiert“: Durch Beobachten (z.B. spricht ein Kind häufig über Lamas) stellen wir fest, was ein Kind gerade braucht. Daraus entwickeln sich die Angebote – zum Beispiel ein Ausflug zu einem Spaziergang mit Lamas. Wir machen als Pädagogin oder Pädagoge auch Angebote, setzen also selbst Impulse (z.B. einen Ausflug zu den Lamas zu unternehmen): Dieses Angebot wird nur umgesetzt, wenn das Kind darauf anspricht, bzw. bei einem Ausflug eine ausreichend große Gruppe zusammenkommt. Wichtig ist es uns, die Balance zu halten zwischen der Initiative des Kindes und der/des pädagogischen MitarbeiterIn. Wir betrachten das Geschehen als Prozess, das immer auf der Freiwilligkeit des Kindes basiert.

Bildungs- und Erziehungsziel unserer Einrichtung ist gemäß des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans (BayBEP) der „eigenverantwortliche, beziehungs- und gemeinschaftsfähige, werteorientierte, weltoffene und schöpferische Mensch, fähig und bereit, in Familie, Staat und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen und offen für religiöse und weltanschauliche Fragen.“[28]

Die Kinder in unserer Einrichtung erbringen täglich gewaltige Leistungen, die allerdings häufig nicht messbar sind. Es ist nicht nur „heile Welt“, sich frei bewegen zu können und somit auch Konflikt- und Problemlösungssituationen ausgesetzt zu sein. Es ist nicht immer einfach, mit Freiheit umzugehen, und es ist anstrengend, sich selber zu betätigen, aber beides ist notwendig. Durch die vielen eigenständigen Entscheidungen, welche die Kinder täglich treffen müssen („Was mache ich? Wo? Mit wem? Wie komme ich zum nötigen Material? Von wem hole ich allenfalls Hilfe?“), entwickeln sie eine hohe Sozialkompetenz, wie auch eigene Arbeitstechniken.

Um Bildungsziele festlegen zu können, müssen wir uns mit den jetzigen und den zukünftigen Anforderungen des Lebens befassen, also das, was die moderne Gesellschaft fordert – etwa den Umgang auch mit Leistungsansprüchen oder die Konfrontation mit einem anderen sozialen Umfeld. Wir unterstützen die Kinder darin, sich selber und der Gesellschaft gegenüber selbstbewusst, offen, neugierig und aufnahmefähig zu sein; die eigenen Ressourcen und Talente zu entwickeln und einzubringen; mit Menschen zu kommunizieren und sich selber, den Mitmenschen und unserer Umwelt gegenüber verantwortungsvoll zu handeln.

Deswegen vermitteln wir in unserer pädagogischen Arbeit die dafür bedeutsamen Fähigkeiten die der Wissenschaftsrat der UNESCO als Schlüsselqualifikationen formuliert:[29]

Lebenslanges (Dazu-) Lernen • Theorie und Praxis verknüpfen • Planen • Team- und Kommunikationsfähigkeit • Konflikte konstruktiv austragen • eigene Interessen vertreten • Mitverantwortung tragen • sich Ziele setzen • Verständnis für technische und gesellschaftliche Grundlagen • Ausdauer und Konzentrationsvermögen • unterschiedlichen sozialen Rollen gerecht werden • Genauigkeit und Kreativität • Freude an der Bewegung • Freude an musikalischen und gestalterischen Ausdrucksformen.

Mit großer Übereinstimmung werden diese Fähigkeiten in der Berufswelt gefordert. Auch in den anderen Lebensbereichen sind sie notwendig, um die täglichen Herausforderungen offen und neugierig anzugehen.

Wir fassen diese Schlüsselqualifikationen in folgende Kompetenzbereiche zusammen:
• Selbstkompetenz entfalten • Neugierde und Offenheit gegenüber Neuem behalten • Kommunikationsfähigkeit stärken • Handlungskompetenz und Verantwortung erlangen • Beweglichkeit entwickeln und pflegen • Musische, bildnerische und ganzkörperliche Kreativität entwickeln und pflegen • Gesunde Ernährung erleben und darüber sprechen.

Selbstkompetenz:

Die Kinder in unserer Einrichtung eignen sich ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Entscheidungsfähigkeit an. Sie kennen ihre Stärken und können sie einsetzen. Sie kennen auch ihre Schwächen und wissen, mit ihnen umzugehen. Wir unterstützen die Kinder darin, sich selbst gegenüber ein positives Grundgefühl zu erhalten bzw. zu entwickeln. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind andere Begriffe, die dieses Gefühl umschreiben.

Neugierde, Offenheit und Initiative:

Für den Zugang zur Gesellschaft, zur Welt, bedarf es vor allem einer Eigenschaft: Neugierde. Neugierde und Offenheit gegenüber Neuem ist nicht ein Gut, das es zu erwerben, sondern das es zu erhalten gilt. Jedes gesunde Kleinkind verfügt darüber. Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es daher, für die Kinder Bedingungen zu schaffen, die es ihnen ermöglichen, ihre gesamte Kindergartenzeit hindurch ihre Neugierde auszuleben, eigene Initiative zu ergreifen und zu behalten. Es ist unsere Auffassung, dass Interesse, Eigeninitiative, Neugierde und ein wacher Geist nicht eine Frage des Alters, sondern ein Ausdruck von Lebensbejahung, Lebensfreude, Zuversicht und Selbstvertrauen und somit von psychischer Gesundheit sind. Diese Offenheit und Neugierde sind schlichtweg die Basis für jegliches Lernen.

Kommunikationsfähigkeit:

Die Kinder in unserer Einrichtung lernen die Möglichkeiten ihres Körpers als Ausdrucksmedium und ihre Sinne als Aufnahmesensorium kennen. Sie lernen, mit anderen Menschen verschiedenen Alters angemessen zu kommunizieren, d. h. sich selber mit ihren Bedürfnissen und Gedanken einzubringen, anderen Menschen zuzuhören, sich in sie einzufühlen und auf sie eingehen zu können. Wir unterstützen die Kinder im Erwerb elementarer mündlicher und schriftlicher Ausdrucksmöglichkeiten.

Handlungskompetenz und Verantwortung:

Die Kinder lernen für ihr Handeln Verantwortung zu übernehmen und die Konsequenzen zu tragen. Sie lernen alleine oder im Team zu arbeiten. Sie erarbeiten sich eigene Arbeitstechniken. Die Kinder finden Wege und verfügen über Fertigkeiten, eigene Ideen selbständig mit den vorhandenen Mitteln umzusetzen.

 

 

Beweglichkeit entwickeln und pflegen:

Leben ist Bewegung und Wandel. Gänseblümchen bietet den Kindern jederzeit Bewegungsanreize und Bewegungsräume, im Haus und außer Haus. Beobachtet und begleitet wird die Bewegungsentwicklung der Kindergartenkinder nach Elfriede Hengstenberg[30].

Musische, bildnerische und ganzkörperliche Kreativität entwickeln und pflegen:

Authentische erwachsene Vorbilder, z.B. die pädagogischen Fachkräfte, teilen mit den Kindern ihren eigenen kreativen Ausdruck und entfalten im gemeinsamen Dialog ihre vielen Facetten des Schaffens. Den Kindern steht hier das Musikmobil zur Verfügung. Sie finden auch in Krippe wie Kindergarten frei zugängliche Musikinstrumente. Bildnerisches Arbeiten findet oft in der Kreativwerkstatt statt.

Gesunde Ernährung erleben und darüber sprechen:

Die Kinder erleben in unserer Einrichtung die Zubereitung, den Genuss und die Entsorgung gesunder Speisen, zum Beispiel beim pädagogischen Kochen. Unser Kräuter- und Beerengarten ermöglicht den Kindern den Weg der gesunden und genussvollen Nahrungsmittel von der Knolle bis zum Komposthaufen mitzuerleben. Nahrung aus dem Kräuter- und Beerengarten ist nicht selbstverständlich. Es braucht Zeit, Geduld und Pflege. So lernen die Kinder, dass es Zeit braucht und wache Aufmerksamkeit, um Lebensmittel zu gewinnen und zuzubereiten.

Unsere Bildungsziele im Einzelnen:

  • Selbstwertgefühl
  • Positive Selbstkonzepte
  • Autonomieerleben
  • Kompetenzerleben
  • Widerstandsfähigkeit (Resilienz)
  • Kohärenzgefühl
  • Selbstwirksamkeit
  • Selbstregulation
  • Neugier und individuelle Interessen
  • Differenzierte Wahrnehmung
  • Denkfähigkeit
  • Wissensaneignung
  • Gedächtnis
  • Problemlösefähigkeit
  • Kreativität
  • Übernahme von Verantwortung für Gesundheit und körperliches Wohlbefinden
  • Grob- und feinmotorische Kompetenzen
  • Fähigkeit zur Regulierung von körperlicher Anspannung
  • Gute Beziehungen zu Erwachsenen und Kindern
  • Empathie und Perspektivenübernahme
  • Fähigkeit, verschiedene Rollen einzunehmen
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kooperationsfähigkeit
  • Konfliktmanagement
  • Entwicklung von Werthaltungen
  • Moralische Urteilsbildung
  • Unvoreingenommenheit
  • Sensibilität für und Achtung von Andersartigkeit und Anderssein
  • Solidarität
  • Verantwortung für das eigene Handeln
  • Verantwortung anderen Menschen gegenüber
  • Verantwortung für Umwelt und Natur
  • Erwerb von Grundkenntnissen über Staat und Gesellschaft
  • Akzeptieren und Einhalten von Gesprächs- und Abstimmungsregeln
  • Einbringen und Überdenken des eigenen Standpunkts
  • Lernmethodische Kompetenz: Lernen, wie man lernt
  • Nachdenken über das eigene Denken
  • Wissen über Lernvorgänge und deren Steuerung und Kontrolle
  • Fähigkeiten zur Beobachtung und zur Regulation des eigenen Verhaltens

Unsere konkreten Bildungsziele für die Krippenkinder

Die erste Ablösung von den Eltern in einer liebevollen, sicheren Umgebung.

Erlernen und Einüben der eigenen grobmotorischen Fähigkeiten aus eigenem Antrieb, ohne Eingreifen der Erwachsenen – freie Bewegungsentwicklung (nach Emmi Pikler).

  • Erlernen erster sozialer Kompetenzen außerhalb des Elternhauses durch den Umgang mit Gleichaltrigen.
  • Anerkennen neuer Betreuungspersonen, durch behutsames Kennenlernen – Schritt für Schritt – in der Eingewöhnungsphase, die zusammen mit den Eltern durchlebt wird.
  • Entdecken von ersten Fähigkeiten und Fertigkeiten durch das freie Spielmaterial.
  • Erkennen der eigenen Selbstwirksamkeit durch selbständiges, selbstbestimmtes Handeln und Entscheiden (Was spiel ich, wann und mit wem?) Verantwortung übernehmen für sich und für andere – es entstehen bald die ersten Freundschaften.

Stärkung von Basiskompetenzen

Wir unterstützen die Kinder in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten, mit dem Ziel, zusammen mit den Eltern den Kindern die hierzu notwendigen Basiskompetenzen zu vermitteln. Das anregende Lernumfeld und Lernangebot in unserer Einrichtung trägt dafür Sorge, dass die Kinder Basiskompetenzen entwickeln. Die Struktur unserer Einrichtung ist dabei außergewöhnlich fördernd.

Als Basiskompetenzen zählen „grundlegende Fertigkeiten, die das Kind befähigen, mit anderen Kindern und Erwachsenen zu interagieren und sich mit den Gegebenheiten in seiner Umwelt auseinanderzusetzen“[31]. Unser zentrales Bildungsziel ist es, entsprechend des Bayerischen Erziehungs- und Bildungsplans folgende Basiskompetenzen zu stärken:

  • Personale Kompetenzen
    • Selbstwahrnehmung
    • Motivationale Kompetenzen
    • Kognitive Kompetenzen
    • Physische Kompetenzen
  • Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext
    • Soziale Kompetenzen wie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit
    • Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz
    • Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme
    • Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe
  • Lernmethodische Kompetenz
    • Lernen, wie man lernt
    • Kompetenter Umgang mit Veränderungen und Belastungen
  • Widerstandsfähigkeit: Resilienz, z.B. Problemlösefähigkeit.[32]

Wir stärken diese Basiskompetenzen, indem wir neurobiologische Erkenntnisse (siehe Gerald Hüther) auch für den Erziehungs- und Bildungsbereich auf der organisatorischen Ebene umsetzen und sie in unsere innere Haltung aufnehmen:

  • Durch unsere erzieherische Haltung: „Ich lade das Kind ein, mache ihm Mut und inspiriere das Kind.“ (vgl. 2.3. Unsere pädagogische Haltung, Rolle und Ausrichtung).
  • Durch die Gestaltung der Erfahrungsräume durch persönliche Begeisterung der/s pädagogischen Mitarbeiterin oder Mitarbeiters (vgl. 2.3. Unsere pädagogische Haltung, Rolle und Ausrichtung). Dies gelingt uns aufgrund eines hohen Personalschlüssels, der eine große Auswahl an Bezugspersonen ermöglicht und Raum schafft für Beziehungsqualität.
  • Durch das Stillen der zwei wichtigsten Grundbedürfnisse von Kindern: Zugehörigkeit und Wachstum/Entwicklung.
  • Durch freies Spiel und flexible Strukturen: Die Kinder bewegen sich frei in den unterschiedlichen Spiel- und Erfahrungsräumen im Innen- und Außenbereich sowie im Bereich Mobiler Unternehmungen im Umfeld von Wasserburg
  • Durch die Organisation der Spiel- und Erfahrungsräume als Kleingruppenprozesse: Die Kinder können individuell wählen.

Für die Krippe bedeutet das zusätzlich:

  • Wir sorgen für eine liebevolle, warmherzige Atmosphäre, denn dadurch haben die Kinder Freude am eigenständigen Tun durch Ausprobieren und Erforschen eigener Bewegungs- und Handlungsabläufe.
  • So nehmen die Kinder ihre Selbstwirksamkeit wahr und bekommen alleine und in sozialen Kontakten mit den anderen Kindern und Erwachsenen Interesse am Kennenlernen der Welt.

 

 

Integration des pädagogischen Ansatzes nach Emmi Pikler:

  • Bedeutung der achtsamen und warmherzigen Beziehung zwischen Erwachsenem und Kind.
  • Wenige, vertraute Personen bei der Pflege anhand eines gut durchdachten Dienstplans.
  • Wichtige Rolle von Spontaneität und Freiheit, die das Kind von klein auf anstrebt.
  • Selbständige Bewegungsentwicklung. Kinder werden nicht in eine vom Erwachsenen gewollte Position gebracht, sondern dürfen sich aus eigenem Antrieb entwickeln.[33]

Integration des pädagogischen Ansatzes nach Maria Montessori:

  • „Hilf mir es selbst zu tun!“ – Hilfe zur Selbsthilfe.
  • Freie Wahl des Materials, des Spielpartners und des Spielortes.
  • Die pädagogischen Fachkräfte bemühen sich um eine Balance zwischen sicherer Begleitung und Zurückhaltung, um dem Kind eine möglichst große Eigenständigkeit zu ermöglichen. Das erfordert vor allem eine gute Beobachtung der Kinder, um rechtzeitig zu erkennen, wann Hilfe gebraucht wird und auch wieder die Zurückhaltung, um dem Kind die Chance zu geben, etwas selbst zu schaffen.
  • Auch wenn Streit entsteht ist dieses Verhalten angesagt: Es macht viel Freude, zu beobachten, wie kleine Kinder oft ihren Streit alleine schlichten und welche Lösungen gefunden werden.
  • Unterstützung, wenn der Wortschatz nicht ausreicht und bevor es zu schmerzhaften Handgreiflichkeiten kommt.
  • Bei der freien Wahl gibt es natürlich auch Einschränkungen: So kann das gewünschte Spielmaterial schon von einem anderen Kind genutzt werden. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder das Kind wartet, beschäftigt sich inzwischen mit etwas anderem oder es fragt, ob es mitspielen darf. Manchmal ist es für Kinder das erste Mal, etwas nicht haben zu können und sich mit Gleichaltrigen auseinandersetzen zu müssen.
  • Der pädagogische Mitarbeiter/die pädagogische Mitarbeiterin ist in der Nähe und wartet ab, beobachtet. Sehr oft regeln die Kinder alleine ihre Angelegenheiten, manchmal ist es aber nötig, sie mit verschiedenen Lösungsvorschlägen zu unterstützen.

Inklusion: Vielfalt als Chance

Wir bieten jedem einzelnen Kind vielfältige und entwicklungsangemessene Bildungs- und Erfahrungsmöglichkeiten, um beste Bildungs- und Entwicklungschancen zu gewährleisten, Entwicklungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken sowie zur Inklusion zu befähigen.

Wir legen größten Wert darauf, alle Kinder ganzheitlich zu bilden und zu erziehen und auf deren Integrationsfähigkeit hinzuwirken. Für die Entwicklung der intellektuellen, sozialen, emotionalen, kreativen und motorischen Fähigkeiten des Kindes geben wir Raum und Zeit. Dem Entwicklungsverlauf des Kindes schenken wir besonders hohe Aufmerksamkeit.

Alle Kinder unserer Einrichtung werden unterschiedslos in die Bildungs- und Erziehungsprozesse eingebunden. Jedes Kind wird individuell gefördert. Bildungs- und Erziehungsarbeit im Sinne der Inklusion für beeinträchtigte Kinder ist ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit. Unsere pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen über ein breites Ausbildungsspektrum und berücksichtigen gleichzeitig die Bedürfnisse von Kindern mit Beeinträchtigung in besonderem Maße bei der pädagogischen Arbeit.

Inklusion und Integration beruhen darauf, dass alle Kinder, unabhängig davon, ob sie als „beeinträchtigt“ oder „nicht-beeinträchtigt“ gelten, als Gleiche angesehen werden. Die Anerkennung ihrer menschlichen Würde, ihrer Rechte auf ein selbstbestimmtes Leben und erzieherische Fürsorge, ihr Recht auf Bildung sowie auf gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe und Arbeit stehen ihnen unverbrüchlich zu. In der pädagogischen Praxis hat dies zur Folge, dass alle Kinder die Möglichkeit haben sollten, miteinander zu spielen, zu kooperieren und voneinander zu lernen. In professioneller Hinsicht basiert dieses inklusive Konzept psychoanalytischer Heilpädagogik auf Einigungsvorgängen zwischen den Kindern und den pädagogischen Fachkräften. Dafür ist es notwendig, dass die Fachkräfte eine offene Haltung, die auch die Eltern einbezieht, gegenüber der Eigenaktivität der Kinder, gegenüber der Unterschiedlichkeit ihrer Fähigkeiten und der Ungleichzeitigkeit ihrer Entwicklungen einnehmen, ohne die Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit der Beziehungswünsche der Kinder aus den Augen zu verlieren. In diesem Sinne fördert die gemeinsame Erziehung die wechselseitige soziale Anerkennung und die Verantwortung füreinander.

Mit unserem pädagogischen Ansatz und der besonderen Struktur unserer Einrichtung fördern wir besonders die Integrationsbereitschaft von Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund und/oder Flucht und unterstützen sie bei der Eingewöhnung in ihr neues Lebensumfeld.

Kinder mit Migrationshintergrund finden bei Gänseblümchen optimale Bedingungen zur sprachlichen Integration. Die Anzahl der Kinder aus jeweils dem gleichen Sprachraum liegt im Mittel nicht über drei Kindern. Unser Konzept fördert die Verteilung der Kinder aus gleichem Sprachraum. Die Betonung der Eigeninitiative bei der Spielgestaltung fördert und fordert sprachliche Kommunikation auf Deutsch. Die diverse Mitarbeiterstruktur erlaubt viel Kommunikation mit dem einzelnen Kind und der Kleingruppe. Die sprachliche Integration erfolgt unter diesen Bedingungen ganz natürlich.

Für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund, die über keine oder unzureichende Deutschkenntnisse verfügen, sowie für Kinder mit sonstigem Sprachförderbedarf stellen wir eine besondere Sprachförderung sicher, indem wir den Vorkurs Deutsch anbieten. Unser pädagogisches Personal berücksichtigt die besonderen Bedürfnisse von Kindern mit Sprachförderbedarf bei seiner pädagogischen Arbeit.

In den vergangenen Jahren konnten sich viele Kinder mit nachweislichen Beeinträchtigungen bei uns akklimatisieren und in tragbare Lern- und Gruppenstrukturen integrieren. Sie wechselten zu uns aus „herkömmlichen“ Einrichtungen oder ihre Eltern entschieden sich bewusst für unsere Einrichtung. Für viele Eltern bieten wir die Inklusion, die sie sich für ihr Kind vorstellen. Unser Konzept ist seit Jahren praxiserprobt.

Das verstehen wir unter „Inklusion“ in unserer Einrichtung

Wir begreifen „Inklusion“ nicht als „Beeinträchtigung“ sondern als die Einbeziehung von Vielfalt und Diversität. Vielfalt bedeutet für uns Bereicherung und voneinander lernen. Deswegen ist jedes Kind willkommen. In unserer Einrichtung leben und lernen Kinder mit Beeinträchtigung mit Kindern ohne Beeinträchtigung. Beeinträchtigte Mitarbeiter sind in unser Mitarbeiterteam integriert.

Pädagogik der Vielfalt: Aspekte, die wir mit diesem Begriff verbinden

  • Unsere Pädagogik und das Mitarbeiterteam sind speziell auf die Bedürfnisse von beeinträchtigten Kindern abgestimmt.
  • Inklusion bedeutet für uns auch, dass wir auf eine breite Altersmischung ausgerichtet sind mit geschützten, vielseitigen Betreuungs- und Lernbereichen, für Kinder im Alter von einigen Monaten bis hin zum Vorschulkind.
  • In unserem Fachteam findet auch die “männliche Qualität” des Lebens und Lernens: Die Integration von authentisch-männlichen fachlichem Verhalten in einem typischen Frauenarbeitsfeld ist für uns ein wichtiger Faktor im Kindergartenbereich.
  • Eine vierte Qualität von Inklusion findet sich in der beruflichen Zusammenstellung unseres Mitarbeiterteams. MitarbeiterInnen aus verschiedenen beruflichen Bereichen sorgen für Vielfalt und Anregung in der Einheit des Teams.
  • Ein weiterer Aspekt der Inklusion ist die Vielfalt an Erziehungs- und Bildungsansätzen: Montessori-, Waldorfkindergärten oder der Ansatz der Naturpädagogik der Waldkindergärten werden in ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten unter dem gemeinsamen Dach neuester neurobiologischer Erkenntnisse zur Entwicklung des kindlichen Gehirns vereint.

Das bedeutet für uns inklusive Pädagogik

Kinder mit Beeinträchtigungen „laufen“ oft nicht so „glatt“ im Alltag mit, wie Kinder ohne Beeinträchtigung. Das betrachten wir als Bereicherung für die Gemeinschaft, weil dies eine Herausforderung bedeutet (vgl. Gerald Hüther). Wir sind uns darin einig, dass es wichtig ist, den Kindern mit Liebe und Achtung zu begegnen, um die sich ergebenden Herausforderungen zu bewältigen. Aus der Bewältigung dieser Herausforderung entsteht Wachstum für alle Beteiligten. Das sehen wir als eine wertvolle Lernqualität für das frühkindliche Gehirn und für das Gehirn der pädagogischen MitarbeiterInnen.

Kinder mit Beeinträchtigung benötigen mehr Aufmerksamkeit des Erwachsenen. Um kein Kind zu übersehen und die Umsetzung unseres pädagogischen Konzepts zu gewährleisten, sind die Plätze für Kinder mit Beeinträchtigung begrenzt. Alle Eltern, die sich für unsere Arbeit interessieren, können mit uns einen Besuchstermin vereinbaren, um unsere Arbeit kennen zu lernen. Wir nehmen uns für jede und jeden gerne die nötige Zeit.

2.3. Unsere pädagogische Haltung, Rolle und Ausrichtung

Unser Profil

Wir arbeiten nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Neuropädagogik und setzen diese in allen Aspekten unserer pädagogischen Arbeit um: Von der Struktur unserer Einrichtung über die Gestaltung und Ausstattung der Räume, des Tagesablauf bis zu den pädagogischen Angeboten und unserer pädagogischen Haltung. In diesen Punkten unterscheiden wir uns von allen anderen Regeleinrichtungen im Landkreis Rosenheim:

Wir haben dezentrale Strukturen:

  • ein Haus mit Krippe und Kindergarten
  • viele, unterschiedliche Spiel-, Lern- und Lebensräume (im Innen- und Außenbereich)
  • veränderbare Bewegungsräume durch bewegliche Raumabtrennungen
  • miteinander kooperierende Angebote innerhalb der Einrichtung

Unser Tagesablauf:

  • Gemeinsame Gestaltung des aktuellen Alltags von Erwachsenen und Kindern mit nur wenigen Ritualen.
  • Organisation der Spiel- und Erfahrungsräume sowie Angebote als Kleingruppenprozesse
  • Freies Spiel ohne festgeschriebene Regelwerke

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht:

  • die Einzigartigkeit des Kindes im Lernprozess.
  • Die emotionale Geborgenheit des Kindes im Lernraum
  • die Mitbestimmung des Kindes bei der Gestaltung des Lernweges

Wir sind für die Kinder da:

  • Ein hoher Personalschlüssel gewährleistet das vielfältige Angebot.
  • Die große Auswahl an Bezugspersonen für die Kinder sichert die „Beziehungsqualität Liebe“ (nach Gerald Hüther)

Wir bieten Vielfalt:

  • eine breite Altersmischung der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Kinder mit und ohne Beeinträchtigung spielen und leben miteinander
  • Weibliche und männliche Pädagogen bieten eine Vielfalt an Erfahrungsräumen und Qualitäten im Miteinander

Wir bieten ein umfangreiches pädagogisches Angebot in Kooperation mit Gänseblümchen Wasserburg e.V./Inndustrees:

  • Naturerlebnis und frische Luft: Kinder lernen und entwickeln sich ganzheitlich. Das Spiel und die Bewegung an der frischen Luft sind dabei von ausgesprochener Bedeutung. Unsere Einrichtung bietet den Kindern mit vier unterschiedlichen festen Naturstandplätzen eine Vielfalt auf dem Gebiet der Naturpädagogik: Vom entspannenden Ausblick auf den Inn, über die Pflege und Verantwortung für den Kräuter- und Beerengarten, bis zum Geländefahren mit dem Laufrad und Erkundungsgängen durch kleinere Waldstücke.
  • Lernen durch Bewegung nach Elfriede Hengstenberg
  • Kunst und Kreativität in unserem Kunstatelier oder Holzwerkstatt
  • Musik
  • Anleitung zu einer ausgewogenen Ernährung

Unsere Rolle als Pädagogen

In unserer Rolle als Pädagoginnen und Pädagogen orientieren wir uns an den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Neuropädagogik. Wir verstehen uns als Beobachter, Begleiter, selten als Impulsgeber. Wir sorgen für einen sicheren Rahmen, der Geborgenheit vermittelt und für Freiräume, damit die Kinder ihrer Neugier nachgehen können.

  • Als pädagogische Fachkräfte halten wir uns im Hintergrund. Wir beobachten, sind achtsam, präsent, reagieren, wenn ein Kind oder eine Gruppe etwas braucht. Das heißt, wir hören zu, trösten, lachen mit, stellen Wissen zur Verfügung, sorgen für die Einhaltung der Regeln, sind Partner beim Kartenspiel, sorgen für aktuelles Material, zeigen einem Kind den Umgang mit besonderen Materialien, animieren durch Vorbild zum Aufräumen und vieles mehr. Ein wichtiger Grundsatz ist dabei immer der liebe- und respektvolle Umgang mit jedem einzelnen Kind und die Fähigkeit der Empathie für Nähe und Abstand zum Kind.
  • Wir gestalten Erfahrungsräume für Kinder. Es kann kein Zuviel an Einladungen, Mut machen und Inspirationen für Kinder geben. Aber: Was offiziell unter „Bildungsangeboten“ verstanden wird, ist alles zu viel, wenn es nicht so beschaffen ist, dass es das Kind einlädt, sich aus sich selbst heraus mit etwas zu beschäftigen. Deshalb ist es nicht unsere Aufgabe, Kinder zu bilden, sondern Erfahrungsräume zu gestalten, damit in diesen Erfahrungsräumen Bildung stattfinden kann.
  • Als pädagogische MitarbeiterInnen wollen wir das Entstehen von Unruhe im kindlichen Gehirn vermeiden. Diese entsteht, wenn Kinder ihre wichtigsten Bedürfnisse „Dazugehören“ und „Wachsen“ nicht stillen können. Das Kind, das nicht dazugehören darf, leidet nicht nur psychisch, sondern im Gehirn werden die gleichen „Schmerzmuster“ aktiviert wie bei körperlichen Schmerzen. Das Gleiche gilt für Kinder, die keine Gelegenheit bekommen, zu zeigen, was sie können.
  • Die Begeisterung ist für das Lernen und die Entwicklung des kindlichen Gehirns entscheidend. Unter dem Aspekt der Früherziehung ist heute bewiesen, dass das Gehirn so wird, wie man es mit Begeisterung Damit wird im gesamten Bereich der Beziehung zwischen Menschen der Faktor Begeisterungsfähigkeit bedeutungsvoll.

Unsere Haltung als Pädagogen

  • Als pädagogische MitarbeiterInnen können wir das kindliche Gehirn in seiner Entwicklung unterstützen, indem wir es schaffen, dass sich das Kind angenommen und zugehörig fühlt. Und indem wir dem Kind vermitteln können, dass es in eine Welt hineinwächst, in der es all seine Potentiale entfalten darf.
  • Kinder bringen die Begeisterung für das Entdecken und Gestalten mit. Wir müssen darauf achten, dass diese Begeisterung nicht verschwindet. Dazu gehört eine bestimmte Haltung: „Ich lade das Kind ein, mache ihm Mut und inspiriere das Kind.“ Was man selbst nicht besitzt, das kann man auch nicht weitergeben.
  • Der wichtigste Erfahrungsraum ist die Bindung, die der Erwachsene zu dem Kind hat: Als Erwachsene/r kann das Kind für etwas begeistern – aber nur dann, wenn ich selber begeistert bin von dem, was ich an das Kind weitergeben möchte und – ganz entscheidend – wenn ich auch selbst vom Kind begeistert bin.
  • Aus der neurobiologischen Perspektive gibt es nur eine Art von Bindung, die Kindern hilft, ihre Potentiale zu entfalten. Sie heißt Liebe. In dieser Bindung gibt man dem anderen das Gefühl, er gehöre bedingungslos dazu, ist so, wie er ist, vorbehaltlos angenommen. Gleichzeitig wünscht man sich nichts mehr, als dass er alle Gelegenheiten dieser Welt findet, über sich hinauszuwachsen und sein Potential zu entfalten. Nur dort, wo ein Kind spürt, dass es so, wie es ist, angenommen wird und sich gleichzeitig der Erwachsene nichts mehr wünscht, als dass es seine eigenen Kräfte entfaltet, dort ist die Beziehung Liebe. Diese Liebe brauchen Kinder mehr als alles andere.
  • Das Gehirn strukturiert sich anhand der Erfahrungen, die man macht und durch das Meistern von Herausforderungen. Grenzen, die pädagogische MitarbeiterInnen setzen, sind Herausforderungen für das Kind, einen Weg zu suchen, wie man trotz der Grenze in Beziehung bleibt und vielleicht auch Wege findet, über diese Grenze hinweg zu steigen.
  • Kinder können von Herausforderungen nur profitieren, wenn sie diese auch bewältigen können. Deshalb muss man immer sehr genau darauf achten, dass man altersgerecht die Probleme gerade groß genug macht, dass das Kind sie auch lösen kann. Dafür gibt es eine optimale Lösung: Das freie Spiel. Wenn man sich Kinder im freien Spiel ansieht, legen sie die Latte der Anforderungen an sich selbst immer etwas höher als das, was sie gerade schon können. Dann kann das nicht passieren, was sehr häufig im Kindergarten und in der Schule passiert: Dass jemand Fremdes die Messlatte hinlegt. Für ein Drittel der Kinder liegt sie dann oft zu hoch, für ein Drittel liegt sie zu niedrig und das letzte Drittel kann nichts lernen, weil zwei Drittel mit der Aufgabe nichts anfangen können und Krach machen.
  • Kinder unterscheiden sehr genau die Persönlichkeiten ihrer Bezugspersonen. Das schaffen Babys schon im Kontakt mit Mutter und Vater. Nur im Groben entscheiden alle Mitarbeiter gleich. In der direkten Bezugssituation hat jeder seine persönlichen Toleranzen. Das sind positive Herausforderungen für Kinder, die alle Kinder meisterlich ausprobieren. Das ist anstrengend für die Erwachsenen und fordert die pädagogischen MitarbeiterInnen in ihrer Persönlichkeit. Genau diese Persönlichkeit der pädagogischen MitarbeiterInnen ist nach Gerald Hüther entscheidend für die Beziehungsgestaltung und die Entwicklung des frühkindlichen Gehirns.

 

3 Übergänge des Kindes im Bildungsverlauf – kooperative Gestaltung und Begleitung

3.1 Der Übergang in unsere Einrichtung – Eingewöhnung und Beziehungsaufbau

Für Kinder und Eltern ist die erste Zeit in der Tageseinrichtung oft mit starken Gefühlen, wie Unsicherheit und Angst verbunden. Es strömen viele neue Eindrücke auf das Kind ein und es muss sich in seiner neuen Umgebung zurechtfinden.

Übergänge sind Veränderungen – fachsprachlich „Transitionen“ genannt: Dieser Begriff beschreibt „ … komplexe Veränderungsprozesse, die der Einzelne in der Auseinandersetzung mit seiner sozialen Umwelt durchläuft. Es sind Lebensphasen, die von hohen Anforderungen, Veränderungen der Lebensumwelten und einer Änderung der Identität geprägt sind und mit einer Häufung von Belastungsfaktoren einhergehen.“[34]

Wir vertreten in unserer Einrichtung den Transitionsansatz wie im BayBEP beschrieben: „Der Transitionsansatz rückt die Herausforderung und damit die motivierende Seite von Anforderungen in den Blick, (…). Statt um Belastungsreaktion geht es um Lernprozesse und Kompetenzgewinn. Statt der Anpassung an Strukturen und Bedingungen steht die Entwicklung über die Lebensspanne hinweg im Vordergrund – bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen.“[35]

Damit der Übergang in unsere Einrichtung leichter gelingt:

  • Bieten wir die Möglichkeit an, unsere Einrichtung zu besuchen, damit Eltern mit ihrem Kind unsere Räume, unseren Alltag und unsere pädagogischen Fachkräfte kennen lernen können.
  • Bei dieser Gelegenheit stellen wir die Räumlichkeiten vor und informieren wir die Eltern über unser pädagogisches Konzept. Dabei erhalten auch wir Informationen über das Kind und seine Familie, damit wir auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes eingehen und ihm den Übergang in die Einrichtung erleichtern können.
  • Gestalten wir die Eingewöhnungsphase für das Kind individuell nach seinen Bedürfnissen. Die Aufenthaltsdauer in unserer Einrichtung kann in den ersten Tagen oder Wochen langsam gesteigert werden.
  • Planen wir die Präsenz von Eltern im Tagesablauf ein, auch während langer Eingewöhnungsphasen: Wenn Eltern gemeinsam mit ihrem Kind den Krippen- bzw. Kindergarten-Alltag erleben, erlangen sie Vertrauen in uns und in unsere pädagogische Arbeit. Das ist uns wichtig. Diese Präsenz von Eltern, die besondere Aufmerksamkeit braucht, berücksichtigen wir in der Personalplanung.
  • Gestalten wir den Beziehungsaufbau individuell: Krippenkinder lernen ihre pädagogische Mitarbeiterin für die Eingewöhnungsphase kennen. Kindergartenkinder finden eine große Auswahl an Bezugspersonen vor und können ihre persönliche „Hitliste“ der Bezugspersonen selbst gestalten.

Eingewöhnung in die Kinderkrippe

Um ein gesundes Vertrauensverhältnis zwischen dem Kind, den Eltern und der pädagogischen Mitarbeiter aufbauen zu können, beginnt der Aufenthalt des Kindes in der Krippe mit einer gemeinsam geplanten Eingewöhnungsphase: Für diesen Start in die Krippe müssen grundsätzlich ein Monat eingeplant werden um individuell auf die Bedürfnisse jedes Kindes berücksichtigen zu können. Die Abtrennung wird nach dem Münchener Modell gestaltet: Hier sind die Interaktion zwischen Eltern und Mitarbeiter maßgeblich.

Das Kind soll mindestens eine Woche in Begleitung einer Bezugsperson – Vater oder Mutter, je nach familiärer Situation kann es auch die Oma, der Opa oder eine andere enge Bezugsperson sein – in der Gruppe betreut werden. Dabei soll die Eingewöhnungskraft immer in der Nähe sein, durch Gespräche und Handlungen eine gute, vertrauensvolle Basis für die spätere Betreuung aufbauen.

Wenn das Kind daran gewöhnt ist, öfter bei der Oma, dem Opa, einer Tante oder Nachbarn zu sein, kann es ihm leichter fallen, die Bezugsperson gehen zu lassen. Wenn nicht, braucht es eine langsamere Abtrennungsphase. Dies erfordert eine hohe Sensibilität bei den Erwachsenen. Dabei beachten wir das Verhalten jedes einzelnen Kindes ganz genau, denn jedes Kind ist anders.

Ein sehr wichtiger Aspekt bei dieser gemeinsamen Eingewöhnungszeit ist, dass die Eltern oder andere Bezugspersonen das Geschehen und die Personen in der Krippengruppe kennen lernen und Vertrauen erlangen, dass ihr Kind in guten Händen ist.[36]

3.2 Interne Übergänge in unserer Einrichtung

Unser Konzept macht den Übergang vom Krippen- zum Kindergartenkind fließend. Der „Nestcharakter“ und der „Familiengruppencharakter“ unseres Ansatzes fördern Berührung zwischen beiden Bereichen. Das ist bedeutend für Kleinkinder und Kindergartenkinder. Manchmal retardieren ältere Kinder für eine Weile und genießen den „Nestcharakter“ in der Kinderkrippe im Obergeschoss. Gleichzeitig wagen sich Krippenkinder zu Kurzbesuchen in den Kindergartenbereich.

Durch die gemeinsame Nutzung der Außenflächen und des Gartens rund um die Einrichtung gibt es täglich zahlreiche Begegnungsmöglichkeiten.

Alle pädagogischen Fachkräfte im Haus arbeiten zusammen. Für das Kind spielt es keine Rolle, ob es formal vom „Krippenkind“ zum „Kindergartenkind“ wird. Es kennt die MitarbeiterInnen und auch das Haus bleibt das Gleiche. Im alltäglichen Leben kooperieren die verschiedenen Angebote miteinander.

Übergänge werden bei der Eingewöhnung in die Krippe in Anlehnung an das „Münchner Modell“ und an das „Berliner Modell“ gemacht. Bei der Eingewöhnung in den Kindergarten orientieren wir uns ebenfalls an diesen Modellen.

Der Übergang von der Krippe in den Kindergarten gestaltet sich ganz individuell. In der Regel gewöhnen sich die Kinder im Sommer vor dem Wechsel im September selber durch sporadische Teilhabe am Kindergartengeschehen ein. Wer sich im September noch schwer aus der Krippe lösen will, startet weiterhin in der Krippe den Tag und kommt tagsüber mit steigender Tendenz in den gemeinsam mit einer vertrauten Bezugsperson aus der Krippe zu Besuch in den Kindergarten. Diese Variante kommt ausgesprochen selten vor. Wir folgen in dieser Phase Maria Montessori: „Vertraue auf das Kind“. Die Kinder können die Übergänge aktiv mitgestalten und bekommen dafür Zeit und Raum. Wir berichten den Eltern darüber.

3.3 Der Übergang in den Kindergarten/die Schule – Vorbereitung und Abschied

Wir bereiten Kinder, deren Einschulung ansteht, auf diesen Übergang vor und begleiten sie dabei.

Im Rahmen unseres eigenständigen Bildungs- und Erziehungsauftrags arbeiten wir mit der Grund- und Förderschule Wasserburg zusammen und sind genau über die Anforderungen an Kinder bei der Einschulung informiert. Diese Anforderungen berücksichtigen wir bei der Förderung und Entwicklung der Kinder.

Um die Schulfähigkeit der Kinder einschätzen zu können orientieren wir uns an der Entwicklungstabelle nach Beller sowie die Entwicklungsbögen seldak, sismik und perik des Deutschen Jugendinstitutes IFP München. Anhand fachlicher Parameter beurteilen wir die soziale, kognitive und körperliche Reife.

Zu den „schulrelevanten Kompetenzen“ zählen wir die kognitiven Kompetenzen. Daneben ist uns die soziale Kompetenz sehr wichtig. Auch die emotionale Reife spielt eine Rolle.

Am Ende der Kindergartenzeit beschäftigen sich viele Eltern intensiv mit der Frage, wie sie ihre Kinder möglichst gut auf den Schulbeginn vorbereiten können. Wir beobachten und begleiten die Entwicklung des Kindes vom ersten Tag an. Entwicklungsrückstände fallen uns auf und werden gezielt mit z.B. feinmotorischen Übungen oder Montessori-Material gefördert. Unsere Sprachförderung fließt kaum spürbar für die Kinder in die Alltagssituationen und Spielsituationen der Kinder ein. Dadurch erreichen wir eine hohe innere emotionale Beteiligung der Kinder.

Im letzten halben Jahr vor der Einschulung führen wir, auf besonderen Wunsch von Eltern, eine Wissensdokumentation anhand des Vorschulheftes „Wunderfitz, Das Vorschulheft für selbständige Kinder, Verlag Herder“ durch.

Die Kinder bei Gänseblümchen haben genügend Freizeit, um Beziehungen mit anderen Kindern im Wohnumfeld zu pflegen. Für die Beständigkeit der Freundschaften im Wohnumfeld gibt es – wie überall – keine Garantie. Auch bei späteren Klassenwechsel, Neueinteilungen in andere Schulhäuser, Stundenplanänderungen oder Wohnortswechsel verliert oder gewinnt ein Kind Freundinnen und Freunde. Glücklicherweise zeigt unsere Erfahrung, dass die meisten Kinder schnell und gut mit diesen Situationen fertig werden. Auch zeigt sich, dass Kinder in einem altersgemischten Kindergarten mit respektvollem Umgang einen hohen Sozialisationsgrad entwickeln.

Kooperation mit der Schule

Unsere pädagogischen Fachkräfte und die Lehrkräfte an den Schulen pflegen seit mehreren Jahren eine gute Zusammenarbeit. Mit den Vorschulkindern unternehmen wir im letzten Kindergartenjahr regelmäßige Schulbesuche. Es finden ein Austausch und eine Anpassung der pädagogischen Arbeit und der pädagogischen Konzepte statt.

Wir führen den Vorkurs Deutsch 240 für Kinder mit zusätzlichem sprachlichem Unterstützungsbedarf durch, den wir gemeinsam mit der Grundschule Wasserburg realisieren. Unsere Bildungsarbeit erfolgt in der Regel in Klein- und Kleinstgruppen, wie auch in Einzelangeboten.

Konzeptionell-methodische Gänseblümchen-Vorgaben zur Durchführung des Kurses:

Alle Angebote orientieren sich an der aktuellen realen Bedürfnis- und Spielsituation der Kinder. Die demokratische Erziehungs- und Bildungsarbeit nach Freinet räumt den Kindern ein starkes Mitbestimmungsrecht bei allen Aktionen ein. Hirn-organisch gesehen ist das der Garant für optimales Lernen.

Abschiednehmen

Der Abschied von unserer Einrichtung wird immer wieder bei den jeweiligen Kindern und ihren Eltern thematisiert. Die Gestaltung des Abschieds wird gemeinsam besprochen und begleitet. Dabei bringen Kinder und Eltern eigene Ideen ein, die wir gemeinsam umsetzen.

Soweit Krippenkinder von sich aus noch keine Erkundungsgänge in den Kindergarten gewagt haben, werden sie von einer/m pädagogischen MitarbeiterIn aus dem Kindergarten regelmäßig zu einem Besuch eingeladen und begleitet. Durch die Regelmäßigkeit entsteht eine Art Ritualbildung.

Eltern erhalten innerhalb der letzten vier Wochen, die ihre Kinder in der Krippe oder im Kindergarten verbringen, das Portfolio ihres Kindes persönlich überreicht. Eltern und Kind bekommen die Gelegenheit, den Ordner gemeinsam in unserer Einrichtung anzuschauen und sich zu erinnern oder an eine/n pädagogischen MitarbeiterIn Fragen zu stellen.

Für jedes Kindergartenkind gibt es einen offiziellen „Rauswurf“: Das Kind setzt sich auf die Unterarme von zwei pädagogischen Mitarbeitenden, die ihre Arme zu einer Art Schaukel verschränkt haben: Auf „drei“ wird das Kind in die Arme eines Elternteils geschaukelt oder mit etwas mehr Schwung gerne auch mal geworfen.

4. Pädagogik der Vielfalt – Organisation und Moderation von Bildungsprozessen

4.1. Differenzierte Lernumgebungen

Wir bieten in unserer Einrichtung jedem einzelnen Kind vielfältige und entwicklungsangemessene Bildungs- und Erfahrungsmöglichkeiten, um beste Bildungs- und Entwicklungschancen zu gewährleisten, Entwicklungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken sowie zur Integration zu befähigen. Eine angemessene Bildung, Erziehung und Betreuung stellen wir durch eine Vielzahl an pädagogischen Fachkräften und Betreuungspersonen sicher.

Besonders wichtig ist uns die Anpassung des Raum-, Ausstattungs- und Hygienekonzeptes an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder hinsichtlich der breiten Altersmischung in unserem Haus: Die Räume im Obergeschoss sind auf die Bedürfnisse der Kleinkinder ausgerichtet; die im Erdgeschoss beziehen sich mit ihrem Angebot auf die älteren Kinder. Die Teilung des Hauses in Erd- und Obergeschoss gibt vor allem Kleinkindern Orientierung und gliedert das Geschehen zusätzlich.

Unsere Einrichtung hat flexible Strukturen. Den Kindern steht in Krippe und Kindergarten eine Fülle unterschiedlichster Spiel- und Erfahrungsräume im Innen- und Außenbereich sowie im Rahmen von Ausflügen und Unternehmungen zur Verfügung. Die Lernumgebung und Ausstattung ist beweglich und flexibel gestaltet.

Wir bieten in unserer Einrichtung – Krippe wie Kindergarten – freies Spiel an: Die Kinder bewegen sich frei in den unterschiedlichen Spiel- und Erfahrungsräumen im Innen- und Außenbereich sowie im Bereich Mobiler Unternehmungen im Umkreis von Wasserburg in Begleitung von pädagogischen Fachkräften.

4.1.1 In unserem Kindergarten

Arbeits- und Gruppenorganisation

Unsere Einrichtung bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Spiel- und Erfahrungsräumen im Innen- und Außenbereich. Alle Spiel- und Erfahrungsräume sowie Angebote sind als Kleingruppenprozesse mit individueller Wahlfreiheit der Kinder organisiert. Die Größe der Kleingruppen wird durch Absprache der pädagogischen Fachkräfte untereinander geringfügig gesteuert, damit die Kraft und Aufmerksamkeit der pädagogischen Fachkräfte jeweils gegeben ist.

Den jeweiligen Alltag gestalten Erwachsene und Kinder gemeinsam. Dabei gibt es nur wenige Rituale. Die Tages- und Kleingruppenplanung und die des freien Spiels bedeutet auch für das Team täglich eine Herausforderung, denn jeder ist in seiner Persönlichkeit gefragt. Dank des hohen Personalschlüssels können wir diese Vielfalt an Spiel- und Erfahrungsräumen anbieten. Gleichzeitig haben die Kinder eine große Auswahl an Bezugspersonen.

Raumkonzept

Unser Kindergarten befindet sich im barrierefreien Erdgeschoss. Über die Eingangstüre gelangt man in den Flur mit den Garderobenflächen. Diese sind bewusst eng gehalten, um mehr Spielfläche zur Verfügung zu haben. Auf der linken Seite des Flures befindet sich der altersgemäß ausgestattete Sanitärraum mit Toiletten und Waschbecken für Kinder wie Erwachsene. Am Ende des Flures ist die Küche für pädagogisches Kochen und ein Brotzeitraum, bzw. ein Essbereich.

Unser Raumkonzept ist flexibel und bietet den Kindern ausreichend Platz für Bewegung, vielfältige individuelle Lernprozesse, Rückzug und Geborgenheit zugleich: Das setzen wir mit Hilfe eines beweglichen Raumteilers um, der es erlaubt, die Räume immer wieder umgestalten und neu arrangieren. Auch die Ausstattung und Nutzung der Räume sind veränderbar und werden von den Kindern im Dialog mit den pädagogischen Fachkräften mitgestaltet. Der Rahmen bleibt vertraut, Gestaltung und Nutzung der Räume sind gleichzeitig veränderbar. Dadurch bleibt das Spiel spannend, Interesse und Neugierde werden geweckt, Entdecken und Entfalten wird gefördert.

Weitere Räume sind als Rückzugsräume für gelenkte Beschäftigungen mit spezifischen Erfahrungs- und Lernangeboten gestalte etwa als Mal- und Bastelecken, als Montessori-Raum, Bauecke oder Puppenzimmer gestaltet.

Das vielseitige Raumangebot bietet den Kindern zudem Gelegenheit, sich zu verteilen und in Neigungsgruppen zu spielen. Das vermittelt beim Spiel einen familiären Eindruck, entspannt und vermeidet Reibung durch ein Zuviel an Nähe oder einem Gefühl von Enge.

Der Außenbereich mit Garten: Um das Gebäude herum befindet sich der Außenbereich mit weiteren Spielräumen auch im naturnah gestalteten Garten. Hier ist ein großer Unterstand oder Schuppen mit Spielmöglichkeiten, besonders an Regentagen. Dort können die Kinder an der frischen Luft spielen, ohne nass zu werden.

Große, gruppierte Steine laden zum Spiel ein. Der mit Kiesel gedeckte Parkplatz wird außerhalb der Bring- und Holzeiten abgesperrt und bietet vor allem an sonnigen Tagen Platz für Spiel. Es gibt auch einen Bauwagen. Er ist Ausstellungsort für das kreative Schaffen der Kinder und Rückzugsort. Oft kommen die Kinder und wir mit vorbeigehenden Passanten ins Gespräch, z. B. beim Malen mit Staffeleien auf dem Vorplatz. Dort gibt es eine Steinformation unter dem alten Walnussbaum als weiteren Spielort. Neben dem Vorplatz befindet sich unser Kräuter- und Beerengarten.

Unser Abenteuergarten: Etwa 500 Meter vom Haus entfernt haben wir auf einem Hangplateau am Inn einen Abenteuergarten für die Kinder eingerichtet. Weitere Bauwagenstellplätze für unser Wald-Spielmobil an nahegelegenem Wäldchen bieten einen passenden Rahmen, um verschiedene Anregungen aus der Waldkindergartenpädagogik, umzusetzen, ohne dabei die Kinder den extremen Bedingungen ausschließlicher Waldkindergärten auszusetzen.

Ausflüge in die Umgebung bieten weitere Spiel- und Erfahrungsräume: Ausflüge in die nähere Umgebung in den Wald, zur örtlichen Polizeidienststelle, Wochenmarkt oder Einzelhandel, ins Kieswerk und viele mehr gehören in unserer Einrichtung zum Standard.

Materialvielfalt

Unsere Ausstattung und Spielmaterial sind bewusst einfach und möglichst unspezifisch gehalten. Das fördert die Fantasie und Initiativkraft der Kinder. Wir stellen aber auch Konstruktionsmaterialien zur Verfügung.

Viele Materialien stammen bewusst aus dem üblichen Haushaltsbedarf (Schüsseln, Messbecher, Töpfe, Taschen), Baumarkt (Besen, Schaufeln …) oder aus der Natur. Das bringt viele Formen, Farben und Funktionen ins Spiel. Matten, Stühle, Tücher, Decken und Kissen stehen den Kindern zur Verfügung.

Im Kindergarten wird das Spielen und Lernen auf Fußbodenebene betont: Es gibt Materialien zum Bau von Bewegungsbaustellen nach den Vorgaben des ganzheitlichen motopädischen Ansatzes von Elfriede Hengstenberg.[37] Die Fall- und Sicherheitsbestimmungen werden eingehalten.

Die Kinder finden Holzstäbe, Würfel, Ringe, Kugeln, Bälle, Tücher vor – Gegenstände, mit denen Mimi Scheiblauer[38] in ihrer Rhythmik gearbeitet hat. Diese einfachen Dinge wirken im Besonderen auf die Bildbarkeit von Kindern zurück. Auch ohne Durchführung einer rhythmischen Übung geht von diesen einfachen Formen und Eigenschaften der Gegenstände eine Faszination auf die Kinder über. Wir beobachten, dass sie die Kinder täglich für ihre Beschäftigungen verwenden.

Manche Bauklötze sind aus unbehandelten, glatten Hartholzabfällen vom Schreiner. Braucht ein Kind gleiche Bausteine zum Bauen, muss es erst sortieren und vergleichen, schult sich also in Größen- und Formwahrnehmung.

Qualitativ hochwertiges, kostenfreies Mal-, Bastel- und Werkmaterial in Malecken und im Atelier ermutigen zur Initiative nach dem Motto: „Was ich brauche, mache ich mir selber“.

Wir stellen Konstruktionsmaterialien wie Kappla-Holzbausteine und Lego. Puppenecke, Montessori-Materialien, Tischtheater, einige Spiele, Musik- und Rhythmikmaterialien und als spezifischere Spiel- und Lernmaterialien ein Experimentier- und Technikbaukasten zur Verfügung.

Der Garten bietet Naturmaterial, Sand und Wasser und eine Bewegungsbaustelle aus wechselnden kostenfreien Materialien. Fallschutz- und Sicherheitsbestimmungen werden beachtet. Die Erziehungswissenschaft beschreibt mittlerweile den Wert von sogenannten Brachflächen für das kindliche Spiel. Deswegen ist im alles beweglich und gestaltbar. Es gibt keine festen Spielgeräte, nur Bewegungsbaustellen aus verschiedensten Materialien. Es gibt gepflasterte Flächen, zum Beispiel, um mit dem Bobbycar zu fahren. Der Vorplatz bietet Raum für Aktionen, wie Malen auf Staffeleien, Planschbecken im Sommer oder Bau einer Bobbahn im Winter. Lauschig ist auch Bilderbuchvorlesen unter dem Walnussbaum. Im Beeren- und Kräutergarten ist der Zutritt nur als gelenkte Beschäftigung möglich, damit die Kräuter und Früchte nicht zu früh geerntet werden.

4.1.2 In unserer Krippe

Arbeits- und Gruppenorganisation

Die Gruppe besteht aus maximal zehn Kindern im Alter von 1 – 3 Jahren und wird integrativ geführt. Wir streben nach einer ausgewogenen Altersstruktur und Geschlechtermischung.

Die Kinder werden während der gesamten Öffnungszeit von zwei pädagogischen MitarbeiterInnen betreut. In der Kernzeit kommen eine Kinderpflegerin und eine weitere Fachkraft hinzu. So ist es uns möglich, in aktiver, aber zurückhaltender Aufmerksamkeit an den verschiedenen Spielorten bei den Kindern zu sein.

In den grundlegenden Aussagen richtet sich die Arbeit in der Gruppe der Unter-Dreijährigen nach dem Gesamtkonzept des Kindergartens aus. Ebenso haben wir in der pädagogischen Arbeit den Ansatz von Emmi Pickler aufgenommen.

Raumkonzept

Unsere Kinderkrippe befindet sich im Obergeschoss. Sie ist nur über eine Außentreppe erreichbar und dadurch vom Kindergarten abgetrennt, gleichzeitig aber, mit ein wenig Mühe, für jedes Kind erreichbar. Dieser Bereich wurde 2006 eröffnet und umfasst vier Räume. In unser Raumkonzept haben wir die Empfehlungen von Emmi Pickler bezüglich der individuellen Tagesrhythmen umgesetzt.

Die Anordnung der Räume entspricht einer Vierzimmer-Wohnung und vermittelt ein familiäres, kuscheliges Gefühl. Das ist für Kinder unter drei Jahren von großer Bedeutung. Wir stellen durch ruhige Bewegungen und leisen Tonfall eine angenehme, entspannte Atmosphäre her.

Über die Eingangstür betritt man einen ca. fünf Meter langen und einen Meter breiten Flur, von dem links und rechts die verschiedenen Zimmer abgehen. Dieser Flur dient den Kindern auch für die ersten Laufübungen als sogenannte „Rennbahn“.

Auf der linken Seite des Eingangs ist das Bad mit Waschbecken, Dusche, Badewanne und einer Toilette, die mit rutschfesten Podesten für die Kinder zugänglich gemacht wurden. Hier befindet sich auch die Wickelkommode mit mehreren Schubladen, jeweils als „Windelfach“ für jedes Kind und einer Leiter zum eigenständigen Draufsteigen. Wenn die Kinder etwas älter werden finden sie es meist angenehmer, im Stehen gewickelt zu werden. Hierfür sind am Rand des Wickeltisches Stäbe zum Festhalten angebracht.[39] Hier beginnt bereits die Selbständigkeit!

Gegenüber des Badezimmers ist der Bewegungsraum mit verschiedenen Turnmatten, eine Hängematte, einer Schaukel, einer großen Rutsche, kleinen stapelbaren Stühlchen zum Klettern oder Herunterspringen. Alles kann nach den Bedürfnissen der Kinder auch umgebaut werden. Schon die Kleinsten können hier ihre ersten Versuche machen und z. B. auf die 30 cm hohe Turnmatte klettern. Die Kinder dürfen alles ausprobieren, was sie sich selbst zutrauen. Hilfestellung von den Erwachsenen gibt es natürlich in „Notfällen“.

An den Bewegungsraum schließt das Schlafzimmer an: Hier stehen ein Holzgitterbettchen, zwei Reisebettchen und eine Matratze auf dem Boden zur Verfügung. Wenn ein Kind beim Spielen oder Kuscheln mit der pädagogischen Mitarbeiterin einschläft, haben wir zusätzliche Decken und Kissen, um einen weiteren Schlafplatz einzurichten.

Auf der anderen Seite des Flurs befindet sich ein – meist ruhiges – Spielzimmer. Hier gibt es eine Matte als Couch mit Decken und Kissen, Puppen, eine Rollenspielkiste, eine Kiste mit Tüchern, eine mit verschiedenen Stofftieren und eine Bücherkiste. All das regt die Kinder zu kreativen Spielideen an und dient auch der Sprachförderung.

Am Ende des Flurs gelangt man in den Küchen- und Essbereich: Auf der rechten Seite ist ein weiterer Spiel- und Bastel-Malbereich, an den sich auch ein Balkon anschließt (als Privatwohnung wären das wohl Küche und Wohnzimmer). In diesen Bereich gelangt man durch eine Tür, die meistens geöffnet ist, bei Ruhebedürfnis von „Schlafkinder“ Ruhe aber geschlossen wird.

Der Küchenbereich ist mit einem Brotzeittisch für 6 Kinder und ebenso vielen Stühlen ausgestattet. Zusätzlich stehen zwei Essbänkchen für die ca. eineinhalb- bis zweieinhalb-jährigen Kinder zur Verfügung. Sie sollen durch ihre Größe und Bauweise den Kindern in diesem Alter ermöglichen, gut am Tisch zu sitzen und selbständig essen zu können („Von der Flasche bis zum selbständigen Essen“ aus: „Miteinander vertraut werden“ nach E. Pikler)[40].

Ein weiterer Tisch im Küchenbereich ist als Arbeitstisch gedacht. Dort können die Kinder beim gemeinsamen Kochen oder Backen tätig sein. Auch die „Übungen des täglichen Lebens“ (nach Maria Montessori) können dort durchgeführt werden. Bei uns dürfen die Kinder zu jeder Zeit Brotzeit machen bzw. sprechen wir das je nach Bedürfnis des Kindes mit den Eltern ab. Zu besonderen Anlässen z. B. Geburtstagsfeier oder andere Feiern und wenn wir zusammen gekocht haben, stellen wir den Brotzeittisch so um, dass alle Kinder zusammen dran sitzen können und haben eine große Tafel. Dies gefällt den Kindern sehr gut und fördert das Gemeinschaftsgefühl, so dass wie darauf achten, dass wir jede Woche mindestens einmal so eine schöne gemeinsame Essrunde zustande bringen.

Materialvielfalt

Im Spiel- und Bastelbereich gibt es eine Ecke mit Maltisch mit Buntstiften, Scheren, verschiedenen Papiersorten und Kleister oder Klebstreifen. So können sich auch die jungen Kinder früh an den verschiedenen Materialien ausprobieren. Unter guter Beobachtung dürfen sie auch mit den Scheren hantieren und erzielen oft schon erstaunlich früh die ersten Schneideerfolge. Das Kleben mit Pinsel und Kleister gibt den Kindern intensive sinnliche und schöpferische Kunsterfahrungen. (Zum Malen mit Wasserfarben und anderen ausladenden kreativen Beschäftigungen steht natürlich auch unseren Kindern unter 3 Jahren die gemeinsame Werkstatt zur Verfügung.) Es finden sich in diesem Bereich auch Kisten mit verschiedenen Materialien, das den Spielideen freien Lauf lässt:

  • Eine Kiste mit Schöpflöffeln, Schneebesen, verschieden großen Schüsseln, Bechern, usw..
  • Eine weitere mit Holzringen und Kastanien zum Schöpfen, Einfüllen, auf große Holzstäbe auffädeln.
  • Eine Kiste mit Bauklötzen und kleinen Holzfahrzeugen und
  • eine Kiste eine mit Bällen, die verschieden groß sind, unterschiedlich weich oder fest, und verschiedene Oberflächen haben.

Dieses unterschiedliche Material bringt eine Vielfalt von sensorischen, also die Sinne betreffenden Lernerfahrungen. Ein Ball ist aus weichem Frottee mit einem Glöckchen in der Mitte, ein anderer ist aus kühlerem Plastik, aber doch weich, leicht zum Drücken, vielleicht schon mal zum selbst Werfen und Auffangen, wieder ein anderer ist mit Noppen versehen. Zusätzlich wird mit dem Material die Feinmotorik gefördert. Dies geschieht zum Beispiel beim Greifen der Kastanien oder Vorhangringe mit der Spaghettizange oder beim Schöpfen derselben mit der Suppenkelle.

In einem offenen Regal stehen den Kindern einfache Musikinstrumente zur freien Verfügung. So können sie ihre musikalische Neigung entdecken und ausleben. Da wir in gemeinsamen Morgenkreisen viel singen und musizieren, wiederholen sie gerne die dort gelernten Lieder.

Der Flur im Obergeschoss spielt für die Laufanfänger eine wichtige Rolle, denn er bietet eine gute Strecke zum Üben. Für die größeren Kinder wird er gerne als Rennstrecke für das Fahren mit Dreirad oder Bobbycar genutzt.

Bewegung und freies Spiel im Garten: Wird der Bewegungsdrang zu groß, dürfen die Kinder jederzeit auf eigenen Wunsch in den Garten gehen. Diesen Wunsch signalisieren auch schon die Kleinsten oft, indem sie an ihrem Garderobenplatz an ihre Jacke zupfen, bzw. ihre Schuhe bringen.

Auch im Garten können sich die Kinder wieder nach ihren Interessen und Fähigkeiten bewegen. Den Kindern stehen verschiedene Fahrzeuge zur Verfügung mit denen sie um den Kindergarten fahren können: Buggies, Rutschautos, vierrädrige Laufräder. Auch die Sackkarre wird schon mal über die Flächen manövriert!

Zusätzlich gibt es noch eine Rollenrutsche, auf der die Kinder ihre Geschicklichkeit und ihren Mut ausprobieren können. Mit zwei Brettern ist eine Schräge gebaut auf der die Laufanfänger gerne ihre Geschicklichkeit testen und einige Kinder auch mit dem Rutschauto oder Laufrad herunterfahren.

Das Beschäftigungs- oder Arbeitsmaterial ist in der Regel aus der Erwachsenenwelt, da Kinder das bevorzugen. Sie wollen die Erwachsenen nachahmen und auch eine große Schaufel oder einen Rechen wie sie benutzen. Das ist auch wieder eine Möglichkeit, dem Kind zu zeigen, dass es ernst genommen wird.

Es gibt Flächen mit verschiedenem Untergrund. Zum Beispiel Kies, Wiese, gepflasterten Boden, verschieden große Steine zum Draufsitzen, Drübersteigen oder auch Drüberkrabbeln und auch einen Sandkasten. Schon die Krabbelkinder finden hier Interessantes zu entdecken.

Klare und flexible Tages- und Wochenstruktur

Unsere Einrichtung hat dezentrale, heterogene und mobile Strukturen und bietet das freie Spiel an. Den jeweiligen Alltag gestalten Erwachsene und Kinder gemeinsam. Dabei gibt es nur wenige Rituale, etwa Standartangebote in der Mittagszeit. So erleben die Kinder zum Kindergartentagesabschluss Verlässlichkeit.

Die freie Tages- und Kleingruppenplanung und das freie Spiel bedeutet natürlich auch für das Team täglich eine Herausforderung, denn jeder ist in seiner Persönlichkeit gefragt.

Wir bieten vielfältigen Raum für Bewegung im Innen- und Außenbereich. Die Kinder bewegen sich frei in allen Räumen. Zum Beispiel können sie auch bei schlechtem Wetter/ an Regentagen bei größerem Bewegungsdrang die Außenbereiche nutzen und sich nach Herzenslust austoben. Bei allen Aktivitäten bleiben sie im Blick der pädagogischen Fachkräfte.

Die Ausstattung unserer Einrichtung bildet den inneren Rahmen für diese Form der Bildung und Erziehung. Die Organisationsform der altersgemischten Gruppe, männliche und weibliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die vielfältigen Möglichkeiten der Beziehungsgestaltung unterstützen diesen Lernansatz.

Die Kinder in unserer Einrichtung suchen sich ihre Beschäftigung selbst. Dazu steht ihnen ein vielseitiges Raum- und Spielangebot zur Verfügung. Es ist in Krippe wie Kindergarten eine große Materialvielfalt vorhanden, die die sinnliche Wahrnehmung anregt.

Ebenso gibt es Begegnungen mit der Buch-, Erzähl- und Schriftkultur, da die Kinder geeignete Bücher für alle Altersstufen vorfinden und regelmäßig die örtliche Bücherei besuchen. Die pädagogischen MitarbeiterInnen lesen auf Wunsch individuell oder in Kleingruppen vor. Wir machen erste Schreibübungen möglich, indem wir das entsprechende Material zur Verfügung stellen.

Unsere Einrichtung verfügt über einen Musikraum, in dem die Kindergartenkinder in Kontakt mit Musikinstrumenten kommen und selbst ausprobieren (Schlagzeug, Klangschalen, Glockenspiel, E-Piano und andere mehr). Manchmal gründen die Kinder hier spontan eine eigene Band. Auch die Krippenkinder finden im Obergeschoss eine große Auswahl geeigneter Musikinstrumente (Trommeln, Glockenspiel, Klanghölzer u.a.), die für sie frei zugänglich sind.

Umweltbezogenes Handeln erleben die Kinder bei unseren zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten wie Ausflüge in die Natur oder in die nahe liegende Innenstadt von Wasserburg, aber auch bei kreativen Arbeiten und in unserem ganz normalen Alltag (vgl. 5.2, S. 41). Wir vermitteln stets Achtsamkeit und Respekt vor der Natur, den Wert von Ressourcen und Energie, sowie einen kreativen Umgang zur Wiederverwertung von bereits genutzten Materialien.

Wir führen die Kinder an unterschiedliche Materialien und Werkzeuge in unserer Werkstatt heran und für die gestalterische Formgebung in unserem Kunst-Atelier.

Flexibler Tagesablauf in unserer Krippe

Generell sind wir sehr bestrebt, den Krippenkindern einen individuellen Tagesablauf nach ihren Bedürfnissen und Wünschen zu ermöglichen.

Dazu ist eine sehr enge Zusammenarbeit mit den Eltern erforderlich. Die pädagogische Mitarbeiterin versucht, beim Bringen und Holen ein kleines Gespräch zu ermöglichen, um wichtige Ereignisse auszutauschen. Dadurch soll gewährleistet sein, dass sich sowohl das Kind, als auch die Eltern sicher und wohl fühlen.

Im Rahmen des flexiblen Tagesablaufs muss es trotzdem eine gewisse Orientierung für das einzelne Kind geben. Wir wickeln z. B. ein Kind nach Ablauf einer bestimmten Zeit, um ein Durchnässen oder Wundwerden zu verhindern. Wenn deutlich erkennbar ist, dass ein Kind eingekotet hat oder es dies sogar schon selbst äußert, gibt es natürlich sofort eine frische Windel.

Wenn der Tag sich der Zeit nähert, zu der ein bestimmtes Kind gewöhnlich seinen Mittags- bzw. Vormittagsschlaf macht, bereiten wir es darauf vor. Wir bereiten sein Essen, richten das Bettchen her, am besten mit dem Kind zusammen und legen es in seiner gewohnten Weise hin.

Ein anderer „Termin“ ist unser Morgenkreis. Wir treffen uns zu einem Sitzkreis zusammen und singen, musizieren, tanzen, machen ein Fingerspiel oder erzählen auch schon mal eine kleine, einfache Geschichte. Die Kinder haben daran viel Spaß und signalisieren manchmal selbst durch Aneinanderreihen von Stühlen oder Kissen ihren Wunsch danach. Auch hier ist die Teilnahme freiwillig. Meist wollen aber alle mitmachen, weil es Spaß macht!

4.2 Interaktionsqualität mit Kindern

Kinderrecht Partizipation – Selbst- und Mitbestimmung der Kinder

Alle Kinder in unserer Einrichtung werden mit geeigneten und fest im Alltag der Einrichtung integrierten Beteiligungsverfahren darin unterstützt, ihre Rechte auf Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Mitwirkung an strukturellen Entscheidungen sowie ihre Beschwerdemöglichkeiten in persönlichen Angelegenheiten wahrzunehmen.[41]

Mitbestimmung und Beteiligung erfolgt in unserer Einrichtung, wie es im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung (BayBEP) beschrieben wird: Die Kinder in unserer Einrichtung „ … haben das Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen entsprechend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden. Es ist zugleich ein Recht, sich nicht zu beteiligen. Beteiligung bedeutet „Partizipation“ im Sinne von Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung. Sie gründet auf Partnerschaft und Dialog. Partizipieren heißt, Planungen und Entscheidungen über alle Angelegenheiten, die das eigene Leben und das der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für anstehende Fragen und Probleme zu finden. Sie zeichnet sich aus durch ergebnisoffene Situationen, in denen Willensbildungsprozesse gemeinsam erfolgen und Ergebnisse anders als erwartet ausfallen können. Kinderbeteiligung umfasst Mit- und Selbstbestimmung.“[42]

Je nach Zusammensetzung und Aktivität der Kleingruppe wird diese von ausreichenden Mitarbeitern betreut. Die Dienstplangestaltung berücksichtigt eine kontinuierliche zeitliche Präsenz von pädagogischen Fachkräften sowie eine rhythmische Präsenz von Teilzeitkräften. Deswegen kann sich jedes Kind Tag für Tag an verschiedene Bezugspersonen wenden. Denn die Kinder beurteilen die MitarbeiterInnen nicht nur nach ihrer zeitlichen Präsenz. Allen BetreuerInnen bietet dies die Möglichkeit, auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Sie können im Dialog mit dem Kind das Verhältnis als Bezugsperson gestalten.

Wir ermöglichen jedem Kind, „Eigenverantwortung“ zu übernehmen und eigene Aktivitäten zu gestalten, soweit sich dies mit seinem Wohl und dem der Gemeinschaft vereinbaren lässt. Als (Mit)-Betroffene und „Experten in eigener Sache“ werden alle Kinder in bildungs- und einrichtungsbezogene Planungs- Aushandlungs- und Entscheidungsprozesse regelmäßig mit einbezogen. Es wird ihnen dabei ernsthaft Einflussnahme auf Inhalte und Abläufe zugestanden. Wenn Erwachsene und Kinder gemeinsam planen und entscheiden, kann es zu Konflikten kommen. Konflikte werden im vorliegenden Plan als Chance zur Entwicklung und Verbesserung verstanden. Es werden gemeinsam Lösungen gesucht, die alle mittragen können.“[43]

Die demokratische Erziehungs- und Bildungsarbeit nach Freinet räumt den Kindern ein starkes Mitbestimmungsrecht bei allen Aktionen ein.

Die Interaktionsqualität unserer pädagogischen Fachkräfte in Beteiligungsprozessen zeigt sich wie folgt:

In Bezug auf jedes einzelne Kind:

  • Die Bedürfnisse des Kindes wahrnehmen und verstehen
  • Dem Kind die passende Bindungsqualität bieten.
  • Begleitung in der Entwicklung mit männlichen und weiblichen Qualitäten von Erziehung.
  • Kontinuierlich mit dem Kind das passende Maß an Geborgenheit und Zugehörigkeit und an Freiheit und Vielfalt suchen und abstimmen.
  • Dem Kind ermöglichen, seine Bedürfnisse und Interessen zu äußern.
  • Das Kind bei der Äußerung seiner Bedürfnisse unterstützen.
  • Bedürfnisse des Kindes, das sich noch nicht zureichend äußern kann, kompetent übersetzen.
  • Dem Kind schrittweise Verantwortung für sich und für andere übertragen.

In Bezug auf die Interaktion unter Kindern bei der Kontaktherstellung:

  • Kindern helfen, den Kontakt zu anderen Kindern herzustellen, soweit nötig.
  • Sozialer Ausgrenzung einzelner Kinder durch andere Kinder entgegenwirken.

In Bezug auf das Konfliktmanagement:

  • Kinder in Konfliktsituationen gezielt beobachten.
  • Kinder unterstützen, ihre Konflikte verbal und fair auszutragen.
  • Kindern bewusstmachen, was der Grund ihres Konflikts ist.
  • Zusammen mit Kindern Grenzen ziehen, Sanktionen entwickeln.

In Bezug auf die Kindergruppe:

  • Moderation und Unterstützung von Diskussionsprozessen zwischen Kindern.
  • Atmosphäre von Interesse und Sicherheit herstellen, in der Ängste, Schüchternheit und Unsicherheitsgefühle der Kinder Raum und Zeit haben dürfen.
  • Gesprächsregeln mit den Kindern erarbeiten (Möglichkeiten und Grenzen).
  • Dialogfähigkeit der Kinder unterstützen und fördern (Kommunikation, Kooperation).
  • Eine produktive und faire Gesprächs- und Streitkultur aufbauen und auf deren Einhaltung achten (Pädagogische MitarbeiterInnen agieren als Beteiligte und als Beobachter der Gruppe).
  • Motivation der Kinder an Beteiligung fördern und aufrechterhalten.
  • Meinungen und Vorschläge der Kinder aufgreifen, diese aufeinander beziehen und nutzen.
  • Schüchterne Kinder direkt ansprechen und darin bestärken, ihre Meinung zu äußern (Sie sollen erfahren, dass nicht nur dominante Kinder eine Chance haben. Die Gruppe wird sensibilisiert, auch die leiseren Stimmen wahrzunehmen).
  • Spannungen in angemessenem Rahmen aushalten können und bei Bedarf als Konfliktschlichter eingreifen.
  • Kindern vermitteln, gefundene Entscheidungen zu akzeptieren und sich diesen in angemessenem Rahmen unterzuordnen.
  • Klar erkennbar eigene Sichtweisen der Dinge besitzen und diese auch anbieten, sich jedoch selbst nicht als Besserwisser oder Vormacher, sondern vielmehr als interessierte und anregende Forscher begreifen. Solche Erwachsene besitzen selbst Mut zum Experiment. Sie sehen in Bezug auf Kinder und sich selbst den Fehler als Verbündeten im Lernprozess an. Statt ihn zu verhindern, begreifen sie ihn als Entwicklungsimpuls.
  • Entdecken, was das Kind schon kann (Kompetenz- und Stärkenorientierung)
  • Erst im Dialog mit den Kindern herauszubekommen, wo und wann sie gebraucht werden und nicht selbstverständlich von ihrer Unentbehrlichkeit überzeugt sein.
  • Die Welt der Kinder aufsuchen und dort mit ihnen in den Dialog kommen, statt zu erwarten, dass Kinder ihr Verhalten nach den Wünschen der Erwachsenen ausrichten.
  • Qualitativ hochstehende Begleitung und Betreuung.
  • Liebevolle und respektvolle Begleitung.
  • Schriftliches zur Entwicklung der Kinder.

Wir wenden im Umgang mit den Kindern das Aktive Zuhören an und wichtige Elemente der Gewaltfreien Kommunikation (nach Marshall Rosenberg). Erwachsene kommunizieren untereinander und mit den Kindern wertschätzend und auf Augenhöhe.

Ko-Konstruktion setzten wir in der Form um, als dass wir diese von den Kindern ableiten: Beobachten wir, dass ein Kind Hilfe bei einer Tätigkeit benötigt, fragen wir zum Beispiel: „Hast du eine Idee, wie du dir selbst helfen kannst?“. Komplexere Vorgänge werden fachlich eng begleitet, mit dem Ziel, dass das Kind Autonomie in der Ausübung dieser Tätigkeit erlangt.

4.3 Bildungs- und Entwicklungsdokumentation für jedes Kind – transparente Bildungspraxis

Wir begleiten jedes Kind in seiner Entwicklung und fördern es rechtzeitig. Den Entwicklungsverlauf eines jeden Kindes halten wir fest. Ihre täglichen Wahrnehmungen und Beobachtungen dokumentieren die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schriftlich: Wir erfassen wertfreie die verschiedenen Tätigkeiten, Kompetenzen, Stärken sowie Entwicklungsmomente des jeweiligen Kindes auf der geistigen, emotionalen, sozialen und motorischen Ebene. Hierfür verwenden wir

  • die Entwicklungstabellen von Prof. Beller / Freie Universität Berlin,
  • die Beobachtungsbögen des Staatsinstituts für Frühpädagogik (seldak,perik), IFP
  • den sismik Bogen zur Sprachentwicklung / IFP,
  • unseren hauseigenen Beobachtungsbogen zur Entwicklung des Kindes und
  • unseren hauseigenen Förderplan zur Feststellung und Fortschreibung des Hilfe- und Förderbedarfs bei beeinträchtigten Kindern / Integrationsplätze.

Die Entwicklung des Kindes sowie eventuelle Schwierigkeiten besprechen wir regelmäßig in unserer Teamsitzung.

Diese Unterlagen bilden auch die Grundlage für die periodisch durchgeführten Elterngespräche. Hier informieren wir die Eltern über den Stand der Lern- und Entwicklungsprozesse ihres Kindes in unserer Einrichtung, erörtern und beraten mit ihnen wichtige Fragen der Bildung, Erziehung und Betreuung des Kindes.

Wir legen für jedes Kind eine individuelle Bildungs- und Entwicklungsdokumentation im Sinne von Portfolio an und nutzen eigene Fotos zur Dokumentation der Entwicklung. Darüber werden die persönlichen Lernwege und Bildungsprozesse sichtbar.

Der Portfolio-Ordner ist für jedes Kind frei zugänglich und kann auf Wunsch des Kindes gemeinsam mit einer/m pädagogischen MitarbeiterIn angeschaut werden. Darüber entspinnt sich in der Regel ein Dialog mit den Kindern, in dem wir gemeinsam ihre Lernprozesse reflektieren.

Das Portfolio dient unseren pädagogischen Fachkräften auch als Grundlage für die weitere Planung sowie den Austausch mit Eltern und anderen Bildungsorten.

Auch die Eltern haben einen freien Zugang zu dem Ordner und können selbständig die Entwicklungsdokumentation ihres Kindes einsehen.

Wir dokumentieren das Geschehen und die Erlebnisse in unserer Einrichtung in Form von Fotos und Bildern an unserem „schwarzen Brett“. Sie vermitteln den Eltern regelmäßig einen Eindruck von der Vielfalt des Alltags ihres Kindes in unserer Einrichtung. Auch wichtige Informationen und Termine finden sie dort.

5 Kompetenzstärkung der Kinder im Rahmen der Bildungs- und Erziehungsbereiche

Wir setzen den Bayerischen Erziehungs- und Bildungsplan,[44] die U3-Handreichung in unserer Angebotsvielfalt, beim Lernen in Alltagssituationen und beim Lernen in Projekten um [45]. Außerdem die Bayerischen Bildungsleitlinien [46] bei der Vermittlung der Lernkompetenz: Demnach ist es Ziel, dass die Kinder das „Lernen lernen“ – also zu wissen, wie man etwas lernen kann: „Kinder lernen, denken, erleben und erfahren die Welt nicht in Fächern oder nach Bereichen getrennt. Vielmehr sind ihre emotionalen, sozialen, kognitiven und motorischen Lern- und Entwicklungsprozesse eng miteinander verknüpft. Zugleich gehen Kompetenzentwicklung und Wissenserwerb Hand in Hand, denn Kinder entwickeln ihre Kompetenzen nicht isoliert, sondern stets im Kontext von aktuellen Situationen, sozialem Austausch und bedeutsamen Themen. Ihr Lernen ist immer vernetzt.“[47]

5.1 Angebotsvielfalt – vernetztes Lernen in Alltagssituationen und Projekten im Fokus

Die Kinder in unserer Einrichtung können an verschiedenen Angeboten teilnehmen oder eigene Projekte inszenieren. Im Morgenkreis feiern sie Geburtstage oder andere Feste im Jahreszyklus, malen zu Musik, machen gemeinsam Spiele, lernen neues Spielmaterial kennen, musizieren, tanzen, singen, und vieles mehr.

Es entstehen regelmäßig Neigungsgruppen, die sich bestimmten Themen zuwenden, wie z.B. Mathematik, Geschichten vorlesen oder erzählen, Buchstaben, Werken, Technik, Singkreis und vieles mehr. Diese Themen werden von den pädagogischen Fachkräften angeboten oder von den Kindern gewünscht.

Kinder brauchen aber auch Anregung und Leitung, die unsere pädagogischen Fachkräfte umsetzen. Wichtig ist für uns stets, mit den Kindern im Dialog zu bleiben und ihn zu pflegen.

Unser Verständnis von „Angebot“

Wir bieten eine Fülle von Materialien, Bewegungs- und Betätigungsmöglichkeiten. Die Basis für die gesunde Entwicklung eines Kindes und den Erwerb der erwähnten Schlüsselqualifikationen ist, dass wir seinen individuellen Bedürfnissen mit Respekt begegnen. Dies setzen wir um, indem wir einen pädagogisch gestalteten, kindgerechten Lebens-, Lern- und Entwicklungsraum zur freien Entfaltung der Persönlichkeit vorbereiten.

Einrichtungen und Möbel sind also den Maßen und Kräften der Kinder angepasst. Die nach Schwierigkeitsgraden abgestuften Entwicklungs- und Lernmaterialien sind für die Kinder gut zu erreichen und können frei gewählt werden. Das Material ist in Größe und Qualität so beschaffen, dass es die Kinder anspricht.

Die Arbeitsmittel sind Erfahrungsmaterial für die Sinne des Kindes. Im Umgang mit ihm schult es seine körperliche und geistige Geschicklichkeit. Durch die täglichen Erfahrungen festigt es neu erworbenes Wissen. In der vorbereiteten und gestalteten Umgebung unseres Tagesbetriebs findet das Kind ein reichhaltiges Angebot an strukturierten (Spiele, Materialien der verschiedenen Fachgebiete etc.) und nicht-strukturierten (Wasser, Sand, Holz etc.) Materialien, ein vielfältiges Angebot an Wissen, mannigfaltige (Lern-) Spiele, sowie Bewegungsmöglichkeiten draußen und drinnen.

Beim Experimentieren, Spielen, Bewegen, Lesen, Werken, Basteln, Lernen, alleine oder mit anderen tätig sein – entscheidet und wählt das Kind, wohin es seine Energien lenken will. Das Kind sucht seine Tätigkeiten entsprechend seinen aktuellen Bedürfnissen und Interessen aus, welche wiederum aus seinem momentanen Entwicklungsstand herauswachsen. Maria Montessori nennt diese innere Bereitschaft, etwas aufzunehmen und zu lernen “sensible Phasen”. Sei es Schuhe binden, lesen, schreiben, rechnen oder die Uhrzeit kennen lernen – immer bestimmt eine jedem Menschen eigene innere Empfänglichkeit, was und zu welchem Zeitpunkt aus der Vielfalt der Umwelt aufgenommen wird. So kann das Kind seine Talente und Begabungen voll ausschöpfen, denn ihm steht jederzeit das ganze Bildungsangebot und authentische Bezugspersonen als Vorbilder zur Verfügung (Die Vorbildfunktion der Pädagogen wird vor allem in der Waldorfpädagogik betont).

Die Erziehungswissenschaft verweist schon lange auf die Vorteile der breiten Altersmischung im Kindergarten, wie wir sie in unserer Einrichtung umsetzen: In lebensnahen Situationen zeigt zum Beispiel das ältere Kind dem jüngeren, wie es eine Situation bewältigen kann – bewusst, oder indem es „nur“ Vorbild ist. Das größere Kind freut sich dabei über seine Kompetenz.

5.2 Vernetzte Umsetzung der Bildungs- und Erziehungsbereiche

Gemäß der gesetzlichen Vorgaben[48] und unseres pädagogischen Konzepts (vgl. Kap. 2.2.) gestalten wir die Bildungsaktivitäten bereichsübergreifend und bieten damit allen Kindern in unserer Einrichtung eine ganzheitliche Bildung und ein hirngerechtes, vernetztes Lernen.

Werteorientierung und Religiosität

Jahreszeiten, Jahreslauf, aktuelle Ereignisse und unsere christliche Festtradition behandeln wir mit den Kindern. Bei den kirchlichen Festen beschränken wir uns auf die einfachen Grundaussagen: Zum Beispiel den Wert des Teilens bei der Legende von St. Martin am 11. November. Auf Wunsch feiern wir Geburtstag. Jede Feier hat einen individuellen Charakter.

Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte

Die Kinder verbringen täglich mehrere Stunden zusammen, bewegen sich frei in der altersgemischten Gruppe und sind so immer wieder mit Konflikten und Problemlösungen konfrontiert. In der sozialen Gruppe lernen sie täglich, sich zu integrieren, sich zu behaupten, Entscheidungen zu treffen, zu diskutieren, eigene Grenzen abzustecken, andere zu respektieren, eigene Standpunkte zu vertreten, mit anderen zusammenzuarbeiten, zu warten, bis ein Spiel- oder Lernmaterial frei ist, Absprachen zu treffen, zu helfen und sich helfen zu lassen, zuzuschauen und von älteren Kindern zu lernen. So lernen die Kinder mit Älteren und Jüngeren, Stärkeren und Schwächeren umzugehen und dadurch ein realistisches, soziales Weltbild zu entwickeln.

Nur in einer entspannten Umgebung kann sich das Kind in ein selbst gewähltes Spiel oder Lernthema vertiefen. Klare Regelungen und Strukturen geben deshalb den Rahmen, innerhalb dessen auch die verschiedenen Konflikte ausgetragen werden können. So lernt das Kind, innerhalb festgelegter Grenzen, seine Freiheit zu nutzen und sich im sozialen Gefüge mitverantwortlich zu bewegen.

Die Grenzen ergeben sich einerseits aus dem alltäglichen Zusammenleben im ganzen Betrieb (Betriebsorganisation). Andererseits werden Regeln mit den Kindern erarbeitet, diskutiert, geändert und dem täglichen Zusammenleben angepasst.

Wir bieten viele Wahl- und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kinder. Gleichzeitig bietet unsere Betriebsorganisation und Dienstplangestaltung Kindern die Zuwendung, Nähe und Führung, die sie entwicklungsbedingt brauchen. Die Kinder finden passende Bezugspersonen mit passender zeitlicher Präsenz für ihre Bedürfnisse. Da weiß jedes Kind, wo sein “Nest” ist und je “flügger” es wird, umso mehr erweitert sich sein Erlebnisraum. Dabei ist die Begleitung der Bezugspersonen erst recht eng. Der Entwicklungsstand des Kindes und die Erfahrungen aus der genauen Beobachtung des Kindes bestimmen dann in Folge “die Länge der Leine” zwischen der/m pädagogischen MitarbeiterIn und dem Kind. Jedes Kind spürt, dass seine Bezugspersonen für es da ist: Diese tröstet, regt an, berät und setzt Grenzen.

Sprache und Literacy

In unserer Einrichtung gibt es pädagogische Fachkräfte, die neben Deutsch auch Englisch oder Russisch sprechen. Das gesamte pädagogische Personal berücksichtigt die besonderen Bedürfnisse von Kindern mit Sprachförderbedarf bei seiner pädagogischen Arbeit. Wir bieten den Vorkurs Deutsch 240 an. Nonverbale Signale der Kinder nehmen wir wahr und gehen damit achtsam und sensibel um. Als Hilfsmittel zur Übersetzung nutzen wir Online-Apps in der Kommunikation mit Kindern und Eltern, die über keine/geringe Deutschkenntnisse verfügen.

Wir sind stets im verbalen und nonverbalen Kontakt mit den Kindern, und begleiten unser Tun mit unserer Sprache. Wir lesen vor und besuchen gemeinsam die örtliche Bücherei. Gespräche finden bei nahezu jeder Aktivität statt, ein Austausch des Erlebten führen die Kinder gerne während der Mahlzeiten, die von pädagogischen Fachkräften begleitet werden. An sprachanregenden Materialien finden die Kinder Bilderbücher, Lexika, Sachbücher, Bildbände und Vorlesebücher vor, die sie jederzeit frei auswählen können.

Wir nutzen einmal im Jahr die seldak- und sismik-Beobachtungsbögen, setzen den Vorkurs Deutsch 240 um, machen Beobachtungen im Freispiel und tauschen uns über die Sprachentwicklung der Kinder in den Teamsitzungen aus.

Digitale Medien

Wir nutzen digitale Medien im Alltag mit den Kinder: Darunter Apps und Angebote im Internet – etwa, um eine bestimmte Zeichenvorlage zu finden, ein Foto von einer seltenen Pflanze – oder Streamingdienste, um Musik zum Tanzen abzuspielen.

Als soziales Netzwerk nutzen wir Signal, um Eltern ein Foto etwa von einem Ausflug zu schicken. Digitale Kameras setzen wir ein, damit die Kinder selbst Aufnahmen machen können. Aus den Aufnahmen erstellen sie unter pädagogischer Anleitung und mit Hilfe eines Schnittprogramms einen ersten, kleinen Film. Unsere pädagogischen MitarbeiterInnen nutzen außerdem Google zur Selbstinformation im Alltag.

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT)

Der Alltag birgt tausend Anregungen für technische Grundlagen, spielerisch mit den verschiedensten Themen (Rechnen und Mathematik, Biologie, Technik, Geographie etc.) vertraut zu werden und immer wieder Neues zu entdecken. Alles Lernen wird im Kontakt mit konkreten Materialien und in konkreten Umständen des Alltages sinnvoll und spannend. Daraus entstehen Neigungsgruppen, die sich diesen Themen zuwenden. Sie werden von den pädagogischen Fachkräften angeboten oder von den Kindern gewünscht.

Die Kinder finden in unserer Einrichtung Konstruktionsmaterialien, Magnete, Lupen, Messbecher, Mikroskope und Montessori-Material, die ihnen frei zugänglich sind. Die Kinder werden bei der fachgerechten Handhabung angeleitet und lernen den selbständigen, verantwortungsvollen Umgang damit. Die Neigungsgruppe leitet jeweils der/die pädagogische MitarbeiterIn an, die sich für das aktuelle Thema begeistern kann.

Das neue Thema „Informatik entdecken – mit und ohne Computer“ greifen wir wie folgt auf: Handys werden zum Fotografieren und Filmemachen mit den Kindern, Tablet und Computer zur Selbstinformation genutzt: Wie hat der spezielle Dinosaurier ausgesehen? Wie viele Zähne hat ein Haifisch? Die Kinder bauen sich Handys und Tablets aus Pappe und Lego nach und machen damit Rollenspiele. Für Lernspiele nutzen wir diese Medien bewusst nicht. Diesen Bereich gestalten wir bewusst analog, etwa mit Montessori-Materialien.

Umwelt – Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Wir bieten viele Ausflüge in die Natur an: In den Wald, zum Fluss, zur Wiese oder zum Bauernhof mit seinen Tieren, um diese zu erkunden, zu entdecken und zu erforschen. Dabei balancieren sie über Baumstämme, hüpfen über Mulden oder bücken sich unter Zweigen durch und üben nebenbei Koordination und Balance. Manchmal entwickeln sich aus den Naturerkundungen weitere Ideen und Projekte: Kinder sammeln z.B. spontan Naturmaterialien(Holz, Zapfen, Steine), um sie in der Werkstatt im Kindergarten zu bearbeiten oder genauer zu untersuchen, sie über eine längere Zeit zu beobachten (Gras in einem Wasserglas), daraus Kunstwerke zu machen (Bemalen von Schwemmholz in der Kunstwerkstatt), sie nach Größe und Farbe zu sortieren (Kieselsteine aus dem Bach) oder spontan damit einen Straßenverkauf auf die Beine zu stellen: Das Kind fragt bei der/m pädagogischen MitarbeiterIn, ob das möglich ist, und wird mit Priorität, wenn personell möglich, von Mitarbeitern bei der Umsetzung unterstützt. So sind Mitgestaltung und Mitverantwortung durchgängiges Prinzip in unserem Alltag. Auch die pädagogischen Fachkräfte setzten Impulse oder machen auf Basis ihrer Beobachtung der KinderGestaltungsvorschläge, die bei entsprechender Beteiligung umgesetzt werden. Dabei übernimmt der oder die (erwachsene) Ideengeber/in jeweils die Verantwortung.

Wir bieten Fahrten zum Biohof oder Wochenmarkt an, um naturbelassene Lebensmittel zu kaufen und sie beim pädagogischen Kochen gemeinsam zu verarbeiten. Aus den gemeinsam geernteten Äpfeln, die auf der Streuobstwiese im Abenteuergarten reifen, oder aus Apfelspenden von Eltern, stellen wir gemeinsam Apfelsaft her. Wir achten auf Nachhaltigkeit, indem wir Abfall trennen, Energie sparen und Müll vermeiden und Alltagsmaterialien weiter verwerten für kreative Arbeiten (etwa Klopapierrollen, einseitig bedrucktes Papier, veraltete Wandkalender usw.)

Die Kinder erleben Lernfreude durch die täglichen, stündlichen Entscheidungen, ob alleine, zu zweit oder in der Gruppe gearbeitet werden soll, in welchem Raum, mit welchem Material, mit welcher Vorgehensweise, wie lange etc. Dadurch lernt jedes Kind seine Bedürfnisse und Möglichkeiten zu erkennen und zu befriedigen. Dies ist die Grundlage für selbständiges, bildendes Lernen und für die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens und Bewusstseins. Die Freude am Leben, am Lernen und an sich selber wird so erhalten, entfaltet und vertieft.

Der Erwachsene lebt authentische Anteilnahme und Interesse bei der Durchführung vor. Die Kinder bekommen Zeit, sinnlich emotionale Erfahrungen bei ihrer Teilhabe zu erfahren. Die Kinder bekommen Zeit und Wiederholung für das Erfahren der „Lebensorte“ der Projekte. Reale Orte und Situationen werden mit möglichst angenehmen Emotionen verbunden.

Die Projekte werden immer im Dialog mit den Kindern gestaltet. Die Kinder formen den Rhythmus des Erlebens mit. Einkehr und Innehalten fließen ständig und unauffällig in das Geschehen ein. Wir geben Kinder die Zeit für ihre Rhythmen. Dankbarkeit ist oft in der Mimik der Kinder zu entdecken. Sie wird von den Erwachsenen nicht verbal überhöht – es sei denn als persönlicher Ausdruck der spontanen Lebensfreude.

Wir lassen den Kindern Raum und Zeit zum Plaudern mit uns Erwachsenen. Verbunden mit einer leckeren Brotzeit beispielsweise entstehen oft herrliche Gespräche, die Herz und Geist nähren.

Musik, Ästhetik, Kunst und Kultur

Authentische erwachsene Vorbilder, z.B. die pädagogischen Fachkräfte, teilen mit den Kindern ihren eigenen kreativen Ausdruck und entfalten im gemeinsamen Dialog ihnen viele Facetten des Schaffens.

Im ganzen Haus stellen wir den Kindern unterschiedliche Musikinstrumente zur Verfügung. Die Kinder können sich als Musiker ausprobieren. Mit Improvisationen, Gesang, selbst erfundenen Reimen und auch bekannten Kinderliedern leben wir Musik. Rhythmische Tanzeinlagen (gerne selbst erfunden) oder Fingerspiele bereichern das Ganze. Die Kinder erleben Musik als Ausdruck von Lebensfreude und Kreativität.

Ein Beispiel: Ein Kind hat die CD der älteren Schwester dabei, mit einem aktuellen Hit. Zusammen mit den Freunden wird eine Bühne vor der Tafel im Tanzzimmer gebaut. Die Tafel wird passend bemalt und die verschiedensten Tücher dienen als Kostümierung. Chiffon-Tücher werden an Stäben befestigt. Der Spiegel auf der gegenüberliegenden Wand macht es zusätzlich sichtbar für die Akteure, die jetzt ihren Auftritt haben.

Die Kindergarten- wie Krippenkinder haben die Möglichkeit, sich in unserer Malwerkstatt oder im Bauwagen bei Bastel- oder Mal-Angeboten kreativ zu betätigen: Sie gestalten Bilder mit Kreide, Wasser- oder Acrylfarben auf großflächigem Papier, später auf einer Leinwand oder arbeiten mit selbst gemachter Knetmasse und Ton: Knetmasse aus Salzteig ist leicht formbar und schon für kleine Kinder geeignet. In der Waldorfpädagogik Rudolf Steiners gibt es viele Hinweise zu den Gestaltungskräften des Kindes, die sich im Arbeiten mit Ton ausdrücken.

Gesundheit, Bewegung, Ernährung, Entspannung und Sexualität

Die Kinder erleben in unserer Einrichtung die Zubereitung, den Genuss und die Entsorgung gesunder Speisen, zum Beispiel beim pädagogischen Kochen. Auch in der Krippe kochen wir einmal in der Woche zusammen. Das kann eine Suppe sein, bei der die größeren Kinder fleißig Gemüse schneiden und später auch im Topf umrühren oder eine Pizza, ein Obstsalat oder ein Kuchen.

Unser Kräuter- und Beerengarten ermöglicht den Kindern, den Weg der gesunden und genussvollen Nahrungsmittel von der Scholle bis zum Komposthaufen mitzuerleben. Nahrung aus dem Kräuter- und Beerengarten ist nicht selbstverständlich. Es braucht Zeit, Geduld und Pflege. So lernen die Kinder, dass es Zeit braucht und wache Aufmerksamkeit, um Lebensmittel zu gewinnen und zuzubereiten.

Wir bieten den Kindern jederzeit Bewegungsanreize und Bewegungsräume, im Haus und außer Haus. Sie dürfen sich frei bewegen und lernen durch Bewegung innerhalb wie außerhalb des Gebäudes wie in naturnaher Umgebung, in Wald, Feld, Wiesen an Bächen und Hängen. Neben unseren privaten Erfahrungen mit den eigenen Kindern sowie im privaten und öffentlichen Bildungswesen stützen wir uns auf naturwissenschaftliche und pädagogische Erkenntnisse (siehe Literaturliste im Anhang).

Mit den Krippenkindern unternehmen wir gerne Spaziergänge zu unserem Bauwagen am Wald, zum Inngarten, zum Spielplatz. Oder wir machen einen kleinen Ausflug mit dem „Turtlebus“ – einem handgezogenen, mehrsitzigen Wagen für Kleinkinder – in die Nachbarschaft.

Beobachtet und begleitet wird die Bewegungsentwicklung der Kindergartenkinder auf der Basis der Beller Entwicklungstabellen und Methodischen Ansätzen aus der Rhythmik, z.B. nach Mimi Scheiblauer und Elfriede Hengstenberg.[49] Traditionelle Übungen werden in kindgerechte Erlebniswelten gebettet, sie wecken die Neugier und den Schaffensdrang des Kindes. Über Bewegung lässt sich bei Kindern vieles wieder ins “Lot” bringen.

Lebenspraxis

Der gemeinsam verbrachte Tag mit Stationen in verschiedenen Räumen, Brotzeiten, Garten und Ausflügen macht das Kind außerhalb des Elternhauses vertraut mit den verschiedensten Alltagssituationen im zwischenmenschlichen, wie auch im kreativen, intellektuellen und praktischen Bereich.

Wir geben den Kindern die Gelegenheit, konkrete Erfahrungen in der “Außenwelt” zu machen und gemäß ihren Interessen an der Erwachsenenwelt teilzuhaben, z. B. beim Selber-Einkaufen, bei Museums- und Ausstellungsbesuchen, bei Exkursionen in der Natur, bei Besuchen im Krankenhaus, in Fabriken, in öffentlichen Institutionen und verschiedenen Handwerksbetrieben.

Auch innerhalb der Einrichtung sammeln die Kinder Erfahrungen, zum Beispiel beim Fegen der Terrasse: Die Kinder werden gefragt, ob sie helfen wollen. Angeboten wird ihnen zwei Kinderbesen und ein großer Borstenbesen. Die Kinder wählen den „echten“ Besen. Kinder lieben das Authentische, also das, was im echten Leben auch im Einsatz ist. Hier im Beispiel geht es um „echte“ Arbeit: Die Terrasse fegen. Da wollen sie „echte“ Arbeiter sein, mit „echtem“ Besen. Darum ist unser Kindergarten auch nach Erwachsenen-Maßstäben gestaltet (es gibt keine Kinderorgel oder Kinderschlagzeug). Bestimmte Einrichtungsbereiche, wie z. B. Maltisch, Brotzeittisch oder sanitäre Anlagen sind natürlich den Körpermaßen der Kinder angepasst, da dies von der Funktionalität her wichtig ist.

Der Garten ist einfach und naturnah mit großen Steinen, Bäumen, Büschen, Sand und Kiesflächen gestaltet. Es gibt jede Menge „Baumaterial“ wie Bretter, Paletten, Leitern und Kisten. Auch im Inneren des Hauses spiegelt sich die Erwachsenenwelt wieder: So hängen zum Beispiel schöne Bilder von Malern an den Wänden.

Entsprechend zeitgemäßer technischer Möglichkeiten arbeiten wir gerne mit digitalen Fotodokumentationen. Über den Messengerdienst „Signal“ können auch Fotoaufnahmen zeitnah an Eltern verschickt werden. Beim Elterngespräch können Fotos gemeinsam am Laptop betrachtet werden. Ausgedruckt finden die Fotos den Weg ins jeweilige Portfolio der Kinder. Fotos bieten uns einen direkten Zugang zum Gespräch mit Eltern oder Kindern.

Lernen in Projekten

Dank der Tagesstruktur und der freien Wahl der Tätigkeit widmen sich die Kinder zum Teil während Stunden oder Tagen intensiv auch ihren Projekten. In Projekten wird ganzheitlich gelernt – es fließen also kognitive, emotionale, soziale und motorische Aspekte mit ein. Projekte helfen dabei, Dinge in der Welt zu verstehen und zum Gelingen kreative Potentiale frei zu setzen.

Die Kinder müssen täglich eigene Ideen entwickeln und Lösungswege suchen. Sie stoßen dabei an Grenzen, lernen durchzuhalten, ihre Ziele und den Sinn der Aufgabe neu zu formulieren und wieder in Frage zu stellen. Sie müssen auswählen, unterscheiden, abwägen und entscheiden, welchen Weg sie gehen wollen. Dabei behalten die Kinder das, was sie selbst erarbeitet haben, was sie aus eigenem Interesse herausgefunden und begriffen haben. Die Kinder lernen, sich die notwendigen Informationen selber zu beschaffen und ihr Wissen, je nach Interesse, zu vertiefen. Materialien, Bücher, Betreuungspersonen etc. stehen zur Verfügung, um ihnen bei der Suche nach Antworten anregend und behilflich zu sein.

Die Kinder erleben Lernfreude durch die täglichen, stündlichen Entscheidungen, ob alleine, zu zweit oder in der Gruppe gearbeitet werden soll, in welchem Raum, mit welchem Material, mit welcher Vorgehensweise, wie lange etc.. Dadurch lernt jedes Kind seine Bedürfnisse und Möglichkeiten zu erkennen und zu befriedigen. Dies ist die Grundlage für selbständiges, bildendes Lernen und für die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens und Bewusstseins. Die Freude am Leben, am Lernen und an sich selber wird so erhalten, entfaltet und vertieft.

  • Projekte bewegen innerlich: Freude, Spaß, Neugierde werden geweckt, sie erzeugen Spannung und Stolz über die eigene Lernleistung
  • Projekte vermitteln außerdem, dass man große Vorhaben am besten gemeinsam anpackt, denn wenn jeder etwas dazu beiträgt, dann können diese Vorhaben gelingen.
  • Die Kinder setzen bei Projekten ihren ganzen Körper zum Erkunden, Spielen und Tun ein.

Unser Projektbegriff unterscheidet sich von Schulischen Projektlernen oder Projekten der Arbeitswelt: Ausgehend von der inneren Initiativkraft eines Kindes oder Erwachsenen entsteht Handlung. Im Handeln selbst entsteht das (meist unspektakuläre) Projekt und entwickelt sich situativ weiter. Gute Projektarbeit in unserem Sinne zeigt sich im Bewegungstonus, in der Mimik und Lautierung der Kinder: In entspannter Lebendigkeit!

 

6. Kooperation und Vernetzung – Anschlussfähigkeit und Bildungspartner unserer Einrichtung

6.1 Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern

Gemäß Sozialgesetzbuch[50] beteiligen wir die Erziehungsberechtigten an den Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten der Erziehung, Bildung und Betreuung. Die Beziehung zu den Eltern gestalten wir entsprechend der rechtlichen Grundlagen.[51]

Wir sind eine kleine und auf einen sehr persönlichen, individuellen Umgang eingestellte Einrichtung. Den Alltag gestalten wir im Dialog mit den Eltern. Aufgrund der Größe unserer Einrichtung ist die Elternschaft überschaubar. Das ermöglicht einen unkomplizierten, alltäglichen Kontakt, der wertvoll ist für unsere Arbeit.

Eltern und pädagogisches Personal arbeiten partnerschaftlich bei der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder zusammen. Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass Eltern die aufrichtige Betreuung durch unsere pädagogischen Fachkräfte schätzen. Dabei finden Eltern und Fachkraft immer den passenden individuellen Weg für das Kind.

Unser pädagogisches Konzept wird vom Träger periodisch fortgeschrieben und ist auf unserer Homepage einsehbar. Beim Kennenlernen oder ersten Besuch unserer Einrichtung sowie allen weiteren Kontakten stellen wir es mündlich vor und beantworten gerne Fragen dazu.

Eltern als Mitgestalter

In individuellen Elterngesprächen erfahren Eltern mehr über ihr Kind. Wir bereiten den Termin vor, indem wir Informationen im Team sammeln und in Beobachtungsbögen festhalten. Hier informieren wir die Eltern über den Stand der Lern- und Entwicklungsprozesse ihres Kindes, erörtern und beraten mit ihnen wichtige Fragen der Bildung, Erziehung und Betreuung des Kindes (vgl. 4.3). Natürlich können die Eltern mit einem eigenen Thema auf uns zukommen und für das Gespräch die Fachkraft ihres Vertrauens wählen.

Bei Übergängen – dem Wechsel eines Kindes von der Krippe in den Kindergarten, vom Kindergarten in die Schule oder in eine andere Kindertagesstätte – beziehen wir Eltern mit ein.

Wir stärken die Elternkompetenz, indem wir auf Wunsch einen Austausch mit Beratung anbieten und bei weiterem Bedarf das familienorientierte Unterstützungsangebot der Stadt Wasserburg am Inn vermitteln (siehe Anhang).

Wir veranstalten gemeinsame Feste wie den St. Martins-Zug oder das Sommerfest. Wer will, bringt sich mit Essen und Trinken ein. Manchmal haben Eltern eigene Möglichkeiten, etwas beizutragen: Etwa die Begleitung des St. Martins-Umzug mit einem Pferd, musikalischen Beiträgen und anderes. Wenn der Elternbeirat eigene Feste für Kinder und Eltern veranstalten möchte, etwa ein Kartoffelfeuer, stellen wir gerne den Abenteuergarten kostenlos zur Verfügung und unterstützen diese Treffen mit unserer Infrastruktur.

Wir führen regelmäßig Elternabende durch. Hier haben Eltern die Gelegenheit, sich über das Thema des Abends auszutauschen, andere Eltern kennen zu lernen und Mitverantwortung zu übernehmen durch ihre Mitgliedschaft im Elternbeirat, der einmal im Kindergartenjahr frei, geheim und gleich im Rahmen eines Elternabends gewählt wird.

Wir führen einmal pro Kindergartenjahr eine Elternbefragung durch und ermöglichen Eltern dadurch Mitbestimmung, also eine aktive Rolle in der Mitgestaltung des Einrichtungs- und Bildungsgeschehens zu übernehmen.

Indem wir eine Elternhospitation bieten, haben Eltern die Möglichkeit, einen Einblick in den Einrichtungsalltag und in das Bildungsgeschehen zu erhalten.

Vorschläge, Hinweise oder konstruktive Kritik nehmen wir gerne auf. Bei dem gesetzlichen Auftrag der Teilhabe von Eltern und Kindern orientieren wir uns vor allem im Beschwerdemanagement an den Empfehlungen der Freinet-Pädagogik, die darauf abzielen, uns Mitarbeiter als Empfänger von Anliegen “offen” zu halten. Damit eine Botschaft, ein Konflikt achtsam wahrgenommen wird, gehen wir dabei nach einem 5-Stufen-Modell vor:

  • Die aufmerksame Wahrnehmung und Auswahl von Fakten (Aussagen wie: “Das kenne ich schon!” oder: “Immer das gleiche mit der Familie!” ist das Gegenteil dieser Haltung).
  • Die Interpretation des Beobachteten/der Kommunikation: Das ist stets ein subjektiver Vorgang. Wir ermuntern uns im Team zu gegenseitigem Austausch über Situationen, um unsere Kompetenzen in der Selbstwahrnehmung zu erweitern.
  • Hinzufügen von Bedeutung: Wir fügen bewusst eigene Gefühle, Meinungen und Faktenwissen hinzu, die sich mit dem Beobachteten verbinden. Dadurch entsteht eine persönliche Bedeutung des wahrgenommenen Vorgangs für uns.
  • Schlussfolgerungen: Wir entwickeln Bewertungen und Schlussfolgerungen, wie wir mit dem Beobachteten/der Kommunikation umgehen werden oder würden.
  • Handeln: Erst daraus entwickelt sich unser Handeln: Wir haben im Kopf ein Bild entwickelt, das wir für eine plausible Wiedergabe der Realität halten und handeln entsprechend den Schlussfolgerungen, die wir entwickelt haben.

6.2 Partnerschaften mit außerfamiliären Bildungsorten

Entsprechend der rechtlichen Grundlagen[52] arbeiten wir bei der Erfüllung unserer Aufgaben mit Einrichtungen, Diensten und Ämtern zusammen, deren Tätigkeit in einem sachlichen Zusammenhang mit den Aufgaben der Tageseinrichtung steht. Wir kooperieren insbesondere mit Frühförderstellen, Erziehungs- und Familienberatungsstellen sowie mit Schulvorbereitenden Einrichtungen und heilpädagogischen Tagesstätten.[53]

Multiprofessionelles Zusammenwirken mit psychosozialen Fachdiensten

Wir verfolgen in unserer Einrichtung einen inklusiven Förderansatz. Jedes Kind bekommt die Unterstützung, die es braucht, an dem Ort seines normalen Alltagslebens.

Kinder mit erhöhtem Förderbedarf haben Anspruch auf heilpädagogische Förderung im Kindergarten.[54] Diese fachdienstliche Begleitung in der Krippe und im Kindergarten gestalten wir in Zusammenarbeit mit

  • der Frühförderstelle Wasserburg (https://www.bz-aschau.de/fruehfoerderstellen/fruehfoerderstelle-wasserburg.html)
  • der Heilpädagogin Gabriele Schmidhuber vom Haus der Musik – Kunst – Therapie

Musik- und Kunstförderung Naturheilpraxis und Heilpädagogische Praxis (https://www.musik-kunst-therapie.de/)

Manchmal werden von Eltern zusätzliche, individuelle Fördermaßnahmen gewünscht oder von Fachleuten empfohlen. In diesen Fällen arbeiten wir eng mit der Frühförderstelle Wasserburg zusammen.

In der Regel müssen auch die über Rezept verschriebenen Maßnahmen (zum Beispiel Physiotherapie) isoliert durchgeführt werden. Die Kostenträger der Maßnahmen, Krankenkassen oder Bezirk, schreiben das so vor. Auf Wunsch der Eltern tauschen wir uns gerne mit den externen Therapeuten zur Entwicklung des Kindes aus.

In unserer Einrichtung mit eingebunden außerdem folgende Fachdienste:

  •  Ergotherapie
  •  Musiktherapie
  •  Logopädie
  •  Physiotherapie
  •  Heilpädagogik
  •  Kunsttherapie
  •  Spezielle Therapie für hörgeschädigte Kinder der Seh- und Hörschule München

Kooperation mit Kindertagespflege, anderen Kitas und Schulen

Im Rahmen unseres eigenständigen Bildungs- und Erziehungsauftrags arbeiten wir mit der Grund- und Förderschule Wasserburg zusammen. Wir bereiten Kinder, deren Einschulung ansteht, auf diesen Übergang vor und begleiten sie dabei.

Unsere pädagogischen Fachkräfte und die Lehrkräfte an den Schulen pflegen seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit. In unserer Einrichtung wie in den Schulen gibt es einen festen Ansprechpartner. Es findet ein Austausch und eine Anpassung der pädagogischen Arbeit und der pädagogischen Konzepte statt. Die Grundschule bietet Besuchstage unter dem Jahr an.

Wir geben grundsätzlich keine Informationen über Kinder an die Schulen weiter. Bei Bedarf besprechen wir mit Eltern, wie sie ein Gespräch mit Lehrerinnen und Lehrern führen können.

Öffnung nach außen – unsere weiteren Netzwerkpartner im Gemeinwesen

Wir arbeiten von Anfang an mit zahlreichen, auch wechselnden Netzwerkpartnern im Gemeinwesen zusammen und beziehen das natürliche, soziale und kulturelle Umfeld in die Gestaltung des Kindergarten- und Krippenalltags mit ein. Damit kommen wir den Curricularen Grundlagen der Bayerischen Bildungsleitlinien[55] und des BayBEP nach.[56]

Unsere Kooperationspartner:

  • Kneipp-Verein Wasserburg am Inn: Besuch der Kneipp-Anlage auf dem Gelände der Stiftung Attl
  • Baierwein-Gesellschaft e.V.: Erhalt und Förderung des historischen Weinanbaus: Abenteuerspielplatz mit Weinbau und Streuobstwiese,
  • Therapeutisches Reiten „Pferde stärken“
  • Stadt Grafing: Fahrrad-Geländeparcours an der Förderschule
  • Stiftung Attl: Im Rahmen eines Kooperationsprojekts wird ein berufliches Eingliederungsprojekt für einen beeinträchtigten Mann umgesetzt.
  • Der benachbarte Bauernhof: Praktische Unterstützung bei verschiedenen Projekten
  • Draxmühle: Ausflug und Rundgang durch die Mühle
  • Alpaka-Hof Altenhohenau: Alpakawanderungen
  • Bio-Hof in Reitmehring: Besuch und Einkauf von hochwertigen Lebensmitteln
  • Innerstädtische Kooperationen mit Polizeirevier, Wertstoffhof, Bücherei: Regelmäßige Besuche
  • Elternbeirat (Aktionen des Elternbeirats: Tombola in der Innenstadt, Vorlesetag, Besuch des Nikolaus‘, Plätzchenverkauf u.v.m.)
  • Privat: Besuch von Eltern z.B. zur Apfelernte und Saftherstellung im Inngarten oder Geburtstagsfeier

6.3 Soziale Netzwerkarbeit bei Kindeswohlgefährdungen

6.3.1 Kinderschutz & Kindeswohl – Gesetzliche Grundlagen

Mit unserem Schutzkonzept informieren wir die Eltern, bzw. Erziehungsberechtigten, was wir für den Schutz ihrer Kinder in unserer Einrichtung tun und welche Regeln in unserem Kindergarten gelten.

Wir geben den Kindern einen geschützten Ort, in dem sie sich sicher, wohl und geborgen fühlen. Uns ist es wichtig, die Kinder vor jeder Form von Übergriffen, Missbrauch sowie vor körperlicher, emotionaler und psychischer Gewalt zu schützen. Dies basiert auf der Grundlage des Kinderschutzgesetzes im SGB VIII § 8a, dem Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung.

Wir sind rechtlich dazu verpflichtet, bei den geringsten Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung wie folgt zu reagieren:

  • Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden regelmäßig zu Kindeswohlgefährdung hausintern geschult
  • Wahrnehmung der Kindeswohlgefährdung
  • Dokumentation der Kindeswohlgefährdung
  • Austausch und Beratung im Team/Leitung
  • den Eltern/Erziehungsberechtigten Hilfsmaßnahmen, wie z.B. Kooperationsstellen anbieten
  • gegebenenfalls externe Fachkräfte/ insoweit erfahrene Fachkraft unseres Sprengels/Jugendamt einschalten

Artikel 9b BayKiBiG:
 Bei Neuanmeldung eines Kindes müssen die Eltern/Erziehungsberechtigten die letzte Früherkennungsuntersuchung vom Kinderarzt vorlegen.

6.3.2 Strukturelle Maßnahmen des Trägers

Unser Träger stellt sicher, dass alle Mitarbeiter des Kindergartens ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen sowie eine Selbstverpflichtungserklärung unterschreiben. Dieses beinhaltet den Schutz der Kinder vor jeglicher Form von Gewalt und Übergriffen zu gewährleisten. Des Weiteren unterschreiben alle Mitarbeiter bei Vertragsabschluss eine Schweigepflichterklärung und werden auf die Inhalte des Schutzkonzepts hingewiesen.

Unsere Einstellungsvoraussetzungen sind:

  • unbedenkliches, erweitertes polizeiliches Führungszeugnis
  • abgeschlossene pädagogische Ausbildung
  • persönliche Eignung und positive Arbeitshaltung
  • gepflegtes Erscheinungsbild

Alle unsere Mitarbeiter nehmen regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teil. Die Inhalte der Fort- und Weiterbildungen werden an das ganze Team weitergegeben, so dass alle Mitarbeiter auf dem gleichen Wissensstand sind. Die Einrichtungsleitung nimmt an verpflichtenden Präventionsschulungen teil und gibt diese Inhalte an das Team weiter.

Es ist uns wichtig, dass alle Mitarbeiter für dieses Thema sensibilisiert werden.

6.3.3 Maßnahmen in der Einrichtung

6.3.3.1. Gestaltung von Nähe und Distanz

Wir achten und respektieren die Wünsche, Grenzen („Nein sagen dürfen“) und Bedürfnisse der Kinder. Wir regen sie dazu an, ihre Gefühle offen auszudrücken und stärken dadurch die Vertrauensbasis.

6.3.3.2. Privat- und Intimsphäre

Wir akzeptieren die Privat- und Intimsphäre der Kinder z. B. beim Toilettengang oder beim Umziehen. Mit Fragen rund um den Körper gehen wir offen um. Die Kinder lernen dabei, sich selbst und ihren eigenen Körper positiv wahrzunehmen.

6.3.3.3. Sprache

Wir legen Wert auf eine respektvolle verbale und nonverbale Kommunikation. Eine kindgerechte und freundliche Ansprache ist für unsere Mitarbeiter selbstverständlich.

Wir dulden keine abfälligen Bemerkungen, Bloßstellungen und „Kraftausdrücke“. Dort setzen wir klare Grenzen und zeigen Alternativen auf.

6.3.3.4. Körperkontakt

Die Kinder haben unterschiedliche Bedürfnisse was Zuwendung und körperliche Nähe betrifft. Wir besprechen gemeinsam mit den Kindern die Regeln zum Umgang mit Körperkontakt.

„Klassische Doktorspiele“ sind unter Einhaltung der besprochenen Regeln erlaubt. Bei einer Grenzüberschreitung greifen wir ein und sprechen offen mit den Kindern. Auch das pädagogische Personal wahrt eine professionelle Distanz zu den Kindern.

6.3.3.5. Handlungsschritte bei Grenzüberschreitungen

Wenn es zu Grenzüberschreitungen der Kinder untereinander kommt, handeln wir wie folgt:

  • erkennen und eingreifen, Grenzüberschreitung stoppen
  • Situation klären, Stellung beziehen
  • Vorfall im Team/Leitung besprechen und abwägen ob eine Aufarbeitung in 
dieser Angelegenheit notwendig ist
  • bei erheblicher Grenzüberschreitung werden die Eltern informiert
  • gegebenenfalls Kontakt zu einer Beratungsstelle suchen
  • Gruppenregeln prüfen

6.3.3.6. Handlungsschritte bei Übergriffen

Ein Übergriff ist eine klare Überschreitung festgelegter Normen, Regeln und Standards. 
Folgende Verfahrensschritte werden eingeleitet:

  • ein Übergriff/Anzeichen dafür muss sofort unterbunden werden
  • Austausch mit Kolleginnen/Team
  • Leitung muss informiert werden (Dokumentation)
  • Konfrontation/Gespräch mit dem vermeintlichen Täter
  • gegebenenfalls Einschalten des Trägers bzw. zuständiger Aufsichtsbehörde

Die Geschäftsführung regelt und delegiert ggf. eine Kontaktaufnahme. Diese wird in der Akte des Kindes dokumentiert sowie im Gruppentagebuch.

6.3.3.7. Beschwerdemanagement

In unserer Einrichtung finden regelmäßig „Kinderkonferenzen“ statt, in denen die Kinder ihre Bedürfnisse, Beschwerden und Wünsche äußern dürfen. Davon abgesehen legen wir Wert darauf, dass die Kinder jederzeit vertrauensvoll ihre Befindlichkeiten einer Bezugsperson mitteilen können.

6.4 Verhaltenskodex

6.4.1. Präventionsmaßnahmen für die Kinder

Zum Schutz der Kinder halten wir folgende Präventionsmaßnahmen ein:

  • die Eingangstüre ist nur in der „Bring- und Abholzeit“ geöffnet. In dieser Zeit 
sind die Kinder in ihren Gruppen
  • das Außengelände ist komplett umzäunt 
es wird genau darauf geachtet, dass die Kinder nur von berechtigten Personen 
abgeholt werden
  • das Team wird jährlich durch die Leitung geschult bezüglich des 
Schutzauftrages nach SGB VIII. § 8a
  • die Kinder werden regelmäßig durch verschiedene Projekte wie z.B. „Geh nie 
mit einem Fremden mit“, „Trau Dich nein zu sagen“ oder dem Besuch der 
Polizei, stark gemacht
  • die Kindertoiletten haben Sichtschutztüren
  • beim Wickeln wird streng darauf geachtet, allein im Raum zu sein

6.4.2. Präventionsmaßnahmen für die Eltern

  • jährliche, anonyme Elternumfrage. Hier können Eltern ihre Wünsche, Vorstellungen, Vorschläge sowie positive und negative Kritik vorbringen. Diese ist nach Auswertung auf unserer Homepage nachzulesen.
  • jährliche Elterngespräche, in denen der Entwicklungsstand besprochen wird. Bei

Schwierigkeiten werden Hilfestellungen und Unterstützung angeboten.

„Schnupperzeit“: Hier lernen die Eltern unsere pädagogische Arbeit, das Team, unseren Alltag und die Räumlichkeiten kennen.

  • eine behutsame und individuelle Eingewöhnung ist besonders wichtig für unser Personal damit die Kinder als auch die Eltern einen entspannten und sorglosen Start haben.

Unser Netzwerk

Wir arbeiten eng mit dem „BürgerBahnhof“ zusammen, die zentrale Anlauf- und Vermittlungsstelle in Wasserburg am Inn bei allen sozialen Fragen. Seit Bestehen unserer Einrichtung nehmen wir zweimal pro Jahr am Netzwerktreffen aller sozialen Institutionen im Raum Wasserburg teil.

7 Unser Selbstverständnis als lernende Organisation

Um die Qualität der Förderungen in unserer Einrichtung sicherzustellen und geeignete Maßnahmen zu entwickeln, haben wir unser pädagogisches Konzept festgeschrieben. Dieses setzen wir als Grundlage zur Erfüllung des Förderauftrags ein und führen geeignete Maßnahmen zur Evaluation unserer Arbeit durch.[57]

Um die Qualität der pädagogischen Arbeit zu sichern, nehmen wir regelmäßig an Fortbildungen, Supervisionen und Teamsitzungen teil. Wir informieren uns über Fachpresse und Fachliteratur, tauschen uns mit Kolleginnen und Kollegen, Lehrerinnen und Lehrern aus, mit pädagogischen Fachkräften angrenzender Fachbereiche und mit Eltern.

Durch gemeinsame Reflexion im Team sind wir in der Lage, unseren hohen Anspruch an die pädagogische Qualität zu erfüllen. Grundlage hierfür ist unser Qualitätshandbuch, das wir regelmäßig aktualisieren.[58]

Als Maßnahme zur Qualitätssicherung veröffentlichen wir unsere pädagogische Konzeption auf unserer Homepage und führen jährlich eine schriftliche und anonyme Elternbefragung durch. Die Elternbefragungen finden mit genormten Fragebögen statt, die nach festgelegtem Auswertungsschema zusammengefasst werden. Die Ergebnisse bespricht die Geschäftsführung mit dem Team. Das Befragungsergebnis wird 5 Jahre archiviert.

Unserer eigenen, träger- und einrichtungsbezogenen pädagogischen Konzeption liegen die Grundsätze unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit und die Bildungs- und Erziehungsziele (Art.13) schriftlich zugrunde.[59]

Die pädagogische Leiterin der Einrichtung übernimmt die Verantwortung für die Gestaltung und Fortentwicklung der pädagogischen Arbeit in der Kindertageseinrichtung.

Die Geschäftsführerung des Haupthauses mit Kindergarten- und Krippenbetrieb nimmt die fachliche Unterstützung, Anleitung und Aufsicht für das pädagogische Personal wahr.[60]

7.1 Unsere Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung

7.1.1 Teamarbeit und Kommunikation

Teamarbeit auf Führungsebene

Auf Leitungsebene tragen wir über Dialog und Beziehung dazu bei, dass aus den MitarbeiterInnen unserer Einrichtung ein Team werden kann.

Um Teamprozesse in Gang zu bringen, anzuregen oder weiterzuentwickeln, nutzen wir Beobachtung, Ressourcenorientierung und verschiedene Dialogplattformen wie Zweiergespräche (auch während der Verfügungszeit), Tür- und Angelgespräche, sowie Gespräche im Groß- und Kleinteam. Wir leben die Heterogenität als Ressource (sehen Unterschiedlichkeit als Bereicherung) und achten die individuelle Persönlichkeit eines jeden. Dabei orientieren wir uns an dem Team Management System von Margerison-McCann.[61]

Formen der Team-Kommunikation

Einmal im Monat findet ein Treffen mit dem Großteam statt und einmal pro Woche ein Treffen im Gruppenteam, sowie nach individueller Vereinbarung und bei Bedarf während der Verfügungszeit.

Die pädagogische Leitung bereitet die Sitzungen des Großteams vor und versendet die Einladungen über den Messengerdienst „Signal“. Sie verfasst die Protokolle, die ebenfalls über „Signal“ an alle MitarbeiterInnen verschickt werden. Ebenso verfahren die Gruppenteams.

7.1.2 Team als lernende Gemeinschaft

„Qualität im Team“ definieren wir als achtsame, respektvolle Bindungs- und Beziehungsqualität. Unsere Dialogführung basiert auf gemeinsam erarbeiteten Gesprächsregeln.

Zur Erstellung und Weiterentwicklung unseres Qualitätshandbuchs nutzen wir den „Strategieplan für Dienstleistungsunternehmen“ und die „Handreichung zur Betriebsführung und Stressbewältigung.“

Festgehalten werden Gespräche in Bezug auf Qualitätsentwicklung in Form von Gesprächs- und Ergebnisprotokollen.

Wichtige Schlüsselprozesse in unserer Einrichtung werden gemeinsam definiert, besprochen und in unserem Qualitätshandbuch schriftlich dokumentiert („Gegebenheiten für ein Miteinander“).

Bei Bedarf nutzen wir ein externes Angebot zur Supervision und/oder halten Rücksprache mit der Fachberatung des Kreisjugendamts. Bei Kindeswohlgefährdung erhält das Team Begleitung durch die insoweit erfahrene Fachkraft eines externen Trägers.

Veränderungen (Planung – Durchführung – Reflexion)

Veränderungsprozesse in unserer Einrichtung werden in der wöchentlichen Teambesprechung von Krippe, bzw. Kindergarten vorgestellt und erörtert. Themen, die beide Bereiche betreffen, werden im Großteam besprochen, das sich einmal pro Monat trifft.

Neue Studien und Forschungen zum Thema Veränderungsprozesse werden in den Teamsitzungen vorgestellt und in der hauseigenen Bibliothek für jeden zugänglich archiviert. Veränderungsprozesse werden ggf. während einer Teamsitzung sichtbar. Eine Überprüfung findet einmal pro Jahr gemeinsam statt in Anwesenheit des Trägers, der pädagogischen Leitung und des Mitarbeiterteams.

Beschwerde- und Fehlerkultur in unserer Einrichtung

Wir leben in unserer Einrichtung eine konstruktive Fehlerkultur, mit dem Ziel, die Angst vor dem Fehlermachen abzubauen und ein Lernen aus Fehlern zu ermöglichen. Wir sehen Fehler als Chance zur Qualitätsoptimierung.

Anregungen und Kritik von Eltern und anderen Beteiligten erhalten eine Gesprächsplattform zum konstruktiven Austausch. Der Zeitpunkt für ein Gespräch wird individuell vereinbart (siehe auch 6.1 Eltern als Partner und Mitgestalter).

Die Kinder in unserer Einrichtung können Beschwerden oder Verbesserungsvorschläge jederzeit einbringen. Sie sind es gewohnt, ihre Initiativkraft zu leben. Das führt zur kontinuierlichen Partizipation auf allen Ebenen.

MitarbeiterInnen bringen ihre Verbesserungsvorschläge im Einzelgespräch oder während einer Teamsitzung ein.

Grundsätzlich signalisieren wir Dialogbereitschaft in unserem Auftreten und geben den Raum, Anregungen und Beschwerden von MitarbeiterInnen, Eltern, Kindern und anderen Personen aufzunehmen, zu prüfen und ggf. umzusetzen.

Schlüsselrolle Leitung

Alle Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind in einem Organigramm festgehalten und werden auch in unseren Stellenausschreibungen transparent gemacht. Der Träger unserer Einrichtung erwartet von den MitarbeiterInnen Dialogbereitschaft, die Bereitschaft, Beziehungen einzugehen und Geduld. Träger und Leitung stehen im regelmäßigen Austausch, um zu informieren, delegieren, kontrollieren und reflektieren.

Unsere Einrichtung als „lernende Organisation“

Einmal pro Jahr findet eine Inhouse-Fortbildung mit externen Referenten statt, um Prozesse in unserer Einrichtung gezielt zu reflektieren. Bei Bedarf ziehen wir Beratung in Form von Supervision hinzu. Wir nutzen zur Team- und Personalentwicklung unseren „Leitfaden Miteinander“, in dem unser Verständnis von wertebasierter Mitarbeiterführung beschrieben ist. Zusätzlich nutzen wir unseren Strategieplan für Diensteistungsunternehmen.

Besprechungen und Kontakte mit dem Träger

Es finden wöchentlich Mitarbeitergespräche zwischen Träger und Leitungen statt und einmal pro Monat zwischen Träger und MitarbeiterInnen. Themen sind u.a. Betriebsorganisation, Umsetzung der pädagogischen Konzeption, Qualitätssicherung sowie individuelle Themen.

Führungsverantwortliche haben die Möglichkeit, sich bei der LeiterInnenkonfernz des Kreisjugendamts, beim Treffen der Wasserburger Leitungen von Kindertageseinrichtungen sowie beim Vernetzungstreffen mit Bürgermeister sowie beim Vernetzungsarbeitskreistreffen im Bürgerbahnhof auszutauschen.

MitarbeiterInnen werden bei der Entwicklung ihres persönlichen beruflichen Profils durch die Teilnahme an Gesprächskreisen und Fortbildungen, Handreichungen verschiedener Anbieter (z.B. unserer Berufsgenossenschaft BGW, Fachzeitschriften, Publikationen des IFP), durch die Bereitstellung von Fachliteratur in der hauseigenen Bibliothek und in Form von Beratung durch Kolleginnen und Kollegen sowie durch Vorgesetzte unterstützt.

7.2. Weiterentwicklung unserer Einrichtung – geplante Veränderungen

Unsere gemeinsame Vision für die Zukunft unserer Einrichtung – Wo wollen wir hin?

Unsere Einrichtung bietet ein Nischenangebot in der Kindertagesbetreuung. Wir sind eine Kleinsteinrichtung mit familiärem, überschaubaren Charakter: Ein breit gefächertes „Spielraum“-Angebot für eine begrenzte Kinderzahl bei hohem Personalschlüssel.

„Spielraum“ bedeutet: Raum zum Spielen auf dem Gelände des Haupthauses, in der Nachbarschaft, auf diversen Freiflächen mit Bauwagennutzung in direkter Nähe sowie in Spiel- und Erlebnisorten im Umland (die dank der Transportmöglichkeit durch Kleinbusse problemlos erreichbar sind).

Durch einen hohen Personalschlüssel sind diese Angebote parallel und zeitlich unabhängig umsetzbar. Alle Angebote sind inklusiv gestaltet. Diese Konstruktion ist finanziell und personell gefährdet und benötigt durchgehendes Engagement auf allen Ebenen des Betriebes.

Unsere konkreten Qualitätsentwicklungs- und Veränderungsschritte

Als nächste Schritte zur konkreten Qualitätsentwicklung steht für uns an, den Mitarbeiterwechsel durch eine verstärkte, persönliche Vernetzung im Team zu gestalten.

Als externes Begleitangebot unterstützt uns bei Qualitäts- und Veränderungsschritten hauptsächlich das Kreisjugendamt Rosenheim.

Wir greifen auch gerne auf die Angebote der Bildungsakademie Emmerl zurück (Bildungsakademie, Kleinkindpädagogik, Krippenpädagogik, Inklusion, Fachkraft Kita, Fachkraft für Inklusion) und buchen Online-Fortbildungsangebote diverser, fachbezogener Anbieter.

8. Anhang

8.1. Familienorientiertes Unterstützungsangebot der Stadt Wasserburg am Inn

Beratung für werdende oder junge Eltern

Fachdienst Frühe Kindheit (KoKi): Berät Eltern und junge Familien, wenn sie für das gesunde Aufwachsen ihrer Kinder Unterstützung brauchen. Angeboten werden individuelle Hilfen für die Familien.

Landratsamt Rosenheim, Kreisjugendamt
Wittelsbacherstraße 53
83022 Rosenheim
Tel. 08031 392-2398
www.landkreis-rosenheim.de/kinder-jugendliche

Schwangerenberatungsstellen: Unterstützen bei Fragen rund um die Schwangerschaft wie Vorsorgeuntersuchungen und Pränataldiagnostik; Finanzielle Hilfen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt sowie in den ersten Lebensjahren; Information zu Leistungen wie Mutterschaftsgeld, Elterngeld, Kindergeld usw.. Ebenso sind sie Ansprechpartner bei Ehe- und Partnerschaftsproblemen.

  • DonumVitae
    Schustergasse 6
    83512 Wasserburg am Inn
    08071 921
    www.donum-vitae-rosenheim.de
  • SkF
    Montags im Caritas-Zentrum
    Heisererplatz 7
    83512 Wasserburg am Inn
    08031 31412
    www.skf-prien.de

    • Hebammenhaus Wasserburg: Koordinierungs- und Beratungsstelle für Frauen, die eine Hebamme für die Vor- und Nachsorge suchen.

Hebammenhaus Wasserburg an der RoMed Klinik

Krankenhausstr. 2

83512 Wasserburg am Inn

Tel. 08071 77-322 oder 0174 2061017

www.romed-kliniken.de

 

Rosenheimer Aktion für das Leben e.V.:

Der Verein bietet Hilfe für Eltern und Kinder in sozialer und wirtschaftlicher Not.

Geschäftsstelle:

Landratsamt Rosenheim

Wittelsbacherstr. 53

83022 Rosenheim

Tel. 08031 392-2243 und 08031 392-2244

www.rosenheimer-aktion.de

 

 

Anlaufstellen nach der Geburt

Jugendamt Landkreis Rosenheim:

Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Unterhaltsvorschuss, Beistands-, Vormund- und Pflegschaften, Kindertagesbetreuung, Kommunale Jugendarbeit
Wittelsbacherstr. 53
83022 Rosenheim
Tel. 08031 392-2340
www.landkreis-rosenheim.de/kinder-jugendliche

 

Kinderschutzbund:

Eltern-Kind-Burg-Treff, Elternkurse, Erziehungsfragen, Sozialpädagogische Familienhilfe, Beratung und Begleitung bei Trennung und Scheidung, sexuellem Missbrauch
Regionalbüro Wasserburg des Kinderschutzbundes
Auf der Burg 11
83512 Wasserburg am Inn
Tel. 08071 510300
www.kinderschutzbund-rosenheim.de

 

Startklar Soziale Arbeit:

Jugendsozialarbeit, Schulbegleitung, Sozialpädagogische und therapeutische Familienhilfen, Erziehungsbeistandschaften
Heisererplatz 1
83512 Wasserburg am Inn
Tel. 08071 510652
www.startklar-soziale-arbeit-obb.de

 

Mehrgenerationenhaus Wasserburg:

Vielfältiges Beratungs- und Freizeitangebot für alle Generationen

Willi-Ernst-Ring 19

83512 Wasserburg am Inn

Tel. 08071 9035530

www.mehrgenerationenhaus-wasserburg.de

 

Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche

Caritaszentrum Wasserburg

Heisererplatz 7

83512 Wasserburg am Inn

Terminvereinbarungen unter 08031 203740

www.caritas-nah-am-naechsten.de/caritas-zentrum-wasserburg

Bürgerbahnhof: Anlauf- und Vermittlungsstelle in allen sozialen Fragen

BürgerBahnhof

Bahnhofsplatz 14

83512 Wasserburg am In

Telefon 08071 5975286

buergerbahnhof(@)wasserburg.de

8.2 Literaturverzeichnis

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Schürer-Necker, Elisabeth (1994): Gedächtnis und Emotion. Zum Einfluss von Emotionen auf das Behalten von Texten. Weinheim: Beltz, Psychologie-Verlags-Union.

Segermann, Krista (2000): „Ganzheitsdidaktik – ein pädagogisches Konzept auch für den Fremdsprachenunterricht?“ Fremdsprachenunterricht 44/53, 4: S. 249-253.

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Traxler, Kim (2006): Das Bewegungskonzept Elfriede Hengstenbergs: Die innere Aufrichtung des Kindes aus eigenem Antrieb (Mit Kindern wachsen.) Freiburg: Arbor.

Ulich, Dieter; Mayring, Philipp (1992): Psychologie der Emotionen. Stuttgart: Kohlhammer.

Ulrich, R.S. (1990). Influences of Passive Experiences with Plants on Individual Well- Being and Health. In: D. Relf (ed., 1992). The role of horticulture in human well-being and social development, a National Symposium (93-106). Portland: Timber Press.

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Wallnöfer, G., Heterogenität und Homogenität als abstrakte Konstrukte in der Pädagogik und deren Auswirkungen auf den pädagogischen Alltag. In: Bräu, Karin/ Carle, Ursula/ Kunze, Ingrid (Hrsg.): Differenzierung, Integration, Inklusion – Was können wir vom Umgang mit Heterogenität an Kindergärten und Schulen in Südtirol lernen? Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2011.

Welsch, Wolfgang (1996): Vernunft. Frankfurt.

Weidenmann, B. (1995): „Multicodierung und Multimodalität im Lernprozess.“ In: Issing: S. 65-84.

Wild Rebeca – Erziehung zum Sein Erfahrungsbericht einer aktiven Schule. 1998. Mit Kindern wachsen.

Wild Rebeca – Sein zum Erziehen Mit Kindern leben lernen. 6. Aufl. 1998. Arbor.

Wild Rebeca – Freiheit und Grenzen Bilder und Schilderungen aus meiner Arbeit mit Kindern. (o. J.) Mit Kindern wachsen.

Wild Rebeca – Kinder im Pesta Erfahrungen auf dem Weg zu einer vorbereiteten Umgebung für Kinder, 1993. Arbor.

Wild Rebeca – Lebensqualität für Kinder und andere Menschen Erziehung und der Respekt für das innere Wachstum von Kindern und Jugendlichen. Beltz, Weinheim 2001

Nach Titel:

ZeT, Zeitschrift für Tagesmütter und –väter, Kallmeyer Verlag

Der Waldkindergarten, Kirsten Bickel, NordenMedia

Vom Baby bis zum Schulkind, Lothar Klein, Herbert Vogt, Kallmeyer Verlag

Kinder verstehen lernen – Wie Beobachtung zu Achtung führt, Erika Kazemi-Veisari, Kallmeyer Verlag

Mit Kindern leben, lernen, forschen und arbeiten, Kindzentrierung in der Praxis, Rosi Henneberg, Helke Klein, Lothar Klein, Herbert Vogt, Kallmeyer Verlag

Kinder wollen draußen sein, Natur entdecken, erleben und erforschen, Herbert Östereicher, Edeltraut Prokop, Kallmeyer Verlag

Sinneswerkstatt, Projekte zum ganzheitlichen Leben und Lernen, Renate Zimmer, Praxisbuch Kita

Helfen durch Rhythmik, Renate Klöppel, Sabiene Vliex, Praxisbuch Kita

Scheiblauer Rhythmik, Orthagogische Rhythmik, Neikes J. L., Verlag Richarz

Kunst mit Kids, Uwe Hofele, verlag modernes lernen

Kunst in der Kniebeuge, Rudolf Seitz, DBV

Lernen durch Kunst, Andreas Neider, Verlag Freies Geistesleben

Musik im Kopf, Hören, Musizieren, Verstehen und Erleben im neuronalen Netzwerk, Spitzer Manfred, KramerBuch

Last mir Zeit, Die selbständige Bewegungsentwicklung des Kindes bis zum Gehen, Emmi Pickler, Pflaum

Vertauen lernen, Maria Caiati, Don Bosco

Kinder brauchen Spielräume, Perspektiven für eine kreative Erziehung, Karl Gebauer, Gerald Hüther,

Alles Machos und Zicken, Zur Gleichstellung von Jungen und Mädchen in Kindertagesstätten, Christian Büttner, Gudrun Nagel, Kallmeyer Verlag

Entfaltungen, Elfriede Hengstenberg, arbor Verlag

Weltwissen der Siebenjährigen, Donata Elschenbroich, Kunstmann

Weltwunder, Kinder als Naturforscher, Donata Elschenbroich, Kunstmann

Qualität für Kinder unter Drei in Kitas, Bertelsmann Stiftung

Das neue Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz, Bedarfsplanung und Förderung Leitfaden für die Praxis, Brandenburg, Schwemer, jehle

Bayerischer Erziehungs- und Bildungsplan, BLLV

Männer in „Frauenberufen“ der Pflege und Erziehung, Krabel, Jens, Olaf Stuve (Hrsg.)

Männer – Paschas und Nestflüchter?, Döge, Peter

Ist der Gruppe noch zu helfen? Gruppendynamik und Individualisierung, Edding, Cornelia und Kraus, Wolfgang

Qualitätssicherung in der Früherziehung, Tietze, Wolfgang

Abenteuer, Erlebnisse und die Pädagogik, Becker, Peter, Karl-Heinz Braun, Jochen Schirp

Vatertheorien, Drinck, Barbara

Feministische Bildungsarbeit, Leben und Lernen zwischen Wunsch und Wirklichkeit, Christoph, Eveline, Edgar Forster, Lydia Müller, Barbara Pichler,  u. a.

Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, Fachzeitschrift, Verlag Barbara Budrich

Bildung ist mehr als Lernen, Andreas Neider, Verlag Freies Geistesleben

Lernen aus neurobiologischer, pädagogischer und entwicklungspsychologischer Sicht, Andreas Neider, Verlag Freies Geistesleben

Ich schaffs! Spielerisch und praktisch Lösungen mit Kindern finden, Ben Furman, Carl-Auer-Verlag

Prinzip Menschlichkeit, Bauer Joachim, Hoffmann und Campe

Die Individualität des Gehirns, Ansermet, Francois, Magistetti, Pierre

Das Gedächtnis des Körpers, Bauer Joachim

Warum ich fühle, was du denkst, Bauer Joachim

Descartes` Irrtum, Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn, Damasio, Antonio R.

Das vernetzte Gehirn, Herschkowitz Norbert

Die Macht der Inneren Bilder, Wie Visionen das Gehirn, den Menschen und die Welt verändern, Hüther Gerald

Das Geheimnis der ersten neun Monate, Unsere frühesten Prägungen, Hüther Gerald, Krens Inge

Wie funktioniert das Gehirn, Auf dem Weg zu einer neuen Lernwissenschaft, OECD

Neurowissenschaft und Philosophie, Pauen, Michael; Roth, Gerhard

Fühlen, Denken, Handeln, Roth Gerhard

Aus Sicht des Gehirns, Roth Gerhard

Vom Wissen und Fühlen, Rubner Jeanne

Wie wir WERDEN, wie wir SIND, Siegel Daniel

Lernen, Gehirnforschung und die Schule des Lebens, Spitzer Manfred

Das kreative Netzwerk, Wie unser Gehirn in Bildern spricht, Schmidbauer Manfred

Vernetztes Denken in biomedizinischer Forschung, Straub, Rainer H.

Frühe Bindung, Entstehung und Entwicklung, Ahnert Liselotte, Ernst Reinhardt Verlag

Hundert Sprachen hat das Kind. I cento linguaggi dei bambini. Ausstellungskatalog von Reggio Children S.r.l (Herausgeber)

Alles hatte einen Schatten, außer den Ameisen. Wie Kinder im Kindergarten lernen von Reggio Children

Was tut der Wind, wenn er nicht weht? Begegnung mit der Kleinkindpädagogik in Reggio Emilia von Annette Dreier

Einführung in die Reggio-Pädagogik von Sabine Lingenauber

Kinderräume – KinderTräume. …oder wie Raumgestaltung im Kindergarten sinn-voll ist von Silke Schönrade, Günter Pütz

Raum für Kinder von Wolfgang Mahlke, Norbert Schwarte

Kinder-Räume. Kindertagesstätten aus architekturpsychologischer Sicht von Rotraut Walden, Inka Schmitz

Forscher, Künstler, Konstrukteure. Werkstattbuch zum Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen von Hans-Joachim Laewen, Beate Andres

Beobachten und dokumentieren im pädagogischen Alltag von Susanne Viernickel, Petra Völkel

Erziehung zur Freiheit. Die Pädagogik Rudolf Steiners. Von Frans Carlgren und Arne Klingborg von Freies Geistesleben (März 2005)

Die Waldorfpädagogik. Eine Einführung in die Pädagogik Rudolf Steiners von Johannes Kiersch von Freies Geistesleben (Januar 1997)

Montessori oder Waldorf? Ein Orientierungsbuch für Eltern und Pädagogen von Marielle Seitz, Ursula Hallwachs, und Christa Pilger-Feiler von Kösel (September 2005)

Waldorf-Pädagogik im Kindergarten von Wolfgang Saßmannshausen von Herder, Freiburg (April 2003)

Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik von Rudolf Steiner von Rudolf Steiner Verlag (Januar 1992)

Spielen und Arbeiten im Waldorfkindergarten von Freya Jaffke von Freies Geistesleben (Februar 2004)

Montessori-, Freinet-, Waldorfpädagogik von Achim Hellmich und Peter Teigeler von Beltz (1 Februar 1999)

Aufgaben der Waldorfpädagogik nach PISA von Bruno Sandkühler von Menon Verlag (2004)

Bewegliche Bilder – bewegte Sprache. Arbeitsmaterial aus den Waldorfkindergärten 25 von Michaela Kronshage und Sylvia Schwartz von Freies Geistesleben

Plan und Praxis des Waldorfkindergartens. Beiträge zur Erziehung des Kindes im ersten Jahrsiebt von Helmut von Kügelgen von Freies Geistesleben (1991)

Die pädagogische Anthropologie Maria Montessoris oder: Die Erziehung zum neuen Menschen von Christine Hofer

Die Kunst des Erziehens aus dem Erfassen der Menschenwesenheit von Rudolf Steiner von Rudolf Steiner Verlag (Januar 2002)

Werkstatt Situationsansatz in der Kindergartenpraxis von Mara Dittmann

Qualität im Situationsansatz von Christa Preissing

Das kleine Handbuch zum Situationsansatz von Jürgen Zimmer

Pädagogische Handlungskonzepte von Montessori bis zum Situationsansatz von Ingeborg Becker-Textor

Vom Säugling zum Schulkind – Entwicklungspsychologische Grundlagen von Joachim Bensel, Gabriele Haug-Schnabel

Der Kultur der Kinder auf der Spur. Ein Vergleich von Reggio-Pädagogik und Situationsansatz von Dorothea Rieber

Der Situationsansatz im Kindergarten. Möglichkeiten seiner Verwirklichung von Siegfried Stoll

Kindergarten heute spezial, Pädagogische Handlungskonzepte von Fröbel bis zum Situationsansatz

Qualitätskontrolle im Kindergarten. Kritische Untersuchung von Handlungsansätzen zur Qualitätsbestimmung und Qualitätssicherung von Bernd Franken

Freinet-Pädagogik im Kindergarten von Lothar Klein

Der Lebensbezogene Ansatz im Kindergarten von Norbert Huppertz

Die Freinet-Kindertagesstätte Prinz Höfte. Den Kindern das Wort geben … von Anfang an (CD-ROM) von Ralf Schauwacker

Arbeiten mit Kunst in Kindergarten und Grundschule von Jürgen Wüst, Ruth Wüst

Kinder erleben große Bildhauer von Jakobine Wierz

Bibbeldi babbeldi bonika. Surrealismus und Dada für Kinder von Barbara Djassemi, Alfred Schüssler (Cover Design), Ali-Reza Djassemi (Illustrator)

Klang-Werkstatt für Kinder. Miteinander Instrumente bauen und Musik machen von Dorothee Kreusch-Jacob, Dorothee Kreusch- Jacob

Mit Rhythmik durch die Jahreszeiten von Sabine Hirler

Handbuch der musikalischen Früherziehung. Theorie und Praxis für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen von Johannes Beck-Neckermann

Klar kann ich das. Kinder machen Musik. Wippen und schnippen von Haydn bis HipHop von Avery Hart, Paul Mantell

Musik und Spiel für Kleinkinder von Sabine Hirler

Leicht wie eine Feder. Kreatives Tanzen mit Kindern von Andrea Braun

Mathematik & Naturwissenschaften. Kreative Ideen und Materialien für den Kindergarten von Gabriele Dahle (Herausgeber)

Wissenschaft zum Anfassen. Naturwissenschaften in Kindergarten und Grundschule von Georges Charpak

Klein, Lothar; Vogt, Herbert: Freinet-Pädagogik in Kindertageseinrichtungen. Entdeckendes Lernen und vom “Hunger nach Leben”. Freiburg, Herder Verlag 1998

Klein, Lothar: Mit Kindern Regeln finden. Freiburg, Herder Verlag 2000

Klein, Lothar; Vogt, Herbert: Leben in der Familiengruppe. Ein Praxisbuch über die große Altersmischung. Freiburg, Lambertus-Verlag 1995 (Neuauflage 2002)

Klein, Lothar; Vogt, Herbert: Erzieherinnen im Dialog mit Kindern. Wie Partizipation im Kindergarten aussehen kann. In: Büttner, Christian; Meyer, Bernhard (Hrsg.): Lernprogramm Demokratie. Möglichkeiten und Grenzen politischer Erziehung von Kindern und Jugendlichen. Weinheim und München, Juventa-Verlag 2000, S. 89-109

Bildungsverlag EINS, Bildung von Anfang an, Troisdorf

Niesel, Renate: Geschlechtssensible Pädagogik, Wach, neugierig, klug, Bertelsmannstiftung

Verlag an der Ruhr, Mit Kindern die Natur erleben, Mit Freude die Natur erleben

Kalff, Michael, Handbuch zur Natur- und Umweltpädagogik, Günter Albert Ulmer Verlag

Naturschutzjugend NW AK-Kind und Natur, Aktionsideenkatalog für Kindergruppenleiterinnen,

Güthler; Lacher; Kreuzinger, Landart für Kinder – Fantastische Kunstwerke in und mit der Natur, Naturschutzjugend im LBV, Landesgeschäftsstelle Hilpoltstein, www.naju-bayern.de

Kinderwerkstatt Zauberkräuter, Kinderwerkstatt Naturfarben und Lehm – Spielen, werken und bauen mit natürlichen Materialien, AT Verlag Aurau (Schweiz) 1997

Infomappen der Natur- und Umweltschutzakademie NRW, Beratungsmappe Natur rund um den Kindergarten, Naturwerkstatt für Kinder, Kinderträume – Erlebnisräume, Natur-Kinder-Garten, Natur-Spiel-Räume, www.nua.nrw.de

Oberholzer, Alex, Lässer, Lore, Gärten für Kinder, Ulmer Verlag

Lange, Udo, Stadelmann Thomas, Spielplatz ist überall, Herder Verlag

Agde; Beltzig; Nagel; Richter, Sicherheit auf Kinderspielplätzen, Bauverlag 1996

GUV-SI 8014, Naturnahe Spielräume

Kalberer; Marcel; Remann, Micki, Das Weidenbuch – Die Kunst lebende Bauwerke zu schaffen, AT Verlag Arau Schweiz 2000

Pappler, Manfred; Witt Reinhard, NaturErlebnisRäume – Neue Wege für Schulhöfe, Kindergärten und Spielplätze, Kallmeyersche Verlagsbuchhandlung

Meißner, Johanna; Jansen, Frank Kinder fördern, Eltern entlasten – Eine gemeinsame Aufgabe von Kindertageseinrichtungen und Tagespflege? / KTK-Forum

Holford, Patrick; Colson, Deborah, Optimale Gehirnernährung für Kinder 2006

Krebs, Charles T., Nährstoffe für ein leistungsfähiges Gehirn

Jutta Burger-Gartner; Dolores Heber, Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsleistungen bei Vorschulkindern: Diagnostik und Therapie von Verlag Modernes Lernen (Januar 2006)

Sinneswerkstatt Landart: Naturkunst für Kinder von Regina Bestle-Körfer und Annemarie Stollenwerk von Okotopia (März 2009)

Montessori-Pädagogik im Kindergarten: Profile für Kitas und Kindergärten: Profile für Kitas und Kindergarten von Ulrich Steenberg von Verlag Herder (10. März 2008)

Forscher, Künstler, Konstrukteure: Werkstattbuch zum Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen von Hans-Joachim Laewen und Beate Andres von Cornelsen Verlag Scriptor (Dezember 2002)

Lernen: Gehirnforschung und die Schule des Lebens von Manfred Spitzer von Spektrum Akademischer Verlag (1. September 2006)

Die Familie in Gegenwart und Zukunft: Positionen, Provokationen, Prognosen von Martin R. Textor von Books on Demand (30. Januar 2009)

Wach, neugierig, klug – Kompetente Erwachsene für Kinder unter 3: Ein Fortbildungshandbuch von Bertelsmann Stiftung und Staatsinstitut für Frühpädagogik von Bertelsmann Stiftung (2. April 2008)

Tyrannen müssen nicht sein: Warum Erziehung allein nicht reicht – Auswege.: Warum Erziehung nicht reicht – Auswege von Michael Winterhoff von Gütersloher Verlagshaus (12. Januar 2009)

Warum unsere Kinder Tyrannen werden: Oder: Die Abschaffung der Kindheit von Michael Winterhoff und Carsten Tergast von Goldmann Verlag (15. Dezember 2009)

“Das kann ich schon selber!”: Übungen des praktischen Lebens nach Maria Montessori von Jutta Bläsius von Verlag Herder (11. August 2008)

Freinetpädagogik in der Kita: Selbstbestimmtes Lernen im Alltag von Rosy Henneberg, Lothar Klein, und Herbert Vogt von Kallmeyer (1. Oktober 2008)

Mit Kindern Musik entdecken von Johannes Beck-Neckermann von Kallmeyer (15. August 2008)

Kinderatelier: Experimentieren, Malen, Zeichnen, Drucken und dreidimensionales Gestalten von Marielle Seitz von Kallmeyer (September 2006)

Pampers, Pinsel und Pigmente von Angelika von der Beek von Verlag das Netz (1. Mai 2007)

Bildungsräume für Kinder von Null bis Drei – Broschiert (1 April 2006) von Angelika von der Beek

Das Lernhaus-Konzept – genial einfach lernen im Alltag: 111 Alltagssituationen kreativ nutzen von Irmtraud Große-Lindemann von Vak-Verlag (März 2009)

Wir kleistern, kneten, klecksen: Ideen und Spiele für die 1- bis 3-Jährigen von Eva Reuys und Hanne Viehoff von Don Bosco Verlag (28. März 2007)

Praxisbuch Krippenarbeit: Leben und lernen mit Kindern unter 3 von Antje Bostelmann von Verlag An der Ruhr (Februar 2008)

Das Portfolio-Konzept für die Krippe von Antje Bostelmann von Verlag An der Ruhr (September 2008)

Vom Säugling zum Schulkind – Entwicklungspsychologische Grundlagen von Joachim Bensel, Gabriele Haug-Schnabel, und Christine Merz von Herder, Freiburg (April 2009)

Bau-Bionik: Natur, Analogien, Technik von Werner Nachtigall von Springer, Berlin (17. Februar 2003)

Jedes Kind braucht Musik: Ein Praxis- und Ideenbuch zur ganzheitlichen Förderung in Kindergarten und Familie von Dorothée Kreusch-Jacob und Ursula Markus von Kösel-Verlag (14. September 2006)

Miteinander vertraut werden: Erfahrungen und Gedanken zur Pflege von Säuglingen und Kleinkindern von Emmi Pikler, Anna Tardos, Laura Valentin, und Lienhard Valentin von Arbor-Verlag (1997)

Was ist los mit meinem Kind? Bewegungsauffälligkeiten bei Kindern von Sabine Pauli und Andrea Kisch von Urania, Freiburg (2005)

Krippen: Wie frühe Betreuung gelingt: Fundierter Rat zu einem umstrittenen Thema von Jörg Maywald und Bernhard Schön von Beltz (18. Februar 2008)

Kindergarten heute, Spezial: Kinder unter 3 – Bildung, Erziehung und Betreuung von Kleinstkindern von Gabriele Haug-Schnabel und Joachim Bensel von Verlag Herder (20. September 2006)

Finger- und Bewegungsspiele für Krippenkinder von Lorelies Singerhoff, Martin Stiefenhofer, und Maryse Forget von Verlag Herder (11. Februar 2004)

Die ersten Tage: Ein Modell zur Eingewöhnung in Krippe und Tagespflege von Hans-Joachim Laewen, Beate Andres, und Éva Hédervári von Cornelsen Verlag Scriptor (Dezember 2003)

Der kleine buddhistische Erziehungsberater (14. September 2006) von Sarah Napthali und Manja van Wezemael

Das Tao Te King für Eltern von William Martin und Ulla Rahn-Huber von Aurum im Kamphausen Verlag (2005)

Mit Kindern neue Wege gehen von Lienhard Valentin von Arbor-Verlag (15. Juli 2005)

Transfer des Taijiquan vom Osten in den Westen: Untersuchung zur Übertragbarkeit eines chinesischen Bewegungskonzeptes (21 November 2007) von Michael Buss

Auf Schatzsuche bei unseren Kindern: Ein Entdeckungsbuch für neugierige Eltern und Erzieher (14 September 2006) von Jirina Prekop und Gerald Hüther

Experimentieren, Staunen und Spielen von Almuth Bartl von Urania, Freiburg (August 2005)

Anleitung zum Unglücklichsein von Paul Watzlawick von Piper (November 2009)

Kinder brauchen Musik, Spiel und Tanz: Bewegt-musikalische Spiele, Lieder und Spielgeschichten für große und kleine Kinder zur Gestaltung des musikalischen Alltags in Spielgruppen, Kindergärten, Grundschulen und für zu Hause von Sabine Hirler von Ökotopia Verlag (1. September 1998)

Rhythmus, Klang und Reim: Lebendige Sprachförderung mit Liedern, Reimen und Spielen in Kindergarten, Grundschule und Elternhaus von Marianne Kunz, Volker Friebel, und Kerstin Heinlein von Ökotopia (15. April 2005)

Spielen und Lernen mit 0- bis 3-Jährigen: Der entwicklungszentrierte Ansatz in der Krippe von Christine Weber, Irina Weigel, Ivo Raschke, und Jutta Kempf von Cornelsen Verlag Scriptor (Februar 2009)

Bewegungsförderung für Kleinkinder: Ideen für Krippe, Kita und Tagesmütter von Brigitte Wilmes-Mielenhausen und Anja Wrede von Verlag Herder (19. April 2006)

Die ersten gemeinsamen Schritte in die Welt: Babys in Tageseinrichtungen. Bereicherung oder Belastung für Babys, ihre Familie und Erzieherinnen? von Bernd Niedergesäß von Dagmar Dreves Verlag (September 2004)

Die ersten Schritte in die Welt. Wie Ihr Kind vertrauen lernt und selbständig wird von Chantal de Truchis von Herder, Freiburg (1998)

Altner, Nils: Achtsamkeit und Gesundheit, Prolog Verlag 2006

Achtsam mit Kindern leben, Nils Altner, Kösel 2009

Das Gesetz der Balance, Chinesisches Gesundheitswissen, Dr. Med. Fritz Friedel, GU 2009

Tai Chi für Kinder, Babara Reik, Mankau Verlag 2007

Der goldene Hahn steht auf einem Bein, Tai Chi für Kinder, Renate Sauer, 2004

Wurm im Apfel, Sebkova Thaller, Tai Chi für Kinder, Hernoul-le-Fin Verlag 1998

 

Impressum

 

Konzeptionsstand: März 2022

Gesamtverantwortung:

  • Träger der Einrichtung: Gänseblümchen e.V. Gars Bahnhof
  • Geschäftsführung
  • Leitung der Einrichtung

[1]          Rechtsgrundlagen: SGB VIII, § 22a Förderung in Tageseinrichtungen.

[2]          Bayerisches Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung vom 30. Juni 2021.

[3]          http://www.kinderrechtskonvention.info/uebereinkommen-ueber-die-rechte-des-kindes-370/

[4]          https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/BJNR111630990.html

[5]          https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayKiBiG

[6]          https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayAVKiBiG

[7]          https://www.ifp.bayern.de/imperia/md/content/stmas/ifp/bildungsplan_7._auflage.pdf

[8]          https://www.stmas.bayern.de/kinderbetreuung/paedagogik/leitlinien.php

[9]          https://www.stmas.bayern.de/kinderbetreuung/paedagogik/kinder-unter-drei.php

[10]        BayBEP:https://www.ifp.bayern.de/imperia/md/content/stmas/ifp/bildungsplan 7._auflage.pdf, Bild vom Kind,S. 11.

[11]        BayBEP: https://www.ifp.bayerde/imperia/md/content/stmas/ifp/bildungsplan_7._auflage.pdf, S. 426.

[12]        BayBL 3.A Bildung von Anfang an – Familie als erster und prägendster Bildungsort, https://www.lehrplanplus.bayern.de/leitlinien/textabsatz/39204.

[13]        BayKiBiG Art. 4 Allgemeine Grundsätze, https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayKiBiG-4

[14]        Vgl. https://www.ifp.bayern.de/imperia/md/content/stmas/ifp/bildungsplan_7._auflage.pdf, S. 426.

[15]        BayBL 3.A Bildung von Anfang an – Familie als erster und prägendster Bildungsort, https://www.lehrplanplus.bayern.de/leitlinien/textabsatz/39204.

[16]        https://www.ifp.bayern.de/imperia/md/content/stmas/ifp/bildungsplan_7._auflage.pdf, S. 425f.

[17]        https://www.ifp.bayern.de/imperia/md/content/stmas/ifp/bayerische_bildungsleitlinien.pdf, S.24

[18]        Nach: Manfred Overmann, (PH Ludwigsburg).

[19]        https://de.wikipedia.org/wiki/Neurodidaktik

[20]        Spitzer, Manfred: Wie Kinder denken lernen: Die kognitive Entwicklung vom 1. bis zum 12. Lebensjahr, München: mvg Verlag 2019; Spitzer, Manfred: Lernen: Gehirnforschung und die Schule des Lebens. Heidelberg, Berlin: Spektrum Akademischer Verlag 2007; Spitzer, Manfred: Wie wir denken und lernen: Ein faszinierender Einblick in das Gehirn von Erwachsenen, München: mvg Verlag 2020; Hüther, Gerald; Quarch, Christoph: (2016): Rettet das Spiel! Weil Leben mehr als Funktionieren ist. München: Carl Hanser Verlag 2016; Hüther, Gerald (2016): Mit Freude lernen – ein Leben lang: Weshalb wir ein neues Verständnis vom Lernen brauchen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht; Hüther, Gerald; Gebauer, Karl (2014): Kinder brauchen Vertrauen – Entwicklung fördern durch starke Beziehungen, Ostfildern Patmos Verlag; Hüther, Gerald; Gebauer, Karl (2014): Kinder brauchen Vertrauen – Entwicklung fördern durch starke Beziehungen, Ostfildern Patmos Verlag; Herrmann, Ulrich (Hrsg): Neurodidaktik. Grundlage für eine Neuropsychologie des Lernens. Weinheim: Beltz 2020; Herrmann, Ulrich (Hrsg): Neurodidaktik. Grundlage für eine Neuropsychologie des Lernens. Weinheim: Beltz 2020.

[21]        Wallnöfer, Gerald: Heterogenität und Homogenität als abstrakte Konstrukte in der Pädagogik und deren Auswirkungen auf den pädagogischen Alltag. In: Bräu, Karin/ Carle, Ursula/ Kunze, Ingrid (Hrsg.): Differenzierung, Integration, Inklusion – Was können wir vom Umgang mit Heterogenität an Kindergärten und Schulen in Südtirol lernen? Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2011.

[22]        Nach: Dr. Brigitte Sindelar, LEGO Learning Institute.

[23]        Nach: Mitchel Resnick, Massachusetts Institute of Technology.

[24]        Joseph Chilton Pearce (2008): “Der nächste Schritt der Menschheit”, Die Entfaltung des menschlichen Potentials aus neurobiologischer Sicht. Freiburg: Arbor Verlag.

[25]        Zitiert nach Ulrich, R.S. (1990). Influences of Passive Experiences with Plants on Individual Well- Being and Health. In: D. Relf (ed., 1992). The role of horticulture in human well-being and social development, a National Symposium (93-106). Portland: Timber Press. Eine Studie über die Auswirkungen der Blumen und Pflanzen auf die Produktivität am Arbeitsplatz von Roger Ulrich, Ph.D., Behavioral Scientist, Direktor des Center for Health Systems and Design, Texas A & M Universität in College Station, Texas. Ulrich ist Professor für Architektur und Landschaft, ein international anerkannter Experte für die Einflüsse der Umgebung auf das menschliche Wohlbefinden und die Gesundheit.

[26]        https://www.ifp.bayern.de/projekte/curricula/bayerische_bildungsleitlinien.php.

[27]        Piaget, Jean: Das Erwachen der Intelligenz beim Kinde (1936), in: http://digital.bib-bvb.de/view/bvb_single/single.jsp?dvs=1643971716388~229&locale=de&VIEWER_URL=/view/bvb_single/single.jsp?&DELIVERY_RULE_ID=39&bfe=view/action/singleViewer.do?dvs=&frameId=1&usePid1=true&usePid2=true, S. 21.

[28]        Vgl. https://www.ifp.bayern.de/imperia/md/content/stmas/ifp/bildungsplan_7._auflage.pdf, Leitlinien.

[29]        Der UNESCO-Bericht „Learning: the treasure within“ ist 1996 erschienen. 1997 hat die Deutsche ESCO-Kommission (DUK) die deutsche Ausgabe unter dem Titel „Lernfähigkeit: Unser verborgener Reichtum“ herausgegeben. Der Bericht ist das Ergebnis weltweiter Analysen und dreijähriger Beratungen der Internationalen Kommission „Bildung für das 21. Jahrhundert“ mit Lehrern, Forschern, Studenten, Regierungsvertretern und Nichtregierungsorganisationen. Die UNESCO hat diese unabhängige Kommission unter Vorsitz des ehemaligen Präsidenten der EU-Kommission, Jacques Delors, 1993 ins Leben gerufen. Quelle: https://unevoc.unesco.org/bilt/BILT+Library/lang=en/akt=detail/qs=5416

[30]        Traxler, Kim (2006): Das Bewegungskonzept Elfriede Hengstenbergs: Die innere Aufrichtung des Kindes aus eigenem Antrieb (Mit Kindern wachsen.) Freiburg: Arbor.

[31]        BayBEP:https://www.ifp.bayern.de/imperia/md/content/stmasifp/bildungsplan 7._auflage.pdf, S.43.

[32]        BayBEP:https://www.ifp.bayern.de/imperia/md/content/stmasifp/bildungsplan 7.uflage.pdf,Basiskompetenzen des Kindes, S. 42ff.

[33]        Pikler, Emmi; Tardos, Anna: Laßt mir Zeit. Die selbständige Bewegungsentwicklung des Kindes bis zum freien Gehen. München: Pflaum Verlag 2008 (5. Aufl.).

[34]        https://www.ifp.bayern.de/imperia/md/content/stmas/ifp/bildungsplan_7._auflage.pdf, S. 86.

[35]        https://www.ifp.bayern.de/imperia/md/content/stmas/ifp/bildungsplan_7._auflage.pdf, S. 86.

[36]        Vgl. „Die ersten Tage“, ein Modell zur Eingewöhnung in Krippe und Tagespflege, Hans-Joachim Laewen, Beate Andres, Eva Hedervari.

[37]        Bewegungsförderung nach Elfriede Hengstenberg basiert darauf, dass sich Kinder mit Hilfe einfacher Materialien selbst ausprobieren können. Das fördert die Motorik und das Selbstbewusstsein. https://www.kinderkinder.dguv.de/sich-bewegen-heisst-sich-entfalten/

[38]        Mimi Scheiblauer ist eine Wegbereiterin der Rhythmik als Erziehungsmittel der Heilpädagogik.

[39]        Pikler, Emmi u. a. (2014): Miteinander vertraut werden. Mit einem Vorwort von Rebeca Wild. Freiburg: Arbor Verlag.

[40]        Pikler, Emmi u. a. (2014): Miteinander vertraut werden. Mit einem Vorwort von Rebeca Wild. Freiburg: Arbor Verlag.

[41]        AV BayKiBiG § 1 Allgemeine Grundsätze für die individuelle Bildungsbegleitung (3)

[42]        https://www.ifp.bayern.de/imperia/md/content/stmas/ifp/bildungsplan_7._auflage.pdf, S. 389.

[43]        https://www.ifp.bayern.de/imperia/md/content/stmas/ifp/bildungsplan_7._auflage.pdf, S. 389.

[44]        BayBEP 2.6 Lernen im Kindesalter; 2.7 Verhältnis von Spielen und Lernen; 5.9 Lernmethodische Kompetenz – Lernen, wie man lernt.

[45]        U3 Handreichung 1.7 Das Prinzip der ganzheitlichen Bildung.

[46]        BayBL 5. A Die (Bildungs-)Bereiche im Überblick.

[47]        BayBL 5.A, S. 42.

[48]        BayKiBiG (Art.13 Grundsätze für die Bildungs- und Erziehungsarbeit in förderfähigen Kindertageseinrichtungen; Bildungs- und Erziehungsziele); AV BayKiBiG (§ 1 Allgemeine Grundsätze für die individuelle Bildungsbegleitung und § 14 Aufgaben des pädagogischen Personals und des Trägers); Curriculare Grundlagen des BayBL (3.B Leitziele von Bildung und Erziehung – ein kompetenzorientierter Blick auf das Kind und 5. Die Bildungsbereiche – 5.A Die Bereiche im Überblick) und BayBEP (4.2 Binnenstruktur der Kapitel).

[49]        Von Hengstenberg, Elfriede (2002): Entfaltungen. Bilder und Schilderungen aus meiner Arbeit mit Kindern (Mit Kindern wachsen), hrsg. v. Ute Strub. Freiburg: Arbor; Traxler, Kim (2006): Das Bewegungskonzept Elfriede Hengstenbergs: Die innere Aufrichtung des Kindes aus eigenem Antrieb (Mit Kindern wachsen.) Freiburg: Arbor.

[50]        SGB VIII, § 22a Förderung in Tageseinrichtungen.

[51]        BayKiBiG (Art. 11 Bildungs- und Erziehungsarbeit in Kindertageseinrichtungen; Erziehungspartnerschaft; Art. 14. Elternbeirat) des AV BayKiBig (§3, Erziehungspartnerschaft, Teilhabe) und BayBL (6.B Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern.

[52]        UN-BRK, Artikel 24 Bildung und SGB VIII, § 22a Förderung in Tageseinrichtungen.

[53]        BayKiBiG, Art. 15 Vernetzung von Kindertageseinrichtungen; Zusammenarbeit mit der Grundschule.

[54]        BayBL 3.D Inklusion – Pädagogik der Vielfalt und BayBEP 8.3.2 Gemeinwesenorientierung – Kooperation und Vernetzung mit anderen Stellen.

[55]        BayBL6.4 Öffnung der Bildungseinrichtungen nach außen.

[56]        BayBEP 8.3.2 Gemeinwesenorientierung – Kooperation und Vernetzung mit anderen Stell

[57]        SGB VIII § 22a SGB VIII Förderung in Tageseinrichtungen.

[58]        BayKiBiG Art. 17 Wissenschaftliche Begleitung, Fortbildung (2).

[59]        BayKiBiG Art. 19 Fördervoraussetzungen für Kindertageseinrichtungen.

[60]        AV BayKiBiG § 14 Aufgaben des pädagogischen Personals und des Trägers (3).

[61]        httpse://www.ras-training.de/neu/tms/profil.htm